Morata erklärt Abgang: „Ich war Conte etwas schuldig“

Dass Real Madrid Álvaro Morata gerne behalten hätte, ist ein offenes Geheimnis, doch die Entscheidung des Spielers war und ist unumstößlich. In einem Interview mit der MARCA erklärte der spanische Nationalspieler nun erneut, dass er für sich persönlich keine andere Alternative als einen Wechsel gesehen habe und der Entschluss über einen Weggang rein sportlicher Natur sei. Denn: „Wenn es um meine Teamkollegen gegangen wäre, wäre ich geblieben“, so der 24-Jährige.

SINGAPORE - JULY 25: (EDITORS NOTE: STAR EFFECT FILTER USED TO CREATE THIS PICTURE!) Alvaro Morata of Chelsea looks on after the International Champions Cup 2017 match between Bayern Muenchen and Chelsea FC at National Stadium on July 25, 2017 in Singapore, Singapore. (Photo by Alexander Hassenstein/Bongarts/Getty Images) Vergrößern

Álvaro Morata stürmt nun für den FC Chelsea – Foto: Alexander Hassenstein/Bongarts/Getty Images

„Ich bin gegangen, weil ich im Fußball triumphieren will“

LONDON. Der Abgang von Álvaro Morata in Richtung Chelsea London lässt Real Madrid noch immer nicht ganz zur Ruhe kommen. Zwar möchte man meinen, dass die rund 80 Millionen Euro Ablöse den Verlust des Eigengewächses durchaus erträglich erscheinen lassen, da sich die Suche nach einem Ersatzmann allerdings als relativ zähe Angelegenheit erweist, weint man dem spanischen Nationalspieler in der Hauptstadt (zumindest aktuell) trotzdem die eine oder andere Träne nach. Ein Stürmer mit den Charakteristika Moratas würde dem Kader der Königlichen zweifelsohne gut tun, das Super-Cup-Duell mit Manchester United (2:1) offenbarte, dass in Abwesenheit von Cristiano Ronaldo die Strafraumpräsenz des madrilenischen Angriffs doch durchaus zu wünschen übrig ließ.

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Vor allem die Gründe des Abgangs sind für einen Großteil der Madridistas nur schwer nachzuvollziehen, viele Anhänger werfen dem Canterano mangelnde Geduld vor. Wenngleich sich Morata in dieser Spielzeit aller Voraussicht nach noch mit einem Platz hinter Karim Benzema hätte begnügen müssen, wäre er mindestens mittelfristig wohl zum Stürmer Nummer eins aufgestiegen. Dem gebürtigen Madrilenen war dies aber nicht genug, wie er in einem Interview mit der MARCA nun nochmals darlegte. Morata will spielen – und das immer und ab sofort.

„Ich denke, dass ich Madrid einfach verlassen musste. Es war eine schwierige Situation, das weiß ich: Ich habe den Klub verlassen, der meine Zuhause ist und der im Moment alles gewinnt. Aber es war eine persönliche Entscheidung, ich musste auf die sportlichen Ambitionen achten. Wenn es um meine Teamkollegen gegangen wäre, wäre ich geblieben, aber ich konnte nicht zufrieden sein. Ich bin gegangen, weil ich im Fußball triumphieren und große Dinge erreichen will. Jetzt bin ich am besten Platz, um das zu erreichen“, so der 24-Jährige.

Erneute Rückkehr nahezu ausgeschlossen

Dass die Wahl letztlich auf Chelsea fiel, lag vornehmlich an Antonio Conte, der schon bei Moratas Transfer zu Juventus Turin federführend war und zu dem der Spieler seitdem eine besondere Beziehung pflegt. Bereits im April hatte der Spanier in einem Interview erklärt, dass er Conte „etwas schulde“. Eine Aussage, die er nun abermals tätigte: „Ich wusste, dass Conte mich wollte, und hatte bereits viele Male mit ihm geredet. Auf gewisse Art und Weise war ich ihm etwas schuldig, weil er mich zu Juventus holte und er gehen musste. Um ehrlich zu sein, zunächst wusste ich gar nicht, dass er so großes Interesse daran hatte, mich zu verpflichten, doch als ich davon hörte, zögerte ich nicht und Chelsea war meine Präferenz.“

Mit dem Kapitel Madrid hat Reals letztjähriger zweitbester Torschütze scheinbar komplett abgeschlossen, weshalb er auch eine erneute Rückkehr als extrem unwahrscheinlich einstuft: „Nachdem ich für solch eine Summe verkauft wurde, würde eine erneute Rückkehr bedeuten, dass die Summe noch größer werden würde. Ich denke nicht, dass Chelsea mich verschenken würde. Aber es würde, in diesem hypothetischen Fall, auch bedeuten, dass ich die Dinge gut gemacht und mich entwickelt habe. Aber, um realistisch zu bleiben, allein aufgrund des Preises ist es sehr schwierig, dass ich zurückkehre, auch wenn im Leben nichts unmöglich erscheint.“

Die Begeisterung für den Verein aber ist geblieben, weshalb Morata nach der Titelverteidigung im UEFA Super Cup sogleich Glückwünsche an seine ehemaligen Kollegen verteilte: „Nach dem Ende der Partie habe ich Glückwünsche in unsere Whats-App-Gruppe geschickt, die wir in der Mannschaft hatten. Da verspüre ich gesunden Neid. Immer wenn sie nicht gegen uns spielen, will ich dass Madrid gewinnt.“

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Morata erklärt Abgang: „Ich war Conte etwas schuldig“
Dass Real Madrid Álvaro Morata gerne behalten hätte, ist ein offenes Geheimnis, doch die Entscheidung des Spielers war und ist unumstößlich. In einem Interview mit der MARCA erklärte der spanische Nationalspieler nun erneut, dass er für sich persönlich keine andere Alternative als einen Wechsel gesehen habe und der Entschluss über einen Weggang rein sportlicher Natur sei. Denn: „Wenn es um meine Teamkollegen gegangen wäre, wäre ich geblieben“, so der 24-Jährige.
http://www.realtotal.de/morata-erklaert-abgang-es-war-eine-persoenliche-entscheidung/
11.08.2017, 15:07
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