Zidane: „Ich bin auf mein Ende bei Real Madrid vorbereitet“

Im zweiten Anlauf hat es geklappt. Nachdem Zinédine Zidane bei der FIFA-Gala 2016 noch leer ausgegangen war, wurde er am Montag in London zum weltbesten Trainer ausgezeichnet. Aufgrund von vier Titeln in der letzten Saison eine logische Konsequenz. Im Moment des Erfolgs denkt der Franzose aber auch an Zeiten, in denen er es schwer haben wird – und an sein Ende bei Real Madrid.

Zinédine Zidane Real Madrid Vergrößern

Zidane coacht die Königlichen seit Anfang 2016 – Foto: Gabriel Bouys/AFP/Getty Images

„Unheimlich schwer, Erfolg zu wiederholen“

LONDON. Sieben kollektive Titel in nicht einmal zwei Jahren als Chefcoach der ersten Mannschaft von Real Madrid und jetzt auch noch der erste große individuelle Award: Die Entscheidung von Zinédine Zidane, nach seiner Weltklasse-Karriere als Spieler an der Seitenlinie tätig zu werden, erweist sich früh als absoluter Volltreffer. Am Montag wurde der 45 Jahre alte Franzose von der FIFA zum besten Trainer der Welt gekürt.

Ob er seine Nominierung  zu erwarten war, weiß Zizou nach eigener Aussage nicht. „Auf jeden Fall hatte ich den Wunsch, das weiterzumachen, was mir am meisten gefällt – und mich als Trainer in diesem schwierigen Metier zu verbessern. Ich bin glücklich darüber, das zweite Jahr in Folge hier sein zu dürfen und es freut mich umso mehr, dass ich erneut als Trainer nominiert worden bin“, so Zidane im Gespräch mit der Website der FIFA.

Dass er nun auch in persönlicher Hinsicht glänzte, ist den vier Trophäen zu verdanken, die er mit dem weißen Ballett in der Saison 2016/17 abgeräumt hatte, darunter die Champions League. Bereits in seinem ersten Jahr war Zidane der Gewinn des Henkelpokals gelungen.

Ich weiß diese Erfolge einzuordnen. Ich habe als Spieler viele Titel gewonnen und das ist mir niemals zu Kopf gestiegen. Daran werden auch die aktuellen Erfolge als Trainer nichts ändern.

„Wenn man im ersten Jahr einen Titel holt, ist es unheimlich schwer, diesen Erfolg im Jahr darauf zu wiederholen. Mir ist bewusst, dass ich bei einem Klub bin, der Trophäen gewohnt ist. Und ich weiß auch, dass ich von großartigen Spielern umgeben bin. Jedoch ist es immer schwierig, Titel zu gewinnen. Das gilt natürlich für die Champions League, aber vor allem für die spanische Meisterschaft, die für mich noch schwieriger ist. Einen Titel zu verteidigen, ist alles andere als leicht“, stellte Zidane klar. 

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„Versuchen, so lange wie möglich oben zu bleiben“

Zidane weiß, dass es nur schwer möglich sein wird, konstant erfolgreich zu bleiben. Trotz seines Legenden-Daseins könnte auch ihm das in Madrid früher oder später den Job kosten. Aber das ist dem einstigen Mittelfeld-Zauberer bewusst: „In einer Karriere und während einer Saison gibt es – genauso wie im Leben – einige Höhen und Tiefen. Wenn man unten ist, muss man wissen, wie man wieder nach oben kommt. Wenn man oben ist, muss man versuchen, so lange wie möglich dort zu bleiben. Mir ist vollkommen klar, dass das Kapitel Madrid eines Tages auch für mich zu Ende gehen wird. Ich bin darauf vorbereitet. Im Augenblick genieße ich aber all die schönen Momente, die ich in diesem Klub erleben darf.“

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Interview
Zidane: „Ich bin auf mein Ende bei Real Madrid vorbereitet“
Im zweiten Anlauf hat es geklappt. Nachdem Zinédine Zidane bei der FIFA-Gala 2016 noch leer ausgegangen war, wurde er am Montag in London zum weltbesten Trainer ausgezeichnet. Aufgrund von vier Titeln in der letzten Saison eine logische Konsequenz. Im Moment des Erfolgs denkt der Franzose aber auch an Zeiten, in denen er es schwer haben wird – und an sein Ende bei Real Madrid.
http://www.realtotal.de/zidane-ich-bin-auf-mein-ende-bei-real-madrid-vorbereitet/
24.10.2017, 18:10
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