Geschäftsjahr 2014: Rekordumsatz, Gewinn, Schuldenabbau

Aufgrund millionenschwerer Transfers erntet Real Madrid Sommer für Sommer Kritik und gilt beim „Otto-Normal-Fußballfan“ als „Schuldenverein Nummer eins“. Dass diese Ansicht die Realität in keinster Weise widerspiegelt, bestätigen einmal mehr die Zahlen des Geschäftsjahres 2014, die Präsident Florentino Pérez am Freitag auf einer Pressekonferenz offenbarte.

RMCF

Real Madrid hat seine Nettoverschuldung im Vergleich zu 2013 um 21 Prozent gesenkt

Nettoverschuldung: In fünf Jahren von 327 auf 71,5 Millionen

MADRID. Man kann Florentino Pérez viel vorwerfen, aus wirtschaftlicher Sicht muss man dem Präsidenten der Blancos jedoch lobend auf die Schulter klopfen. Seit der Rückkehr des 67-jährigen Bauunternehmers im Mai 2009 hat der Verein Jahr für Jahr Gewinn gemacht und seine Schulden abgebaut. Aktuell liegt die Nettoverschuldung der Blancos bei 71,5 Millionen Euro – das sind 19,1 Millionen Euro weniger als 2013 und erstaunliche 255,5 Millionen weniger als 2009, als Ramón Calderón noch das Zepter schwang.

„Wir haben das Geschäftsjahr 2014 (endete am 30. Juni; d. Red.) ausschließlich mit positiven Zahlen abgeschlossen. Wir haben einen Umsatz von 603,9 Millionen Euro sowie einen Gewinn von 38,5 Millionen Euro verzeichnet, und das obwohl wir dem Staat 167 Millionen Euro Steuern bezahlten. Unsere Einnahmen sind um 10,9 Prozent gestiegen. Dass wir seit einem Jahrzehnt die umsatzstärkste Sportinstitution der Welt sind, erfüllt mich als Präsidenten mit großem Stolz“, verkündete „Finanzgenie“ Pérez voller Genugtuung.

„Wir stehen auch ohne Investoren an der Spitze“

Dass der Klub mehr einnimmt als ausgibt, liegt allen voran an dem steigenden Umsatz und der Tatsache, dass Spieler nicht für viel Geld verpflichtet, sondern auch abgegeben werden. Allein die Verkäufe von Mesut Özil, Gonzalo Higuaín, Ángel Di María und Álvaro Morata spülten in den letzten beiden Jahren um die 200 Millionen Euro in die königlichen Kassen. „El Presidente“ zufrieden: „Es hat uns große Mühe gekostet, auf den Weg der finanziellen Stabilität zu gelangen. Ich trage als Präsident die Verantwortung, dass Real Madrid wirtschaftlich gesund bleibt, aber trotzdem auf seine sportlichen Ziele achtet. Wir dürfen nicht vergessen, dass unser Staat eine Finanzkrise durchlebt. Auch die Welt des Fußballs hat sich gewandelt. Es gibt viele Investoren, die eine Menge Geld in Vereine und Spielergehälter stecken. Wir kommen problemlos ohne diese Hilfe zurecht und befinden uns dennoch dort, wo jeder hingelangen will: an der Spitze.“

Pérez hofft auf Änderung der Anstoßzeiten

Ein Umsatzvorteil für die Madrilenen stellen die in Spanien ungleich aufgeteilten TV-Gelder dar. In Zukunft sollen allerdings nicht nur die großen, sondern auch die kleineren Klubs abkassieren. Pérez schwebt bereits eine Idee vor, die für alle 20 Ligavertreter von Vorteil sein könnte: „Ich befürworte mehr Gerechtigkeit. Früher machten die TV-Rechte nahezu 30 Prozent unseres Umsatzes aus, im Geschäftsjahr 2014 nur noch 22. Wir sind immer weniger von ihnen abhängig, auch wenn ich denke, dass die Vereine über andere Anstoßzeiten abstimmen sollten, um insgesamt mehr Geld einzunehmen. Die Primera División ist die beliebteste Liga der Welt. In vielen Teilen der Erde müssen die Menschen um fünf Uhr nachts aufstehen, um sich ein Spiel ihrer Lieblingsmannschaft anzusehen. Man sollte darüber nachdenken, die Anstoßzeiten für jeden erträglich zu machen. Die Premier League in England ist in dieser Hinsicht der Vorreiter und das Modell, an dem sich auch unsere Liga orientieren sollte.“

Real Madrids neues Heim-, Auswärts- oder Ausweichtrikot zur Saison 2014/15!

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Geschäftsjahr 2014: Rekordumsatz, Gewinn, Schuldenabbau
Aufgrund millionenschwerer Transfers erntet Real Madrid Sommer für Sommer Kritik und gilt beim „Otto-Normal-Fußballfan“ als „Schuldenverein Nummer eins“. Dass diese Ansicht die Realität in keinster Weise widerspiegelt, bestätigen einmal mehr die Zahlen des Geschäftsjahres 2014, die Präsident Florentino Pérez am Freitag auf einer Pressekonferenz offenbarte.
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05.09.2014, 13:41
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