Ramos glaubt an große Liga-Wende: „Wäre nicht das erste Mal“

Acht Punkte Rückstand auf den FC Barcelona: Real Madrid steckt in der Primera División nach nur zehn absolvierten Partien in einer misslichen Lage. Sergio Ramos gibt sich aber kämpferisch und hält noch nichts für entschieden. „Es wurden schon Meisterschaften mit größeren Rückständen geholt“, so der Kapitän.

Sergio Ramos Real Madrid Vergrößern

Ramos möchte auch im Mai 2018 gegen Barça jubeln – Foto: Gonzalo Arroyo Moreno/Getty Images

„Intensität gelegentlich vielleicht etwas heruntergefahren“

MADRID. Ein unüblicher Termin. Bei Real Madrid ist es alles andere als Usus, dass sich ein Spieler am Tag nach einer Liga-Partie und am Tag vor einer Champions-League-Reise in das Studio eines Radiosenders setzt und dort bis in die Morgenstunden Rede und Antwort steht. Sergio Ramos tat das in der Nacht von Montag auf Dienstag allerdings und versprühte bei ONDA CERO Zuversicht, was den Gewinn der Meisterschaft betrifft – trotz des Rückstands von acht Punkten, für die der jüngste Dämpfer beim FC Girona (1:2) sorgte.

Der Kapitän der Königlichen über…

…die Stimmung nach der Schlappe in Girona: „Das Gefühl ist kein angenehmes, kein gutes, denn wenn du bei einem solchen Klub wie unserem bist, bist du es nicht gewohnt, so viele Spiele zu verlieren. Es ist nicht so, dass du dieses Gefühl nicht kennst, aber es stimmt, dass es immer ein bitterer Beigeschmack und sehr unangenehm ist, wenn es darum geht, dass man die Situation annehmen muss. Umso mehr, wenn wir an unsere Ziele denken. Wir können weder Punkte verschenken noch liegen lassen. Wenn du einen oder drei Zähler liegen lässt, tut das weh. Wenn man gewinnt, wird im Mannschaftsbus mehr miteinander gesprochen, auch über andere Themen. Aber bei den Umständen am Sonntag übst du gedanklich Selbstkritik, jeder geht in seine eigene Welt, hört seine Musik, schaut seine Serien, Filme. Der Trainer sieht sich die Partie noch mal an, um Schlüsse zu ziehen.“

…die Lage in der Primera División nach zehn Spieltagen: „Gelegentlich wurde die Intensität vielleicht etwas heruntergefahren und es kann sein, dass der Gegner das ausgenutzt hat. Das soll aber nicht heißen, dass du verlierst, wenn du die Intensität herunterfährst. Wir haben auch schon viele Spiele mit geringerer Intensität gewonnen. Girona hat es uns in einigen Phasen unangenehm gemacht, aber man muss jetzt da nächste Kapitel aufschlagen. Wir werden nicht lamentieren, so ist der Fußball. Bei Real Madrid schreitet alles so schnell voran, dass es weder zum Lamentieren noch zum Genießen Zeit gibt. Von daher müssen wir uns jetzt auf die Champions League und das Spiel gegen Tottenham konzentrieren. Und danach weiter in der Liga kämpfen. Es wäre nicht die erste Liga-Saison, in der acht Punkte aufgeholt werden. Sie dauert sehr lang. Es wurden schon Meisterschaften mit größeren Rückständen geholt. Deshalb wollen wir aus diesen Fehlern lernen, damit das nicht noch einmal passiert, und versuchen, so viele Punkte wie möglich zu holen. Barcelona patzt nicht oft und das kann dir den Titel kosten.“

Zehn Punkte hinter Barça: Kann Real noch Meister werden?

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„Ich bevorzuge, dass Barça in unserer Liga spielt“

…Sündenböcke: „Ich habe immer gesagt, dass es hier keine Schuldigen gibt. Wenn du gewinnst, gewinnt das Kollektiv und beim Verlieren ist es genauso. Man muss sich auf niemanden einschießen, im Gegenteil. Wir können alle immer etwas mehr leisten.“

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…eine mögliche spanische Liga ohne den FC Barcelona: „Das ist schwer vorstellbar. Ich bevorzuge, dass Barça in unserer Liga spielt. Als Spanier kümmert mich mehr, dass unsere Hymne keinen Text hat als die Situation in Katalonien. Ich habe Lust darauf, dass unsere Hymne einen Text erhält, denn ich spüre einen gesunden Neid, wenn ich sehe, wie andere Nationalmannschaften nach oben schauen, während sie ihre Hymnen singen.“

„Vertragsverlängerung? Einigung binnen zwei Minuten“

…seine im Raum stehende Vertragsverlängerung: „Das beschäftigt mich aktuell nicht. Der Präsident und ich verstehen uns gut, für die Einigung braucht es zwei Minuten. Ich habe einen noch drei Jahre gültigen Vertrag und solange meine Begeisterung intakt bleibt und ich mit Lust aufwache, wird es mit dem Präsidenten keine Probleme geben.“

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Interview
Ramos glaubt an große Liga-Wende: „Wäre nicht das erste Mal“
Acht Punkte Rückstand auf den FC Barcelona: Real Madrid steckt in der Primera División nach nur zehn absolvierten Partien in einer misslichen Lage. Sergio Ramos gibt sich aber kämpferisch und hält noch nichts für entschieden. „Es wurden schon Meisterschaften mit größeren Rückständen geholt“, so der Kapitän.
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31.10.2017, 06:53
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