Die Magie des Bernabéu: Einzelheiten des Stadions

Es gibt viele Details, die das Bernabéu in der Welt so einzigartig machen. Die Atmosphäre ist nicht vergleichbar. Der Verein hat bewusst das Beste aus jedem Stadion übernommen und es gekonnt auf seine Bedürfnisse adaptiert. Nicht umsonst wird das Estadio Santiago Bernabéu von der Firma CISCO Systems als Referenz für ihre Kommnuikations- und Managementlösungen genannt.

Der Klub Real Madrid hat sein „ISO9001“ von der höchsten Instanz erhalten, die solch eine Auszeichnung vergeben kann: der UEFA. Es hat etwas Magisches an sich. Dass ein Stadion von 1947 allen Erfordernissen dieses einzigartigen Spektakels gerecht wird, ist magisch. Dies beweist aber auch seine Anpassungsfähigkeit an die wechselnden Bedürfnisse des Fußballs.

1947 wurde das Chamartín erbaut, um ein nachmittägliches Vergnügen zu bieten. Durch die wachsende Anhängerschaft wurde es ’54 erweitert. In den Sechzigern, im aufkommenden Zeitalter der Fernsehübertragungen, wurde es hell erleuchtet und bot mehr Komfort. 1982 wurde es für die WM umgebaut, überdacht und bot daraufhin mehr Sitzplätze an. Nach der Erweiterung ’94 wurde es ’98 nochmals ausgebaut. Bis zum Jahre 2007 wurde es modernisiert, weil die Sportindustrie für einen Wechsel des Publikums gesorgt hat – Dauerkartenbesitzer, Fans,  Unter­nehmen, TV-Anstalten… Der Fußball hat in seiner Evolution eins hervorgebracht: den Wert einer Marke. Die Magie dieses Stadions war immer auf Höhe der Träume derjenigen, die dieses Projekt voranbrachten und benutzten. Die Magie eines Szenarios, die 1964 das Endspiel einer Euro­pa­meisterschaft und 1982 das Endspiel einer Weltmeisterschaft aufnahm.

Und hier werden nun Endspiele der Champions League stattfinden. Ramón Calderón hat die Kandidatur zur Aufnahme des Champions-League-Endspiels 2010 oder 2011 ins Rollen gebracht. Diese wurde mit der Vergabe des Endspiels 2010 belohnt. Man konnte sich gegen Konkurrenten, wie das neue Wembley oder das Olympiastadion in Berlin durchsetzen. Das erstere ein Zeichen der finanziellen Macht Europas (1,100 Millionen € Kosten), das zweite ein imperiales Konzept das heute undenkbar oder nicht umsetzbar wäre. Ein Stadion, das sich Adolf Hitler erbauen ließ (mit Marmor-Galerien aus Traventino). Zwei große Stadien, denen aber eines fehlt: die Magie eines Bernabéu. Und das macht es so einzigartig.

Real Madrid kennt die Vorgaben für ein solches Stadion sehr gut. In den letzten Jahren besuchte eine technische Delegation die modernsten und sichersten Stadien in der ganzen Welt. Von Japan über die USA und zurück nach Europa wurde dieses Wissen mit den dafür Verantwortlichen ausgetauscht. Im Estadio Santiago Bernabéu wurden bewusst, im Laufe seiner Umgestaltung, alle führenden Eigenschaften dieser Stadien übernommen und seiner „iberischen“ Philosophie angepasst.

Sehr gute Kenner dieses Stadions bestätigen, dass es einzigartig ist und dass seine Details den Unterschied ausmachen.

Es hat nicht den finanziellen Wert eines Wembley, den Größenwahn eines Olympiastadions, die Modernität einer Veltins-Arena, die Architektur einer Allianz Arena, den technologischen Fortschritt eines Sapporo oder Saitamas oder die kommerzielle Vision der amerikanischen Stadien.

Aber keines dieser, außerhalb der Städte gelegenen Stadien, hat die Atmosphäre eines Bernabéu, keines hat dieses einzigartige Ambiente, eigenartig und nicht verwechselbar. Keines verfügt über seine vertikal hoch aufragenden Tribünen. Keines verfügt über dieses patentierte „el miedo escénico“.

Details, Details… Nur wenige Stadien in der Welt haben ihre Wege so perfektioniert, weil die wenigsten die Bewegungen jedes Besuchers studiert haben. Die daraus entstandenen Laufwege sind  optimiert. Der Zuschauer hat alles auf einer Ebene. (Sitze, Kissen, Bars, Toiletten, Fernseher…)

Nur wenige Stadien besitzen eine bessere Videoüberwachung, bieten ein besseres Medien­angebot oder sind besser beheizt. Nur wenige Stadien habe eine bessere Kontrolle der Eingänge, voll abgestimmt auf Einlasszeiten und Besucherzahlen.

Wenige Stadien besitzen in ihren Eingängen versenkbare Drehkreuze. Wenige Stadien hätten das geschafft, was am 12. Dezember 2004 während eines Spiels zwischen Real Madrid und Real Sociedad geschah. Bedingt durch eine Bombendrohung konnten 70.000 Besucher nur innerhalb von 6 Minuten das Stadion ohne Vorfälle verlassen! Hierfür wurden die Mitglieder der Sicherheits­abteilung Real Madrids durch den spanischen Sicherheitsverband (AEDS – Asociación Española de Directores de Seguridad) für ihr Verhalten und ihre Professionalität ausgezeichnet.

Wenige Stadien haben die Philosophie des Fußballs besser umgesetzt und bieten in ihren 253 privaten Logen jene Bequemlichkeit, die ihre Kunden wünschen. Das zeigt die lange Warteliste dieser Logen.

Wenige Stadien haben die Möglichkeit jeder Art von Veranstaltung durchzuführen. Alle 25 Meter befinden sich Knotenpunkte für Netzwerk, Gas, Wasser, Audio und TV-Kameras. Damit ist praktisch alles Denkbare durchführbar.

Wenige Stadien haben ein so fortschrittliches festes Netzwerk für TV-Sender. Alles wird über ein einzelnes Kabel gesendet und benötigt kein eigenes Equipment. Für diesen Dienst zahlen die Fernsehsender gerne.

Wenige Stadien haben zur Kommunikation externe Anzeigen. Wenige Stadien haben so viele Bezahlmöglichkeiten und so viele Ticket Verkaufsstellen. Kein Stadion hat dieses Sicherheitsnetz, das bei einem Vorfall die Möglichkeit besitzt, den Weg jeden Besuchers nachzuzeichnen. Kein Stadion hat ein so dichtes Netzwerk an Anschlüssen, welches jederzeit in der Lage ist, durch Erweiterungen zu wachsen. (Die nächsten drei Restaurants sind in Planung). Hier wurde das Haus vor dem Dach gebaut.

Es ist kein Wunder das CISCO Systems, einer der kapitalkräftigsten Aktiengesellschaften der Welt, das Estadio Santiago Bernabéu als Referenz für sein Kommunikations Management Paket benutzt.

Wenige Stadien der Welt besitzen diese durchgehende Professionalität in allen Bereichen. Im Bernabéu wird nicht nur für das Spiel am Wochenende gearbeitet, nein an jedem Tag findet ein Spiel statt. Mehr als 447 Veranstaltungen wurden in der Spielzeit 2006/07 veranstaltet, nur 27 davon waren Fußballspiele. Die restlichen waren kommerzieller, marketingtechnischer oder institutioneller Natur. Zusätzlich zur „Tour de Bernabéu“, die an 363 der 365 Tage im Jahr stattfindet.

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