Real Madrid dominiert ganz Europa

Wenn man die Vierziger Jahre, als das mit Abstand schwächste Jahrzehnt in der Geschichte Real Madrids bezeichnen muss, so war jenes der Fünfziger zweifellos das Glanzvollste.

Unter der Führung von Alfredo di Stefano katapultierte sich Real in die fußballerische Weltelite. Mit spektakulären Spielen und fünf Europapokalsiegen begeisterte die Mannschaft die Sportwelt.

Am 6. März 1952 feierte man in Madrid das 50-jährige Bestehen des Vereins mit vielen Veranstaltungen. Eine davon war ein internationales Turnier, in dem die bekannteste Mannschaft des amerikanischen Kontinents, Millonarios, Turniersieger wurde. In deren Reihen fiel besonders ein Spieler auf – Alfredo di Stéfano. Am 28. Juni desselben Jahres trat Madrid eine Reise nach Südamerika an, um dort zwei Spiele in Kolumbien zu absolvieren und in Venezuela an der „Pequeña Copa del Mundo“ teilzunehmen.

Die Verpflichtung von Alfredo Di Stéfano

Am 23. September 1953 gab Alfredo Di Stéfano, der größte Spieler in den Reihen von Real Madrid, sein Debüt in der ersten Mannschaft. Es gab zuvor zähe Verhandlungen, nicht zuletzt auch deshalb, da Barcelona ebenfalls ein Auge auf den Spieler geworfen hatte. Doch zu guter Letzt unterzeichnete er zur Freude aller Beteiligten für die Weißen.

Sieben Monate später war Real wieder spanischer Fußballmeister und Di Stéfano wurde mit 27 Toren Torschützenkönig.

Das Jahr 1955 begann mit einer ehrenvollen Auszeichnung – über einstimmigen Beschluss der Generalversammlung und des Vorstandes wurde das Stadion von Chamartin in  „Estadio Santiago Bernabéu“ umbenannt.

Madrid dominiert in Europa

Am 18. September 1955 trat Real Madrid erstmals im Europapokal auf, um diesen neun Monate später als Sieger zu beenden. Die französische Mannschaft von Stade de Reims (mit Kopa, Fontaine, Piantoni und Vincent) war Gegner in einem harten und emotionellen Endspiel, das mit 4:3 gewonnen wurde.

Das zweite Finale am 30. Mai 1957 hatte das Estadio Santiago Bernabéu als Schauplatz und sah einen Sieg gegen Fiorentina. In Brüssel wurde gegen Milan mit einem 3:2 der dritte Finalsieg gefeiert. Gegner im vierten Finale war wieder Stade Reims, und diesmal gab es einen 2:0 Sieg durch Tore von Di Stefano und Mateos. Der Höhepunkt erfolgte am 18. Mai 1960 durch ein unglaubliches 7:3 gegen Eintracht Frankfurt im besten Finale, an das man sich erinnern kann.

Bereits zwei Jahre zuvor, am 11. August 1958, erzielte man nach schwierigen Verhandlungen eine Einigung mit Ferenc Puskas. Er sollte zu einer enormen Verstärkung werden. Im selben Jahr verabschiedete man sich von Miguel Muñoz als Spieler.

Interkontinentaler Meister

Am 4. September 1960 krönte sich Real Madrid zum König der Fußballwelt. Im ersten Finale des Interkontinentalpokals überhaupt schoss man Peñarol  Montevideo mit 5:1 aus dem Stadion, nachdem man im Hinspiel in Montevideo ein torloses Remis erreicht hatte. Vor 120.000 Zuschauern im Estadio Santiago Bernabéu, ließ man sich die Gelegenheit nicht entgehen, einen weiteren Pokal in die Vitrinen aufzunehmen. Die Torschützen dieses historischen Sieges waren Puskas (2), Di Stéfano, Herrera und Gento sowie Spencer mit dem Ehrentor der Gäste.

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