Der siebte und achte Europapokal

Zwei Begriffe prägten diese Epoche – „la Séptima“ und „la Octava“. Eine Zeit, in der Real Madrid in Europa triumphierte. Außerdem auch noch die Zeit des Interkontinentalpokales. Doch leider auch die Zeit der zwei vergebenen Meisterschaften in Teneriffa.

Mit zwei Keulenschlägen begann dieses Jahrzehnt,  beide Male war Teneriffa der Stolperstein zum Meistertitel. Beide Male verlor man in der letzten Runde auf der Kanareninsel und damit auch die sicher geglaubte Meisterschaft.

Trauer herrschte in der Gemeinschaft, als am 2. April 1992 Juan Gómez „Juanito“ bei einem Autounfall ums Leben kam. Er war gerade, nachdem er im Santiago Bernabéu ein Spiel Reals gesehen hatte, auf dem Weg zurück nach Mérida.

Im Jahr 1993 konnten zwei weitere Titel errungen werden. Im Juni siegte man in der Copa de España im Finale gegen Saragossa mit 2:0, und zu Jahresende feierte man nach dem 1:1 gegen Barcelona im Nou Camp den Gewinn des Supercups. Das Hinspiel wurde in Madrid mit 3:1 gewonnen.

Valdano und Capello, zwei außergewöhnliche Trainer

Im Sommer 1994 trainierte Jorge Valdano die Mannschaft. Sein Ziel war es, den auf Teneriffa verlorenen Titel wieder zu erringen. Gemeinsam mit ihm kamen Spieler wie Fernando Redondo, Laudrup, Amavisca, Quique Flores und Cañizares.

Die ersten Früchte seiner Arbeit waren bald erkennbar, und im – von den Medien hervorgerufenen Spiel des Jahrhunderts – wurde fünf Monate nach seiner Amtsübernahme Barcelona 5:0 vernichtend geschlagen. Ein Barcelona, das kein Geringerer als Johan Cruyff trainierte. Dreifacher Torschütze war Iván Zamorano.

Im darauffolgenden Monat wurde Ramón Mendoza zum Präsidenten gewählt. Er siegte mit nur 698 Stimmen Vorsprung auf Florentino Pérez. Zum Abschluss dieser Saison gewann Real Madrid wieder den Titel.

Nach dem Rücktritt von Ramón Mendoza wurde am 20. November 1995 Lorenzo Sanz neuer Präsident; Fabio Capello wurde einige Monate später als Trainer engagiert, mit Seedorf, Suker, Mijatovic und Roberto Carlos trafen hochkarätige Spieler ein.

1997 verabschiedete sich mit dem Ehrenpräsidenten Raimundo Saporta eine der schillerndsten Persönlichkeiten der vergangenen 40 Jahren von dieser Welt und aus dem Leben Real Madrids.

Im August dieses Jahres wurde nach einem 4:1 im Rückspiel, der Gewinn des Supercups gegen Barcelona gefeiert.

1998 begann mit freudigen Nachrichten – die FIFA wählte Real Madrid zum besten Klub der Geschichte, mit Alfredo Di Stéfano und Ferenc Puskas standen zwei Madrilenen in den Reihen der besten 10 Spieler aller Zeiten, Di Stéfano war sogar an der ersten Stelle.

Amsterdam, die Siebte; Paris, die Achte

Ein Tag für die Geschichtsbücher – am 20. Mai 1988 errang Real Madrid seinen 7. Europapokal der Meister. Juventus wurde in Amsterdam durch das Goldtor von Mijatovic mit 1:0 besiegt.

Am 1. Dezember kam noch der Interkontinentalcup dazu. Es gab in Tokio ein 2:1 gegen Vasco de Gama, die Tore erzielten Roberto Carlos und Raul.

Zwei Jahre danach folgte Europapokal Nummer acht: Valencia hatte im Finale in Paris keine Chance und wurde mit 3:0 heimgeschickt. Es war das erste Mal, dass zwei Mannschaften eines Landes im Finale standen.

Am 16. Juli 2000 wurde mit Florentino Pérez ein neuer Präsident gewählt. Im November verlieh man an Alfredo Di Stéfano die Ehrenpräsidentschaft.

Mit einer unglaublichen Ehrung endete dieses Jahrzehnt – Florentino Pérez und Alfredo Di Stéfano erhielten von FIFA-Präsidenten Joseph Blatter die Auszeichnung, der beste Verein des 20. Jahrhunderts zu sein.

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