Neapel-Theater: Präsident nach Pleite bei Real mit Rundumschlag

Als einer der bekanntesten Filmproduzenten Italiens neigt Aurelio De Laurentiis gelegentlich dazu, sich mit markanten Sprüchen ins Rampenlicht zu stellen. So auch nach der 1:3-Niederlage „seines“ SSC Neapel bei Real Madrid, als der Präsident aus heiterem Himmel seine gesamte Mannschaft brüskierte und obendrein Taktik-Tipps an Maurizio Sarri verteilte.

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Aurelio de Laurentiis war nach der Pleite in Madrid außer sich – Foto: Marco Luzzani/Getty Images

„Bis auf Insigne war jeder eine Null“

MADRID. Es ist keine Schande, im Estadio Santiago Bernabéu gegen Real Madrid zu verlieren. Der SSC Neapel kann sich sogar damit rühmen, dem Titelverteidiger lange stark Paroli geboten zu haben und immerhin mit einem Remis in die Halbzeitpause gegangen zu sein. Ein 1:3 im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League ist weder ein Ergebnis, für das man sich schämen muss noch macht es die Chancen auf den Einzug in die nächste Runde komplett zunichte. Aurelio de Laurentiis denkt in solchen Situationen aber anders. Er denkt größer. „Das war zu wenig. Bis auf Lorenzo Insigne (Neapels Torschütze; d. Red.) war jeder eine Null. Die Mannschaft spielte ohne Temperament, ohne Charisma“, schimpfte Neapels Präsident vor den Kameras von PREMIUM SPORT.

Als hohes Tier der italienischen Filmindustrie hatte sich das Oberhaupt des Serie-A-Vizemeisters in den vergangenen Tagen offenbar eine epische „Schlacht“ mit einem hollywoodreifen „Happy End“ für seine Mannschaft ausgemalt. Klub-Legende Diego Maradona war unmittelbar vor Anpfiff schließlich nicht grundlos von ihm in die Kabine beordert worden. Da die Realität jedoch keineswegs seinen Vorstellungen entsprach, bekam neben den Spielern auch gleich noch Coach Maurizio Sarri einen mit: „Ich gebe all die Jahre so viel Geld aus und es spielen immer dieselben. Ich verstehe manche Entscheidungen des Trainers nicht, er könnte manchmal wenigstens die Formation ändern. Madrid hätte auch 5:0 gewinnen können.“

Trainer kontert Vorwürfe

Sarri ließ den Rundumschlag seines Vorgesetzten keineswegs auf sich sitzen: „Ich bin der Trainer und treffe die Entscheidungen. Der Präsident darf sagen, was er will, aber solche Dinge sollte er mich persönlich sagen und nicht im Fernsehen.“ Zumindest in einem Punkt kamen die beiden auf einen Nenner: Sie prophezeiten den Madrilenen ein unangenehmes Rückspiel. „Das San Paolo wird ein Hexenkessel sein“, sagte Sarri, während de Laurentiis „eine ganz andere Geschichte“ ankündigte. Wer weiß, was sich der 67 Jahre alte Römer schon wieder ausmalt…

SSC Neapel-Real Madrid: Tickets zum Champions-League-Achtelfinal-Rückspiel

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Neapel-Theater: Präsident nach Pleite bei Real mit Rundumschlag
Als einer der bekanntesten Filmproduzenten Italiens neigt Aurelio De Laurentiis gelegentlich dazu, sich mit markanten Sprüchen ins Rampenlicht zu stellen. So auch nach der 1:3-Niederlage „seines“ SSC Neapel bei Real Madrid, als der Präsident aus heiterem Himmel seine gesamte Mannschaft brüskierte und obendrein Taktik-Tipps an Maurizio Sarri verteilte.
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16.02.2017, 09:02
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