Der Beginn der Ära Santiago Bernabéu

Sportlich gesehen war dies die erfolgloseste Epoche in der Geschichte Real Madrids. Man war im Verein zerstritten, doch unter Santiago Bernabéu begann sich zu entwickeln, was in weiterer Folge Real Madrid zum erfolgreichsten Verein des 20. Jahrhunderts werden lassen sollte.

Real Madrid musste sich nach dem Bürgerkrieg und die dadurch erlittenen Verluste mit einer größeren Anzahl neuer Spieler verstärken. Im ersten Jahr dieses Jahrzehnts kamen Spieler wie Barinaga oder Olivares, die noch Geschichte schreiben sollten. Im Gegenteil dazu bestritt am 5. April 1941 Jacinto Quincoces, bekannt als bester Verteidiger der Welt, sein letztes Spiel für Real Madrid. Sportlich gesehen fand man Real Madrid nur in der Tabellenmitte positioniert. Man war nicht mehr als das fünfte Rad am Wagen.

Einzige Ausnahme war die Copa, die man in diesen Jahren zweimal gewinnen konnte.

Wenngleich es nicht viele sportliche Erfolge in dieser Zeit gab, so ist doch einer besonders hervorzuheben: am 13. Juni 1943, nach einem 0:3 in Las Corts,  in der Copa gegen Barcelona, wurde derselbe Gegner, im Rückspiel, mit einem unglaublichen Ergebnis von 11:1 heimgeschickt. Ein Tag, den man nie vergessen wird!

Der Anfang eines besonderen Zeitalters

Der 15. September 1943 markiert einen bedeutungsvollen Tag für die Geschichte von Real Madrid. Santiago Bernabéu wird einstimmig zum Präsidenten gewählt. Unter seiner Leitung wird Real Madrid weltberühmt. Bereits kurz nach seiner Wahl begann er sein erstes großes Projekt – der Kauf von Bauland, um ein neues Stadion zu errichten. 12 Monate später erfolgte die Segnung der Gründe von Chamartin und der Beginn der Bauarbeiten. Quasi symbolisch legte Santiago Bernabéu selbst den Grundstein zum größten Stadion Spaniens.

Auf der anderen Seite legte Encinas im Sommer sein Amt nieder und der bis dahin amtierende Nationaltrainer, Jacinto Quincoces, übernahm das Amt von Encinas.

Am 13. Juni 1946, zehn Jahre nach dem großen Finale von Valencia, holte sich Real Madrid gegen den klaren Favoriten Valencia mit einem 3:1 Sieg die Copa.

Im selben Jahr unterschrieb Luis Molowny seinen Vertrag bei Real; und der unvergessene Mangas schrieb Geschichte. Zu Weihnachten dieses Jahres vollbrachte Real eine unvergessene Tat gegen San Lorenzo de Almagro, das gerade durch Europa reiste. Die Argentinier, mit Lorbeeren behaftet und mit sichtbarer Zuversicht angereist, wurden mit 4 Toren wieder heimgeschickt.

Zum Auftakt der folgenden Meisterschaftssaison trafen mit Narro, Muñoz, Pahiño, Gabriel Alonso und Macala wichtige Verstärkungen in Madrid ein.

Man gewann die erste Tournee dieser Saison, die Trophäe „Eva Duarte Perón“, die von der Frau des argentinischen Präsidenten gestiftet wurde.

Eröffnung des neuen Stadions Chamartín

Der 14. Dezember 1947 ist mit Goldlettern in der Geschichte des Vereines geschrieben. An diesem Tage wurde das Stadion Chamartín feierlich eröffnet.

Von der internationalen Presse wurde es als das größte und beste Stadion Europas gefeiert. Barinaga war es vorbehalten, das erste Tor in dieser Arena beim 3:1 Sieg gegen Os Belenenses zu erzielen.

Zu Beginn des Jahres 1948 kümmerte sich der Engländer Keeping, ehemaliger Spieler von Southampton und Fulham, um Real Madrid. Mit seinen innovativen Taktiken revolutionierte er das Spiel. Im Mai beschloss die Generalversammlung einstimmig, Santiago Bernabéu zum Ehrenpräsidenten zu ernennen.

Das Jahrzehnt endete mit dem Erscheinen des „Boletín Informativo del Real Madrid“ am 1. September 1950, der Stimme des Vereines für seine Anhänger.

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