Noten zum UEFA Super Cup: (Fast) alles beim Alten

Real Madrid knüpft scheinbar mühelos an die Leistungen der letzten Spielzeit an und zwingt Manchester United im UEFA-Super-Cup-Finale relativ souverän mit 2:1 in die Knie. Im Finale von Skopje war (fast) alles wieder beim Alten: Die Abwehr stand überwiegend sicher, das Mittelfeld kontrollierte die Partie, der Sturm war zur Stelle, als er gebraucht wurde, und auch das obligatorische Gegentor durfte am Ende nicht fehlen. Die REAL TOTAL-Einzelbewertungen zum Finale des UEFA Super Cups.

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Carlos Casemiro (r.) glänzte nicht nur als Torschütze – Foto: Dan Mullan/Getty Images

Startelf

Keylor Navas

In Halbzeit eins nahezu beschäftigungslos, stand der Costa-Ricaner in der zweiten Hälfte deutlich mehr im Mittelpunkt. Gegen Pogbas Kopfball aus kurzer Distanz noch mit einem starken Reflex und bei Lukakus Nachschuss mit der nötigen Portion Glück, machte Reals Nummer 1 beim Gegentreffer keine allzu glückliche Figur. Hielt andererseits mit seiner Parade im Eins-gegen-Eins gegen Rashford am Ende allerdings auch den Sieg fest. Mit dem Ball am Fuß weiterhin mit Luft nach oben. REAL TOTAL-Note: 4.

Daniel Carvajal

Bis auf seine sehenswerte Vorlage zum 1:0 legte Reals Rechtsverteidiger einen mehr oder weniger blassen Auftritt hin. Vor allem der quirlige Rashford stellte den spanischen Nationalspieler vor ungewohnte Probleme und brach immer wieder über den rechten Flügel durch, die aus persönlicher Sicht eher durchwachsene Vorbereitung des Canteranos setzte sich auch in Skopje weiter fort. Im Spiel nach vorne hatte das Eigengewächs zwar zahlreiche Ballkontakte und wurde immer wieder ins Kombinationsspiel eingebunden, gegen die zeitweise extrem tief verteidigenden „Red Devils“ fand „Daniel Düsentrieb“ diesmal aber kaum Lösungen und leistete sich zudem einige gefährliche Ballverluste. REAL TOTAL-Note: 3,5.

Raphaël Varane

Nach dem Abgang von Pepe nun unangefochten Innenverteidiger Nummer zwei in der internen Hierarchie, bestätigte der Franzose in Mazedonien eindrucksvoll, dass er endgültig bereit ist für diese Rolle. Besonders in der Luft eine Macht, legte „Meister Proper“ eine souveräne und abgeklärte Performance hin und überzeugte vor allem durch sein umsichtiges Stellungsspiel. Ein Auftritt, der definitiv Lust auf mehr machte und beinahe nahtlos an die starken Vorstellungen der letzten Spielzeit anknüpfte. REAL TOTAL-Note: 2.

Sergio Ramos

Ähnlich wie Nebenmann Varane mit einem Auftritt, an dem es wenig zu meckern gab. Hielt die Abwehr über den Großteil des Spiels zusammen und haute, wenn nötig, auch mal in gewohnter Manier rustikal dazwischen. Wie immer in großen Spielen eine äußerst konzentrierte Vorstellung des Kapitäns, der diesmal allerdings ohne eigenen Treffer blieb, wenngleich die Möglichkeiten dafür vorhanden gewesen wären. REAL TOTAL-Note: 2.

Marcelo

Auch Carvajals Pendant auf links erlebte eine mühsamen Start in die neue Spielzeit. In Halbzeit eins nahezu ohne Impact auf das Spiel und einigen defensiven Unzulänglichkeiten, fand der Brasilianer erst nach der Pause einigermaßen Zugriff auf die Partie, wenngleich aus den offensiven Vorstößen des Lockenkopfs kaum gefährliche Situationen resultierten. Gegen den schnellen Antonio Valencia zog der Vize-Kapitän im direkten Duell das eine oder andere Mal den Kürzeren und ermöglichte United so einige gefährliche Durchbrüche über seine Flanke, weshalb Varane und Ramos oftmals in höchster Not klären mussten. Kein gänzlich gelungener Abend der Nummer 12. REAL TOTAL-Note: 3,5.

Casemiro

Es gab wohl nicht wenige, die im Zuge der Rückkehr von Marcos Llorente davon ausgingen, dass der Canterano dem Brasilianer ordentlich Feuer machen und mittelfristig seinen Platz sogar streitig machen könnte. Wenn Casemiro in Zukunft allerdings so auftritt, wie er es vor allem in der ersten Halbzeit tat, dürfte Llorente auf Granit beißen. Reals „Mann für’s Grobe“ glänzte nicht nur (mal wieder) als Torschütze, sondern bestach überdies durch enorme Präsenz, kompromisslose Zweikampfführung und ein nahezu fehlerfreies Passspiel. Wie der 25-Jährige in den ersten 45 Minuten die Initiative übernahm und sich gegen das körperlich äußerst robuste Mittelfeld Manchesters behauptete, war schon extrem imponierend. Nach dem Seitenwechsel offensiv zwar nicht mehr ganz so auffällig, defensiv aber weiterhin eine Bank. REAL TOTAL-Note: 1,5.

