Die unbequeme Wahrheit: Pepes Abgang wäre sinnvoll

Die Tage von Pepe scheinen bei Real Madrid gezählt. Der auslaufende Vertrag des 33-Jährigen wird offenbar nicht verlängert und REAL TOTAL-Chefredakteur Nils Kern spricht die unbequeme Wahrheit aus: Die Klub-Ikone muss gehen, damit andere bleiben oder kommen können.

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Reals dritter Kapitän verteidigt das königliche Wappen seit 2007 – Foto: Javier Soriano/Getty Images

Kreis des Lebens: Pepe muss Vallejo Platz machen

Die Personalie Pepe spaltet den Madridismo. Soll man den Portugiesen, dessen Vertrag am 30. Juni bei Real Madrid ausläuft, nun halten oder aber nach neun Jahren bei den Königlichen als Klub-Ikone ziehen lassen? Ich finde: Man sollte sich der Zukunft willen in allen Ehren von ihm verabschieden. Schon im „König der Löwen“ lernte man, dass der „circle of life“ unausweichlich ist – und nun trifft es eben den Mann, der 2007 zum spanischen Rekordmeister wechselte und seitdem 327 Mal das Wappen der Blancos verteidigte.

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Neun Jahre, 327 Spiele, zwölf Titel – eine Ikone

Mit zwölf Titeln in neun Spielzeiten, darunter zwei Meisterschaften und zwei Erfolge in der Champions League, kann sich Pepe wahrlich als einer der Könige der Madrider Löwen bezeichnen. Keine Marcelo-Mähne, doch besitzt der mit 33 Jahren älteste Merengue sicher eines der größten Herzen in Zidanes Truppe. Wie schon in der letzten Saison, als man Fan-Liebling Álvaro Arbeloa würdig verabschiedete, würde es mir auch dieses Mal tief im Herzen weh tun, einen solchen Krieger, der sich immer wieder zurück und gegen alle Kritiker kämpfte, gehen zu lassen. Doch so ist der Kreis des Lebens, wenn man sich für die Zukunft wappnen will. Denn was wären die Alternativen? Einen Sergio Ramos oder Raphaël Varane ziehen lassen? Niemals. Und dann ist da Nacho Fernández: Im Sommer 2016 noch beinahe in Rom gelandet, zeigt der Canterano in dieser Saison, wie verlässlich und polyvalent er ist! Seine Werte sind unbezahlbar.

Also: Bühne frei für Jesús Vallejo, der nach seinem Leih-Jahr in Frankfurt höchstwahrscheinlich nach Madrid kommen wird. So wie der 20-Jährige mit der Eintracht die Bundesliga rockt – wer möchte auf diesen Jungen verzichten? Vier Innenverteidiger sind genug. Und Karriere-Ausklänge bei einem Verein wie Real Madrid sind heutzutage kaum noch möglich, sondern nur noch romantische Erinnerungen an frühere Tage. Doch selbst ein Emilio Butragueño oder Alfredo Di Stéfano durften ihren „Fußballerabend“ nicht in Madrid beenden. Xavi, Steven Gerrard, Frank Lampard… romantisch werden heutzutage kaum noch Schuhe an die Nägel gehängt. Dafür ergeben sich neue Optionen: Reals Nummer 3 kann in China noch eine neue Kultur kennen lernen und dabei dreimal so viel verdienen wie in Spanien. Worauf wartet er noch?

Ob 2017 oder 2018: Pepe soll großen Abschied erhalten

Der Portugiese wird fehlen und auch menschlich ein großes Loch hinterlassen, welches Spaniens Abwehrhoffnung Vallejo jedoch sicher ausfüllen kann. Und auch für die rund fünf Millionen Euro Jahresgehalt Pepes findet man sicher eine genauso geeignete Verwendung. Vielleicht finden Klub und Spieler doch noch eine zufriedenstellende Vereinbarung. Vielleicht darf „Mufasa“ Pepe noch „Simba“ Vallejo als fünftes Rad des Innenverteidiger-Wagens heranziehen. Doch da der eine zwei Jahre will, der andere nur eines anbietet, sieht es nach einem Abgang aus. Pepe muss für Madrids Zukunft gehen – das ist die unbequeme Wahrheit. Und falls es so kommt, kriegt der (ohnehin neuerdings verletzungsanfällige) Europameister eben einen würdigen Abschied – idealerweise verbunden mit einer oder zwei Titelfeiern…

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Die unbequeme Wahrheit: Pepes Abgang wäre sinnvoll
Die Tage von Pepe scheinen bei Real Madrid gezählt. Der auslaufende Vertrag des 33-Jährigen wird offenbar nicht verlängert und REAL TOTAL-Chefredakteur Nils Kern spricht die unbequeme Wahrheit aus: Die Klub-Ikone muss gehen, damit andere bleiben oder kommen können.
http://www.realtotal.de/die-unbequeme-wahrheit-pepes-abgang-waere-sinnvoll/
07.02.2017, 19:07
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