EK-Flow
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Ich kann die harte Kritik an Vini nur bedingt nachvollziehen und möchte darauf auch gar nicht im Detail eingehen. Unbestritten ist, dass er seit längerer Zeit deutlich unter seinen Möglichkeiten spielt. Trotzdem frage ich mich ernsthaft, welcher Linksaußen auf diesem Planeten es an seiner Stelle aktuell besser machen würde. Mir fällt ehrlich gesagt keiner ein.
Hätte gestern Mbappé anstelle von Vini gespielt, wäre der Spielverlauf mit hoher Wahrscheinlichkeit ähnlich gewesen. Die Personalie Vini war weder in der Vergangenheit noch gestern der Grund dafür, dass wir keinen One-Touch-Kombinationsfußball auf den Platz bringen.
Das Problem liegt deutlich tiefer.
Die Mannschaft hat ein massives mannschaftstaktisches Defizit. Dafür kann es viele Ursachen geben – überfüllter Spielplan, Verletzungen, fehlende Trainingszeit –, aber Vini ist dafür ganz sicher nicht allein verantwortlich.
Ich habe nichts gegen Gonzalo García, doch auch er konnte als klassischer Neuner unserem Spiel keinen Mehrwert verleihen. Er hing vorne komplett in der Luft – so wie jeder andere Mittelstürmer es aktuell auch tun würde. Nicht, weil es an ihm liegt, sondern weil diese Position mannschaftstaktisch schlicht nicht eingebunden ist.
Und genau hier bin ich bei Ancelotti: Wenn spielerisch nichts zusammenläuft, stelle ich meine individuell besten Spieler auf. Punkt.
Aus meiner laienhaften Perspektive wirkt es so, als seien viele unserer Spieler taktisch unzureichend ausgebildet und verfügten nicht über das notwendige Spielverständnis. Ich bezweifle zudem, dass sich diese Defizite im laufenden Betrieb noch grundlegend vermitteln lassen. Sie werden aktuell nur dadurch kaschiert, dass wir individuell herausragend besetzte Positionen haben.
Toni Kroos sagte einmal sinngemäß, dass man als Passempfänger bereits vor der Ballannahme wissen muss, wie es weitergeht – sonst bekommt man ein Problem. Das funktioniert jedoch nur, wenn Mitspieler sich aktiv anbieten, Laufwege machen und klare Anspielstationen schaffen. Genau dieses Spiel ohne Ball findet bei uns kaum statt.
Ein vereinfachtes Beispiel aus dem Spielaufbau: Befindet sich der Ball in einer bestimmten Zone der Abwehr oder des Mittelfelds, weiß der Stürmer, dass er sich fallen lassen und als Anspielstation anbieten muss. Der Pass wird auf ihn gespielt, der Passgeber positioniert sich sofort neu, um beispielsweise einen langen Ball spielen zu können. Der Stürmer lässt prallen, und spätestens das ist das Signal für die Außen, mit Tiefenläufen zu starten. Selbst wenn der Pass nicht kommt, wurde Raum geschaffen und ein Gegenspieler gebunden.
Bei uns passiert all das nicht. Oft bietet sich der Stürmer gar nicht erst an. Kommt doch einmal ein Pass, bleibt der Passgeber stehen und wartet ab, was der Ballführende macht. Dieses Verhalten setzt sich fort, bis am Ende alle Spieler stehen – mit Ausnahme desjenigen, der gerade den Ball am Fuß hat. Genau deshalb wirkt unser Spiel so statisch und ideenlos.
Und genau deshalb sehen im Vergleich zu uns auch vermeintlich schwächere Mannschaften spielstärker aus: Dort ist ein deutlich höheres kollektives Spielverständnis vorhanden. Häufig scheitert es dann lediglich an der individuellen Qualität in der Ausführung.
Lange Rede, kurzer Sinn: Allein Vini zu verkaufen würde absolut nichts verändern. Sein Nachfolger stünde nach wenigen Wochen vermutlich genauso in der Kritik wie Vini jetzt.
Hätte gestern Mbappé anstelle von Vini gespielt, wäre der Spielverlauf mit hoher Wahrscheinlichkeit ähnlich gewesen. Die Personalie Vini war weder in der Vergangenheit noch gestern der Grund dafür, dass wir keinen One-Touch-Kombinationsfußball auf den Platz bringen.
Das Problem liegt deutlich tiefer.
Die Mannschaft hat ein massives mannschaftstaktisches Defizit. Dafür kann es viele Ursachen geben – überfüllter Spielplan, Verletzungen, fehlende Trainingszeit –, aber Vini ist dafür ganz sicher nicht allein verantwortlich.
Ich habe nichts gegen Gonzalo García, doch auch er konnte als klassischer Neuner unserem Spiel keinen Mehrwert verleihen. Er hing vorne komplett in der Luft – so wie jeder andere Mittelstürmer es aktuell auch tun würde. Nicht, weil es an ihm liegt, sondern weil diese Position mannschaftstaktisch schlicht nicht eingebunden ist.
Und genau hier bin ich bei Ancelotti: Wenn spielerisch nichts zusammenläuft, stelle ich meine individuell besten Spieler auf. Punkt.
Aus meiner laienhaften Perspektive wirkt es so, als seien viele unserer Spieler taktisch unzureichend ausgebildet und verfügten nicht über das notwendige Spielverständnis. Ich bezweifle zudem, dass sich diese Defizite im laufenden Betrieb noch grundlegend vermitteln lassen. Sie werden aktuell nur dadurch kaschiert, dass wir individuell herausragend besetzte Positionen haben.
Toni Kroos sagte einmal sinngemäß, dass man als Passempfänger bereits vor der Ballannahme wissen muss, wie es weitergeht – sonst bekommt man ein Problem. Das funktioniert jedoch nur, wenn Mitspieler sich aktiv anbieten, Laufwege machen und klare Anspielstationen schaffen. Genau dieses Spiel ohne Ball findet bei uns kaum statt.
Ein vereinfachtes Beispiel aus dem Spielaufbau: Befindet sich der Ball in einer bestimmten Zone der Abwehr oder des Mittelfelds, weiß der Stürmer, dass er sich fallen lassen und als Anspielstation anbieten muss. Der Pass wird auf ihn gespielt, der Passgeber positioniert sich sofort neu, um beispielsweise einen langen Ball spielen zu können. Der Stürmer lässt prallen, und spätestens das ist das Signal für die Außen, mit Tiefenläufen zu starten. Selbst wenn der Pass nicht kommt, wurde Raum geschaffen und ein Gegenspieler gebunden.
Bei uns passiert all das nicht. Oft bietet sich der Stürmer gar nicht erst an. Kommt doch einmal ein Pass, bleibt der Passgeber stehen und wartet ab, was der Ballführende macht. Dieses Verhalten setzt sich fort, bis am Ende alle Spieler stehen – mit Ausnahme desjenigen, der gerade den Ball am Fuß hat. Genau deshalb wirkt unser Spiel so statisch und ideenlos.
Und genau deshalb sehen im Vergleich zu uns auch vermeintlich schwächere Mannschaften spielstärker aus: Dort ist ein deutlich höheres kollektives Spielverständnis vorhanden. Häufig scheitert es dann lediglich an der individuellen Qualität in der Ausführung.
Lange Rede, kurzer Sinn: Allein Vini zu verkaufen würde absolut nichts verändern. Sein Nachfolger stünde nach wenigen Wochen vermutlich genauso in der Kritik wie Vini jetzt.


