„Trifft Madrid auf Barcelona, hält die Welt inne“

Im Interview mit dem französischen Sender beIN SPORT nahm sich José Mourinho dem Spiel der Spiele gegen den FC Barcelona an. Außerdem verlor der Trainer einige Worte zum durchwachsenen Saisonstart, der Champions League und seiner Zukunft.

In Gedanken beim Clásico gegen Barcelona: José Mourinho

„Der Clásico bringt auch nur drei Punkte ein“

MADRID. Am kommenden Sonntag schauen alle Fans des gepflegten Ballsports wieder nach Spanien: Der Clásico zwischen dem FC Barcelona und Real Madrid steigt! „Es gefällt uns immer wieder, gegen Barcelona zu spielen. Die Vorfreude ist groß, denn das Spiel ist ein großes. Trifft Madrid auf Barcelona, hält für alle Menschen, die es mit dem Fußball haben, die Welt inne. Diese Partie steht eben so ein bisschen über allen anderen“, betonte José Mourinho die Bedeutung des wohl größten Fußballduells auf Erden.

Diesmal steht vor allem für Real Madrid eine ganze Menge auf dem Spiel. Eine Pleite im Camp Nou würde fast schon das Aus im Titelrennen bedeuten, im „Worst Case“ hätten die Blancos ganze elf Punkte aufzuholen. Der portugiesische Trainer ist dennoch der Meinung, dass „der Clásico auch nur drei Punkte einbringt. Was wir wollen, ist die Meisterschaft. Ich würde eine Niederlage in diesem Spiel unterschreiben, wenn wir im Mai Meister werden würden.“

„In der Champions League entscheiden Details“

Mit so Leistungen wie vor knapp einem Monat wäre aber nicht mal die Teilnahme an einem europäischen Wettbewerb gesichert. 1:1 gegen Valencia, 1:2 gegen Getafe, 0:1 gegen Sevilla – „the Special One“ sah einen mehr als nur verpatzten Saisonstart seiner Mannschaft. Woran lag‘s? „Der wirklich fundamentale Unterschied zur letzten Saison ist, dass wir vor der letzten Saison nicht Meister wurden. Jetzt dürfen wir uns als amtierender Meister bezeichnen und genau das ist, was diese Ergebnisse in den ersten Spieltagen hervorrief. Ich bin mir sicher, dass mein Team etwas sorglos und nicht hungrig genug in die Saison ging, eben mit dem Prestige eines Meisters. Kann man nur in der Supercopa und Champions League Top-Auftritte hinlegen und nicht etwa in der Liga, nur weil man in der Saison zuvor Meister wurde? Nein!“

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Coach, Spieler, Fans und Präsident nannten vor dem Start in die Spielzeit jedoch den Erfolg in der Königsklasse als absolute Priorität. Die Vitrine für den zehnten Champions-League-Pott der königlichen Vereinshistorie steht nach zehn Jahren noch immer leer. Ob es nach zwei Mal Endstation im Halbfinale diesmal klappt, kann Mou nicht versprechen: „In diesem Wettbewerb entscheiden Details. Es hängt auch von Glück und Pech ab. Wer hätte zum Beispiel damit gerechnet, dass es Chelsea mit dieser Art von Fußball zum Triumph schafft? Mich hat es als Blue gefreut, aber war das in der letzten Saison wirklich die beste Mannschaft Europas? Ich denke, dass es für uns zunächst wichtig ist, die Gruppenphase problemlos zu überstehen. Dann gehen wir Schritt für Schritt und schauen mal, ob uns der Coup endlich gelingt.“

„Ich bin in Madrid sehr glücklich“

So sicher wie das Amen in der Kirche ist aber, dass der 49-Jährige die Merengues noch lange coachen wird. Eine vorzeitige Vertragsauflösung komme zum jetzigen Zeitpunkt keineswegs für ihn in Frage. „Ich bin hier in Madrid sehr glücklich und habe deshalb auch bis 2016 verlängert“, stellte er klar. Der französische Fernsehsender wollte wissen, ob ihn ein Engagement beim neureichen Paris St. Germain reize. „PSG? Nach England, Italien und Spanien würde mir Frankreich irgendwann noch fehlen, aber ich glaube nicht, dass sie mich zurzeit brauchen. Für mich zählt für die nächsten vier Jahre nur Real Madrid.“

Mit etwas anderem als seiner Mannschaft kann sich Mourinho ohnehin nicht beschäftigen. So viele Superstars unter einem Hut zu haben und jeden Tag wichtige Entscheidungen treffen zu müssen, kostet ihn viele Nerven. Kopfzerbrechen bereitet ihm vor jeder Partie besonders folgende Frage: Karim Benzema oder Gonzalo Higuaín? „Karim bewegt sich wie ein Fisch im Wasser. Er ist ein beweglicher und spielender Stürmer. Gonzalo hingegen ist ein klassischer Stürmer, ein klassischer Vollstrecker. Ich brauche beide und muss mich wirklich vor jedem Spiel fragen, wen ich denn von Beginn an aufs Feld schicke. Ich analysiere den Gegner und seine Stärken, dann entscheide ich“, erklärte er zum Abschluss des Interviews.

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Interview
„Trifft Madrid auf Barcelona, hält die Welt inne“
Im Interview mit dem französischen Sender beIN SPORT nahm sich José Mourinho dem Spiel der Spiele gegen den FC Barcelona an. Außerdem verlor der Trainer einige Worte zum durchwachsenen Saisonstart, der Champions League und seiner Zukunft.
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04.10.2012, 22:54

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