„Das Schlimmste ist, wenn die Kritik von den eigenen Fans kommt“

Karim Benzema durchlebt keine einfachen Wochen. Im Verein kämpft der 29-Jährige verzweifelt gegen seine Torflaute an, eine Berufung für das französische Nationalteam erscheint für den Moment weiter utopisch. Im Rahmen der Premiere seiner Dokumentation „K de Benzema“ sprach Reals Nummer 9 bei CANAL+ über die Kritik an seiner Person, eine mögliche Rückkehr in die „Équipe Tricolore“ und die Beziehung zu Teamkollege Cristiano Ronaldo, über den er sagt: „Er ist egoistischer als ich, aber das stört mich nicht.“

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Karim Benzema steht derzeit häufig in der Kritik – Foto: Mike Ehrmann/Getty Images

KARIM BENZEMA über…

…sein Verhältnis zu Cristiano Ronaldo: „Wir kommen gut miteinander aus, mir gefällt es, mit ihm zusammenzuspielen. Er spielt gerne mit einem Kontakt. Er ist egoistischer als ich, aber das ist normal. Das stört mich nicht, letzten Endes ist das gut für die Mannschaft.“

…den Druck als Spieler von Real Madrid: „Bei Real Madrid herrscht der größte Druck. Das Schwierigste in Madrid ist der Druck. Die Debatten gibt es, um Zeitungen zu verkaufen, aber daran bin ich gewohnt.“

…eine mögliche Rückkehr nach Lyon: „Nach Lyon zurückkehren? Ich habe dort meine Geschichte geschrieben, aber ich bin bei Real Madrid. Es gibt nichts Besseres.“

…seine Torquote in Madrid, die oftmals nicht als ausreichend betrachtet wird: „Ich schieße sehr wohl Tore, aber an meiner Seite gibt es einen, der 50 pro Saison schießt… Früher hat ein Stürmer 25 Tore geschossen und war gut, aber jetzt…“

…den Umgang mit Kritik: „Besonders in Spanien, wo man nicht immer alles versteht, ist das sehr schwierig. Das Schlimmste ist, wenn die Kritiken von deinen eigenen Fans kommen. Normalerweise sind sie da, um dich anzufeuern.“

…das Thema Nationalmannschaft: „Solange (Didier) Deschamps Nationaltrainer ist, werde ich keine Chance haben, um ins Nationalteam zurückzukehren. Es sind jetzt über zweieinhalb Jahre vergangen und da muss man sich nichts vormachen… Ich hatte ihn vor der Europameisterschaft am Telefon, aber er gab mir keine Erklärung. Er ist jemand, den ich respektiere, aber er zeigte mir gegenüber früher großen Respekt und wendete mir dann den Rücken zu. Das ist verletzend. Wenn er möchte, setzen wir uns zusammen.“

…den Einfluss der „Causa Valbuena“ auf seine Nichtberücksichtigung: „Ob sie mich aus nicht-sportlichen Gründen nicht berufen? Kann sein… Natürlich gab es da diese Geschichte. Aber was außerhalb des Sports passiert, musst du auch da lassen. Alle haben sich ein wenig in diese Geschichte eingemischt, ohne wirklich etwas zu wissen. Ob es Druck auf Deschamps gab? Möglich. Viele Politiker haben sich in diese Sache eingemischt.“

…Probleme mit Teamkollegen aus der Nationalmannschaft: „Ich habe kein Problem mit irgendeinem Spieler von Frankreich. Einigen laufe ich manchmal über den Weg und es ist schön, sie zu sehen. Jeder hat sich in dieses Thema eingemischt. Ich bin kein Störenfried, das ist nicht mein Bild.“

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…die anstehende Weltmeisterschaft in Russland: „Es ist kompliziert, ich bin ja nicht dumm, aber natürlich will ich da hin. Ich liebe den Fußball, diese Turniere gefallen mir und der Druck, für dein Land zu spielen, ist nochmal etwas anderes. Ich will mit meinem Land etwas gewinnen. In der Zukunft kann sich das ändern, zumindest hoffe ich das.“

…seine persönlichen Aussichten auf den Gewinn des Ballon d’Or: „Das ist schwierig. Natürlich hat man das immer im Kopf. Leider sind wir in einem Zeitraum, in dem es zwei Jungs gibt, die außerirdisch sind.“

…Landsmann Kylian Mbappé, an dem die Königlichen im Sommer großes Interesse bekundeten: „Er ist ein Spieler, der mich sehr beeindruckt. Er ist sehr jung, sehr agil und wenn er den Ball hat, passiert immer etwas Besonderes. Ich muss ihn nicht bei Frankreich sehen, es langt, was ich von ihm in der Champions League sehe. Das ist mit 18 Jahren unglaublich.“

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Interview
„Das Schlimmste ist, wenn die Kritik von den eigenen Fans kommt“
Karim Benzema durchlebt keine einfachen Wochen. Im Verein kämpft der 29-Jährige verzweifelt gegen seine Torflaute an, eine Berufung für das französische Nationalteam erscheint für den Moment weiter utopisch. Im Rahmen der Premiere seiner Dokumentation „K de Benzema“ sprach Reals Nummer 9 bei CANAL+ über die Kritik an seiner Person, eine mögliche Rückkehr in die „Équipe Tricolore“ und die Beziehung zu Teamkollege Cristiano Ronaldo, über den er sagt: „Er ist egoistischer als ich, aber das stört mich nicht.“
http://www.realtotal.de/das-schlimmste-ist-wenn-die-kritik-von-den-eigenen-fans-kommt/
13.11.2017, 00:26
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