Steuerbetrug? Ronaldo wehrt sich gegen Anklage

Cristiano Ronaldo droht wegen angeblicher Steuerhinterziehung zwischen 2011 und 2014 Ungemach. Der Weltfußballer reagiert nach der Anklage der spanischen Staatsanwaltschaft empört.

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CR7 fühlt sich ungerecht behandelt – Foto: Matthias Hangst/Bongarts/Getty Images

„Eine große Ungerechtigkeit“

MADRID. Cristiano Ronaldo hat den Vorwurf der Steuerhinterziehung über sein Management entschieden zurückgewiesen. Es gebe „keine systematische Steuerhinterziehung“, teilte das Lissaboner Unternehmen GESTIFUTE seines Beraters Jorge Mendes mit. Ronaldo habe niemals beabsichtigt, etwas zu verbergen, noch existiere ein Versteck. Der Weltfußballer sei von der am Dienstag offiziell erhobenen Anklage der Madrider Staatsanwaltschaft überrascht gewesen. Es handele sich um „eine große Ungerechtigkeit“.

Dem 32 Jahre alten Portugiesen wird vorgeworfen, in den Jahren 2011 bis 2014 Steuern in Höhe von 14,7 Millionen Euro hinterzogen zu haben. Ronaldo soll mithilfe eines Firmengeflechts, das seine Gelder in Irland und dem Steuerparadies British Virgin Irlands verwaltet, diverse Werbeeinkünfte vor dem Finanzamt versteckt haben. 

Laut GESTHA, dem Verband der Steuerexperten des spanischen Finanzministeriums, drohen ihm eine Haftstrafe von mindestens sieben Jahren und eine Geldstrafe von mindestens 28 Millionen Euro.

Messi muss nicht ins Gefängnis

Ronaldos sportlicher Dauerrivale Lionel Messi wurde erst vor kurzem zu einer 21-monatigen Haftstrafe verurteilt, weil er Steuern in Höhe von 4,1 Millionen Euro hinterzogen hatte. Der Superstar des FC Barcelona muss aller Voraussicht nach aber nicht hinter Gitter. In Spanien werden Haftstrafen von bis zu zwei Jahren bei nicht vorbestraften Angeklagten nahezu immer zur Bewährung ausgesetzt.

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Das Management von Ronaldo will indes alles dafür tun, um die Unschuld des Torjägers zu beweisen. GESTIFUTE kündigte an, Dokumente zu veröffentlichen, die belegen, dass der Europameister keine Struktur zur Steuerhinterziehung aufgebaut hat. Das Firmengeflecht existiere bereits seit seiner Zeit bei Manchester United – und sei sowohl den englischen als auch den spanischen Steuerbehörden bekannt gewesen. REAL TOTAL bleibt dran!

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Steuerbetrug? Ronaldo wehrt sich gegen Anklage
Cristiano Ronaldo droht wegen angeblicher Steuerhinterziehung zwischen 2011 und 2014 Ungemach. Der Weltfußballer reagiert nach der Anklage der spanischen Staatsanwaltschaft empört.
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14.06.2017, 11:40
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