„Hätte stören können“: Pérez erklärt Desinteresse an Mbappé-Kauf

Warum hat Real Madrid Kylian Mbappé nicht verpflichtet? Was ist aus den Wechselgerüchten um Cristiano Ronaldo geworden? Haben die Königlichen den besten Kader seit langem? Im Estadio Santiago Bernabéu stand Präsident Florentino Pérez dem Radiosender CADENA SER in der Nacht von Donnerstag auf Freitag Rede und Antwort. Dabei sprach der 70-Jährige außerdem auch über Gareth Bale und die Pfiffe der eigenen Fans, Zinédine Zidane und Marco Asensio.

Florentino Pérez CADENA SER Vergrößern

Präsident Pérez bei seinem Interview im Santiago Bernabéu – Foto: cadenaser.com

FLORENTINO PÉREZ über…

…Cristiano Ronaldo, um den es Wechselgerüchte gegeben hatte: „Es erschien eine Meldung von A BOLA und ich weiß nicht, was geschehen ist. Er war wegen der Steuerangelegenheit sauer, sagte aber kürzlich, dass er glücklich bei der besten Mannschaft der Welt ist. Er sagte mir nicht, dass er gehen will. Er war beim Confederations Cup und dann im Urlaub. Ich weiß nicht, was bei ihm passiert ist. Er hat nichts gesagt. Ich denke, uns bleiben noch vier Jahre Vertrag und das ist das Einzige, was wir unterschrieben haben. Es ist das Real Madrid von Cristiano. Er prägt hier eine Epoche. Ich denke, man wird ihm seinen fünften Ballon d‘Or übergeben.

…die nicht zustande gekommene Verpflichtung von Kylian Mbappé, der letztlich bei Paris St.-Germain landete: „Er hat PSG gewählt, weil er in Paris geboren wurde. Es gab Gespräche, aber ich weiß nicht, ob es der passende Moment gewesen wäre, ihn zu holen und das Ambiente in der Mannschaft dadurch zu stören. Wenn wir jemanden holen, der das Ambiente in der Kabine stören kann, wäre das nicht gut.“

Kylian Mbappé Paris Saint-Germain Vergrößern

Mbapé (18) ging von Monaco zu PSG – Foto: Franck Fife/AFP/Getty Images

…die immer größeren Summen auf dem Transfermarkt: Es stimmt, dass sich der Fußball verändert. Es kommen viele Leute mit viel Geld. In England gehören fast alle Klubs Leuten, die viel Geld haben. Es werden einige Transfers für viel Geld getätigt. Wir könnten einen Spieler für 180 oder 200 Millionen Euro kaufen, es würde nichts ausmachen. Aber es würde uns momentan mit dem Kader mehr stören als weiterhelfen. Wir müssen uns um die Spieler kümmern, die wir haben.“

…Trainer Zinédine Zidane: „Wir erleben derzeit eine Epoche, die es zuvor nicht gegeben hatte. Zinédine Zidane besitzt dabei einen großen Anteil, wenn nicht den kompletten. Die Spieler wissen, dass er eine sehr gerechte Person ist. Um eine Gehaltserhöhung hat er mich nie gebeten. Er sprach selbst dann nicht über Geld, als wir ihn von Juventus geholt hatten.“

…den gescholtenen Gareth Bale: „Bale ist einer der größten Spieler, die wir haben und wir sind sehr glücklich mit ihm. Es gab keine Angebote für ihn. Das, was (José) Mourinho sagte, sagte er auf eine sympathische Art. Jetzt kann keiner mehr wechseln und mal sehen, was innerhalb des nächsten Jahres passiert. Ich weiß nicht, was im nächsten Jahr geschehen wird. Das weiß niemand. Er hat viele Titel gewonnen, seinen Teil in zwei oder drei Champions-League-Endspielen und in einem Pokalfinale in Valencia beigetragen. Er spielte eine großartige Rolle. Letzte Saison hatte er eine gravierende Verletzung, was fatal war.“

…Pfeifkonzerte im Estadio Santiago Bernabéu: „Das ist schlecht. Ich fand auch die Pfiffe gegen (Gerard) Piqué schlecht, denn es war ein sehr wichtiges Länderspiel. Und wenn sie die Spieler von Real Madrid auspfeifen, erscheint mir das ebenfalls sehr schlecht. Man muss den Spielern helfen. Ich verstehe nicht, dass man pfeifen muss, wenn man anspruchsvoll ist. Hier wurden schon alle Spieler ausgepfiffen. Die jetzigen und frühere. Es ist eine kleine Gruppe, aber die Pfiffe hört man immer mehr. Ich verstehe sie nicht. Wir sind eine Familie und müssen uns gegenseitig unterstützen.“

CAD ROTATOR 1

…Shootingstar Marco Asensio: „Jeder weiß, dass er hier sehr froh ist. Er wird uns sehr zufrieden stimmen. Er kam in einem so jungen Alter her, dass man ihn als einen aus unserem Hause betrachtet. Ich erinnere mich nicht daran, wie hoch seine Ausstiegsklausel ist. Sie sind hier alle enorm hoch. Aber er würde Real Madrid nicht mal verlassen, wenn sie bei zehn Millionen Euro liegen würde. Er ist hier nämlich sehr glücklich. Er ist ein grandioser Spieler, erzielt beeindruckende Tore und ist bei Real Madrid bestens aufgehoben. Wenn ein Klub einen Spieler haben möchte, soll er anrufen und wir sagen ihm, was möglich ist.“

