Die Geburtsstunde von „Real“ Madrid

Das zweite Jahrzehnt nach der Gründung von Real Madrid begann mit einer heftigen Krise, die den Anhängern und Spielern schwer zu schaffen machte. Nach mehr als einem halben erfolglosen Jahrzehnt kehrte die Mannschaft dann wieder auf die Siegerstraße zurück.

Nach Unstimmigkeiten mit dem Präsidenten Adolfo Meléndez kam es innerhalb des Vereins zu Unstimmigkeiten, die letztendlich aber geklärt werden konnten. Vergangen sind die ersten Eindrücke und Erlebnisse des neuen Sportes, man war nun bedacht, sich auf die sportlichen und gesellschaftlichen Stärken zu konzentrieren.

Madrid schickte sich an, auf dem Gelände von O’Donnell einen neuen Sportplatz zu errichten. Mit einer Länge von 115 Metern und einer Breite von 85 Metern war er der größte seiner Kategorie. Der Sportplatz wurde mit den eigenen Händen vieler Spieler und Funktionäre errichtet, unter ihnen Santiago Bernabéu, sein Bruder Marcelo, Pedro Parages, Chulilla und viele andere. Sie alle gruben das Gelände ab, hämmerten, schraubten, befestigten Sitze.

Das immer größer werdende Zuschauerinteresse machte es auch erforderlich, eine Barriere zwischen den Spielern und den Zuschauern zu schaffen. Nicht zuletzt Dank der Einnahmen aus Sammlungen unter den Mitgliedern sowie durch ein Darlehen, das Parages, Revuelto und Juan Padrós aufgenommen hatten, sowie durch beigesteuertes Material von Adrián Piera konnte man eine weiß gestrichene, robuste Abzäunung errichten, die nun Zuschauer vom Spielfeld trennen konnte. Diese Arbeiten markierten eine bahnbrechende Entwicklung für Veranstaltungen mit großem Publikumsandrang und waren eine der ersten großen finanziellen Ausgaben im Madrid dieser Zeit.

Sportliche Erfolge und Titel für Real

Nach mehreren Jahren mit mäßigen sportlichen Ergebnissen erreichte man das Finale der Copa. Das Spiel ging gegen Athletic de Bilbao mit 0:4 verloren.

Bereits zuvor gewann Madrid die Regionalmeisterschaft, ein Titel, den man seit 1913 nicht mehr gewonnen hatte.

Eine Umstrukturierung im Vorstand ermöglichte es Adolfo Meléndez zum Ehrenpräsidenten ernannt zu werden. Mittlerweile hatte sich in Madrid eine große Anzahl außergewöhnlicher Spieler geformt. Los Teus, Erice, Eulogio, Aranguren, Ricardo Álvarez, Antonio de Miguel, El Científico, Sansineca, die Gebrüder Petit, Castell, Bernabéu , Sotero Aranguren und viele mehr errungen die Meisterschaft durch zwei emotionelle Finalspiele gegen Arenas de Guecho, die am 15. Mai, dem Tag der Feier von San Isidro, dem Stadtpatron von Madrid, im Jahre 1917,ausgetragen wurden.

Der 29. Juni 1920 war ein historischer Tag für die Vereinsgeschichte. Im Klub traf ein Schreiben des Königs ein, in welchem die Genehmigung erteilt wurde, den Titel „Real“ im Vereinsnamen zu führen. Das war die Geburtsstunde von „Real Madrid“. Alfonso XIII wurde daraufhin zum Ehrenpräsidenten ernannt.

Das Jahrzehnt endete mit den ersten Auslandsspielen. Den Beginn machte eine Reise nach Portugal. Dann ging es weiter nach Italien, wo fünf Spiele ausgetragen wurden. Damit wurden die ersten internationalen Kontakte geknüpft.

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