Die Zukunft des Estadio Santiago Bernabéu

Der Verein denkt schon wieder an die Zukunft. Dafür werden neue Richtlinien erarbeitet, mit denen neue Partnerschaften, nicht nur des Stadions sondern auch der Cuidad Real Madrid eingegangen werden sollen. Die Partnerschaft mit Real Madrid eröffnet Möglichkeiten, die dem Verein und seinen Mitgliedern vorbehalten bleibt. Trotzdem wird es ein Verein sein, der für alle geöffnet bleibt, die sich mit den Werten von Real Madrid identifizieren können.

In der Versammlung 2007 legte Ramón Calderón allen eingeschriebenen Mitgliedern da, welche zukünftige strategische Partnerschaften Real Madrid eingehen will. Ein Verein wie dieser darf sich keinen Stillstand erlauben. Alle eingeschlagenen Wege sollen drei Regeln folgen. Sie sollen den sportlichen und sozialen Status unserer Spieler fördern, sie sollen den Mitgliedern den besten Dienst erweisen und sie sollen neue Einnahmequellen für die Finanzierung des weiteren Wachstum dieses Clubs eröffnen.

Der Verein überlegt welche zukünftigen Schritte nötig sind, um seine zwei wichtigsten Standorte zu fördern. Das Stadion und seine Cuidad Deportiva. Am Stadion werden zurzeit Pläne für das zukünftige Handelszentrum „Esquina del Bernabéu“ erarbeitet. Wenn die Verpachtung an Urbis 2011 endet, darf Real Madrid die Rechte an diesem Platz nutzen. Es soll der fehlende Kern des so genannten großen Apfels werden.

Mit der Zeit wird der Verein entscheiden was mit den unbebauten 97 Hektar Fläche der Ciudad Real Madrid geschehen soll (von den 120 Hektar hat man nur 23 verbaut). Außerdem soll entschieden werden, was mit dem Besitz von 7 Hektar in Las Tablas geschehen soll. [1 Hektar = 1000 Quadratmeter].

Das Handelszentrum „Esquina del Bernabéu“ ist ein Teil der Partnerschaft des Vereins mit der Gesellschaft Urbis. Nachdem 2011 die Nutzungsrechte für Urbis enden, bietet dieser Platz die große Herausforderung den Osten des Stadions zu modernisieren.

Zurzeit läuft eine Studie, welche die derzeitigen Möglichkeiten  aufzeigen soll und wie man diese in das zukünftige „Gran Manzana del Bernabéu“ Projekt integrieren kann. Die derzeitige städtische Infrastruktur würde eine Erweiterung dieses Zentrums auf 3.700 Quadratmeter zulassen. Das ganze Areal, inklusive dem Estadio Santiago Bernabéu, als der große Apfel bezeichnet, würde mit einer Größe von 125.000 Quadratmetern zum größten Handelszentrum in einer Stadt werden, die getrieben durch die Anziehung des Fußballs zu einer Handelsmetropole wachsen soll.

Arena Pavillon und Campus

Außerdem wird es einen Ideenwettbewerb zum Bau eines multifunktionalen Pavillons, namens Arena, geben. Dort sollen nicht nur die Spiele der ersten Mannschaft übertragen werden, sondern dieser soll auch anderen Teilen des Vereins zur Verfügung stehen. Noch werden verschiedene Plätze in der Ciudad Real Madrid auf ihre Tauglichkeit untersucht.

Die Überlegungen, welche beim Bau der Arena unternommen wurden, sollen auch bei der möglichen Schaffung eines Campus angestellt werden. Hier soll die fehlende Ausbildungsstätte für den Nachwuchs entstehen, der somit nicht nur auf technischer, körperlicher und medizinischer Basis gefördert wird. Der Verein will Jugendliche ausbilden, die nicht nur irgendwann einmal gute Fußballer werden, sondern auch die Werte von Real Madrid verinnerlichen. Außerdem könnte der Campus von Real Madrid auch anderen zugänglich gemacht werden und damit die Einkünfte des Clubs steigern.

Eine Welt voller Möglichkeiten

Real Madrid ist sich bewusst, dass der Großteil seiner vielen zahlenden Mitglieder andere Ansprüche hat, als es noch vor ein paar Jahren die Besucher der alten Ciudad Deportiva hatten. Die Partnerschaft mit Real Madrid eröffnet Möglichkeiten, die dem Verein und seinen Mitgliedern vorbehalten bleiben. Trotzdem wird es ein Verein sein, der für alle geöffnet bleibt, die sich mit den Werten von Real Madrid identifizieren können.

Es wird eine offene Welt für alle werden, die seinen Besuch genießen wollen. Vor allen durch seine privilegierte Lage. Man bedenke nur, dass jährlich 70 Millionen Menschen, den in der Nähe gelegenen Flughafen Barajas, benutzen. Oder die 13 Millionen, die den nur einige hundert Meter weit entfernten Vergnügungspark IFEMA besuchen. Das gleiche wird mit dem Stadion geschehen, eines der meist besuchten Orte der Hauptstadt.

Nachdem die Modernisierung des Stadions und der Ciudad Real Madrid als abgeschlossen gilt, wird eine neue Phase begonnen, die zum Ziel hat, alle Bereiche weiter zu optimieren. Mit dieser Phase soll nicht nur der Verein wachsen, auch seine Spieler und Mitglieder sollen davon profitieren. Ein Wachstum der mit der Stadt verbunden ist und das Ziel hat, die Olympischen Spiele nach Madrid zu holen. Ein Traum, der auch hier seinen Platz finden wird.

Behaftet mit diesem geschichtlichen Hintergrund, feierte das Estadio Santiago Bernabéu am 14. Dezember 2007 sein 60. jähriges Bestehen. Ein Stadion, das nicht mehr außerhalb von Madrid gelegen, sondern fest in der Mitte seines Herzen verwurzelt ist und sich in eine der sportlichen, architektonischen, sowie auch touristischen Hauptattraktionen der Stadt verwandelt hat.

Alles beginnt und endet im Bernabéu. Anstrengung und Stolz. Alles wiederholt sich in Zyklen. Die Investition, die 1947 aufgrund des Baus getätigt wurden, sowie die Investition, die es gekostet hat, es in ein Elite-Stadion zu verwandeln. Und den Stolz, den seine ersten Besucher mit den jetzigen teilen. Jenen, die jedes Wochenende seine Ränge füllen. Sie haben das Recht stolz darauf zu sein. Der beste Verein der Geschichte sollte das beste Stadion der Welt sein Eigen nennen. Während der letzten 60 Jahre war dies auch so.

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