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Luka Modrić

Ob Luka Modrić überhaupt in der Sommerpause war? Der Kroate knüpfte ebenfalls nahtlos an die starken Leistungen des Saisonendspurts der letzten Spielzeit an und hatte den Laden ab der 15. Minute zusammen mit Toni Kroos vollkommen im Griff. Der Kroate legte ein gewohnheitsmäßig großes Laufpensum an den Tag, schleppte die Bälle durchs Mittelfeld und setzte seine Nebenmänner in Szene – und machte dabei fast keine Fehler. Es muss als Gegner wirklich frustrierend sein, gegen dieses ballsichere Mittelfeld und besonders einen Mann wie Modrić antreten zu müssen. REAL TOTAL-Note: 2,5.

Toni Kroos

Auch der deutsche Nationalspieler präsentierte sich umgehend wieder auf einem beeindruckend hohen Niveau. Bis auf einen leichtsinnigen Ballverlust kurz vor der Pause, der dank Lukakus unüberlegten Eingreifen aus Abseitsposition letztlich ohne Folgen blieb, dirigierte der Greifswalder das Spiel der Königlichen mit traumwandlerischer Sicherheit und brachte Pogba und Co. durch seine Ballsicherheit zum Verzweifeln. Aber auch gegen den Ball wartete die Nummer 8 mit einigen guten Aktionen auf und war sich auch für ein Tackling auf Höhe der Mittellinie nicht zu schade. So kann es weitergehen. REAL TOTAL-Note: 2,5.

Isco

Es dauerte zwar ein wenig, bis sich der Spanier den Klauen von Ander Herrera und Nemanja Matic entziehen konnte, doch spätestens ab Minute 20 war es das Spiel des Isco Alarcón. Reals Edeltechniker ließ sich fortan etwas tiefer fallen und sorgte so immer wieder für situative Überzahlsituationen, die die Königlichen dank ihrer technischen Klasse zu ihrem Vorteil ausspielten. Auch der Andalusier rettete die Form der letzten Saison scheinbar mühelos in die neue Spielzeit und bestach einmal mehr durch seine Ballsicherheit und Wendigkeit im Dribbling, zog durch geschicktes Verhalten im Zweikampf zudem jede Menge Fouls. Das exzellent herausgespielte 2:0 sollte schließlich das Sahnehäubchen auf einem rundum gelungenen Auftritt darstellen. REAL TOTAL-Note: 1,5.

Karim Benzema

Für Cristiano Ronaldo stellt Karim Benzema zweifelsohne die perfekte Ergänzung dar, ist der Portugiese allerdings nicht zugegen, mangelt es den Königlichen bisweilen an der nötigen Präsenz im Strafraum. Der Franzose rochierte auch diesmal enorm viel und machte zahlreiche Bälle gut fest – und leitete so unter anderem das 2:0 ein –, vor dem Tor war die Nummer 9 allerdings nur äußerst selten zu sehen beziehungsweise mangelte es am nötigen Durchsetzungsvermögen. Insgesamt also kein allzu schlechter Auftritt, der vor allem aber in puncto Torgefahr noch reichlich Luft nach oben lässt. REAL TOTAL-Note: 3.

Gareth Bale

Auch der Waliser benötigte einige Minuten, um sich im neuen System zurechtzufinden, war aber spätestens mit seinem Wechsel auf die rechte Seite einer der offensiven Aktivposten im Spiel der Madrilenen. Verfügte ebenfalls über einen großen Bewegungsradius und holte sich auch immer wieder die Bälle tief ab, war aber gleichzeitig auch im letzten Drittel sehr präsent und hätte am Ende auch einen Treffer verdient gehabt. Jetzt heißt es: Dranbleiben, Gareth! REAL TOTAL-Note: 2.

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Isco Real Madrid

Highlights Real Madrid 2:1 ManUnited

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Einwechselspieler

Lucas Vázquez

Von den drei Einwechselspielern derjenige, der die Partie am meisten belebte und Asensios Hochkaräter mustergültig vorbereitete. Defensiv gewohnt fleißig und taktisch diszipliniert. Keine Bewertung.

Marco Asensio

Besaß nach Vázquez‘ Zuckervorarbeit die große Chance auf seinen nächsten Finaltreffer, scheiterte aber an De Gea. Ansonsten mit einem unauffälligen Einsatz. Keine Bewertung.

Cristiano Ronaldo

Durfte am Ende trotz eigentlichem Trainingsrückstand gegen seine alte Liebe für ein paar Minuten mitwirken. Keine Bewertung.

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Einzelkritik
Noten zum UEFA Super Cup: (Fast) alles beim Alten
Real Madrid knüpft scheinbar mühelos an die Leistungen der letzten Spielzeit an und zwingt Manchester United im UEFA-Super-Cup-Finale relativ souverän mit 2:1 in die Knie. Im Finale von Skopje war (fast) alles wieder beim Alten: Die Abwehr stand überwiegend sicher, das Mittelfeld kontrollierte die Partie, der Sturm war zur Stelle, als er gebraucht wurde, und auch das obligatorische Gegentor durfte am Ende nicht fehlen. Die REAL TOTAL-Einzelbewertungen zum Finale des UEFA Super Cups.
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09.08.2017, 11:13
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