„Quinta del Buitre“, UEFA Cup, Meisterschaft

Die Achtziger sind als „Quinta del Buitre“, das Jahrzehnt des „Geiers“, in die Geschichte eingegangen. Stars um Michel Gonzalez, Manolo Sanchís und Rafael Martín Vazquez bildeten die neuen Helden. Anführer und Namensgeber dieser neuen Generation aber war Spaniens bester Fußballer, Emilio Butragueño, der wegen seiner Torgefährlichkeit nur kurz „El Buitre“, der Geier genannt wurde.

Zuvor hatte Real Madrid die einmalige Gelegenheit, seinen Namen erneut in die Liste Europas bester Mannschaften zu verewigen, vertan. Am 27. Mai 1981 unterlag man in Finale dem englischen Vertreter FC Liverpool.

Anlässlich der 1982 in Spanien stattfindenden Weltmeisterschaft wurde das Estadio Santiago Bernabéu umgebaut. Als Weltneuheit kamen dabei die elektronischen Videoanzeigetafeln zum Einsatz.

Die Geburtsstunde des „Geiers“ – „El Buitre“

Der 4. Dezember 1983 gilt als Geburtsstunde des „Geiers“. Alfredo di Stéfano war glücklicherweise wieder zum Verein zurückgekehrt und begann, nun auch Spieler von der Castilla mit einzubeziehen. Gegen Murcia gaben junge Spieler wie Martín Vázquez und Sanchís ihr Debüt, letzterer erzielte sogar den Siegestreffer. Zwei Monate danach bestritt ein weiterer junger Spieler gegen Cadiz sein erstes Spiel: Emilio Butragueño. Geholt als Torschützenkönig der zweiten Liga bestätigte er mit zwei Toren in diesem Spiel seine Vorschusslorbeeren eindrucksvoll. Ein neuer Mythos war geboren. 1984 folgte auch Michel in die erste Mannschaft.

Die großen Erfolge – der UEFA-Cup

Am 22. Mai 1985 errang Real Madrid seinen ersten UEFA-Pokalsieg. Die „Alten“ (Gallego, Juanito, Valdano und Santillana) harmonierten perfekt mit den Ideen der jungen Geier und siegten hochverdient. Es war gleichzeitig ein würdiges Abschiedsgeschenk für den ausscheidenden Präsidenten Luis de Carlos, der zwei Tage danach sein Amt in die Hände von Ramón Mendoza übergab.

Fünf Meistertitel in Folge

Es gab von Beginn an keinen Zweifel, wer die Meisterschaft der Saison 1985/86 gewinnen würde. Zu überlegen war Real Madrid. Ungeschlagen bis zur 11. Runde, konnte man bereits fünf Runden vor Schluss den Titel feiern. Dieses Jahr war überhaupt ein großes Jahr – man konnte auch den Sieg im UEFA-Pokal des Vorjahres wiederholen. Es war der Beginn von fünf nationalen Meistertiteln in Folge; in der Saison 1989/90 stellte man einen Rekord mit 107 erzielten Toren auf. Leider konnte man das sicher geglaubte Europapokalfinale nicht erreichen.
Nach Siegen gegen Mannschaften wie Napoli, Porto und Bayern schied Real Madrid am 20. April 1988 im Semifinale gegen den PSV Eindhoven, aufgrund der Auswärtstorregel, aus.

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