…die Frage, wie lange er mit seinen nun schon 70 Jahren Präsident bleibt: „Solange ich die Kraft und Begeisterung haben werde und die Mitglieder mich wollen, werde ich weitermachen.“

…den Kader: „Ich denke, dass er sich verbessert hat, weil alle Spieler besser wurden. Es ist eine sehr junge Mannschaft, die sich noch steigern wird. Man nehme Isco als Beispiel. Wir sehen seit dem Ende der letzten Saison einen spektakulären Isco. Und er kann noch besser werden. Es gingen ungefähr fünf Spieler, sechs sind gekommen und ich glaube, die Mannschaft ist perfekt ausbalanciert. Es ist die beste Mannschaft zusammen mit dem besten Trainer, seitdem ich Präsident bin. Wir haben alles mögliche getan, damit das Personal der letzten Saison bestehen bleibt.“

…Ex-Real-Coach José Mourinho: „Er ist immer sehr liebevoll uns gegenüber. Ich glaube nicht, dass er zurückkehren möchte. Wir sind auch sehr zufrieden mit Zidane, der ein Segen des Himmels ist.“

…Lionel Messi: „Wenn es während meiner ersten Amtszeit gewesen wäre, hätte ich versucht, ihn zu verpflichten, denn diese Art von Spieler hatten wir gesucht. Jetzt aber nicht mehr, denn er ist in Barcelona schon sehr verwurzelt.“

…die Leistungen der spanischen Schiedsrichter: „Ich habe nie schlecht über die Schiedsrichter gesprochen und nicht gesagt, dass sie Real Madrid schlecht behandeln. Es würde keinen Sinn machen, wenn nach einem großen Spiel wie Barça gegen Madrid über den Schiedsrichter gesprochen werden würde. Die Schiedsrichterabteilung ist definitiv verbesserungswürdig und befindet sich manchmal nicht auf der Höhe, so wie es bei Madrid gegen Barcelona der Fall war. Jeder, der etwas Falsches tut, sollte sanktioniert werden. Zum Wohle des Fußballs. Es ist nicht normal, dass ein Spieler eine Fünf-Spiele-Sperre bekommt und die anderen nichts.“

Cristiano Ronaldo Real Madrid Vergrößern

Ronaldo muss bei den ersten vier Liga-Partien aufgrund eines Schubsers gegen den Schiedsrichter in der Supercopa gesperrt zusehen – Foto: Alex Caparros/Getty Images

…Pepe, dessen Vertrag nicht verlängert wurde: „Wir haben ihm ein weiteres Jahr angeboten, woraufhin er noch ein wenig abwartete, um vielleicht etwas Besseres zu finden. Und das hat er für sich gefunden. Damit hat es sich.“

…die Besetzung der Torwart-Position: „Es gab einen Moment, wo wir (David) De Gea holen wollten. Als wir gesehen haben, dass der Transfer nicht zustande kommen kann, hatten wir mit Keylor (Navas) noch einen großartigen Torwart. De Gea ist ein toller Torwart, aber Keylor ebenfalls. Mit Keylor ist das Ambiente sehr gut, er ist sehr integriert. Es besteht keine Notwendigkeit eines Wechsels. Zidane sagte uns, dass er nichts am Personal verändern will. Er wollte keinen anderen Torwart und keinen anderen Stürmer. Und in sportlichen Angelegenheiten ist er derjenige, der das Sagen hat. Und er sagte, dass er keine Veränderungen möchte.“

…den zum FC Chelsea abgewanderten Álvaro Morata: „Es hätte mir gefallen, wenn er geblieben wäre. Madrid ist sein Zuhause und es würde hinsichtlich einer Rückkehr kein Problem geben. Ich sehe alle Spiele von Chelsea und freue mich, wenn er trifft.“

…die Frage, ob er bei der Aufstellung mitbestimmt: „Ich habe nie interveniert, jetzt erst recht nicht. Niemals. Die Trainer sollten Freiheiten haben, um ihren Job zu machen. Und normalerweise machen sie ihn gut.“

…seine Wünsche für die Saison: „Dass wir alle gesund bleiben, angefangen bei den Spielern. Ich bitte meine Spieler, dass sie arbeiten und die Mentalität, die Zidane ihnen eingeflößt hat, erhalten bleibt. Was Titel betrifft: Die Champions League befindet sich in der DNA des Madridismo. Es ist eine Liebesgeschichte. Ein Champions-League-Abend im Bernabéu ist ein Fest und uns würde es gefallen, den 13. Europapokal zu gewinnen. Aber das ist sehr schwer.“

…die Gründung einer Frauen-Mannschaft: „Wir arbeiten daran und mal sehen, ob wir es pünktlich zur nächsten Saison hinbekommen.“

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Interview
„Hätte stören können“: Pérez erklärt Desinteresse an Mbappé-Kauf
Warum hat Real Madrid Kylian Mbappé nicht verpflichtet? Was ist aus den Wechselgerüchten um Cristiano Ronaldo geworden? Haben die Königlichen den besten Kader seit langem? Im Estadio Santiago Bernabéu stand Präsident Florentino Pérez dem Radiosender CADENA SER in der Nacht von Donnerstag auf Freitag Rede und Antwort. Dabei sprach der 70-Jährige außerdem auch über Gareth Bale und die Pfiffe der eigenen Fans, Zinédine Zidane und Marco Asensio.
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08.09.2017, 03:00
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