Die Generation „El Madrid ye-yé“

Nach den Triumphen der fünfziger Jahre kam für Real Madrid nun die Phase der Umgestaltung und Veränderungen. Unbestritten war die Vorherrschaft in Spanien mit 8 von 10 Meistertiteln, international konnte man aber „nur“ 1966 einen Titel einbringen. Die Konkurrenz schlief nicht mehr….

Real war die unumstrittene Nummer 1 in Spanien, es folgten Titel auf Titel, doch Abgänge mehrerer guter Spieler erforderten eine Umgestaltung innerhalb der Mannschaft. Miguel Muñoz benötigte frische Kräfte, und die suchte und fand er in jungen spanischen Spielern.

Am 12. März 1961 schrieb Real im Estadio Santiago Bernabéu Geschichte. An diesem Tag hatte Real von 30 gespielten Partien 24 gewonnen und sich damit bereits fünf Runden vor Schluss vorzeitig den Titel gesichert. Puskas war Torschützenkönig mit 27 Toren.

International gab es große Enttäuschungen. Ein ganz bitterer Tag war der 2. Mai 1962, als das Finale gegen Benfica unglücklich verloren wurde.

Den Schmerz über diese Niederlage konnte auch das 2:1 im Finale der Copa gegen Sevilla nur wenig lindern.

Am 18. Mai 1963 wurde die „Ciudad Deportiva“ eröffnet, das damals außerhalb der Stadt gelegene Gelände beherbergte neben diversen Fußballfeldern für Profis und Jugend auch Schwimmbäder, Tennisplätze, eine gedeckte Kunsteisbahn sowie diverse Klubgebäude.

Die Entführung von Alfredo Di Stéfano

Im Hochsommer des Jahres 1963 erschütterte die Nachricht von der Entführung Alfred Di Stéfanos die Welt. Real Madrid war wieder einmal in Caracas an einem Turnier, als Di Stefano von der FALN, einer regierungsfeindlichen Organisation, entführt wurde. Erst nach drei Tagen wurde er vor der spanischen Botschaft wieder freigelassen.

Eine weitere Saison verging, und wieder war Real Madrid Meister geworden. Diesmal mit vier Punkten Vorsprung auf den härtesten Verfolger, Barcelona. Es war der bereits fünfte Titel in Folge.

Die „Ye-yés“, Europapokalsieger

Am 11. März 1966 konnte wieder der Sieg im Europapokal eingefahren werden, diesmal durch einen Sieg gegen Partizan Belgrad. Das damals sehr junge Team, mit dem Spitznamen el Madrid ye-yé, bestand ausschließlich aus Spielern spanischer Herkunft; in ganz Eurpoa sprach man in diesen Tagen nur von zwei Begriffen – den Beatles und Real Madrid.

Im gleichen Jahr beendete Alfredo di Stéfano, der Real 1964 verließ und noch zwei Jahre für Espanyol Barcelona tätig war, seine aktive Laufbahn.

In den folgenden Jahren bestätigte Real nochmals eindrucksvoll seine Vorherrschaft: man gewann die Meisterschaften 1966-67, 1967-68 sowie 1968-69 und als Draufgabe noch die Copa des Jahres 1970 durch ein 3:1 im Camp Nou gegen Valencia.

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