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Supercopa Finale: FC Barcelona vs. Real Madrid

Yamal: *wird frech*
Transfermarkt: bruder lass marktwert raufschrauben

Vinicius: *nimmt barcas ganze defenisve hopps und schiesst traumtor im finale*
Transfermarkt: bruder muss los
 
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Yamal: *wird frech*
Transfermarkt: bruder lass marktwerkt raufschrauben

Vinicius: *nimmt barcas ganze defenisve hopps und schiesst traumtor im finale*
Transfermarkt: bruder muss los

Der „Area-Manager“ für Spanien arbeitet hauptberuflich in einer Kita in Berlin und ist Barca-Fan. (Also das ist jetzt kein Fake)
 
Weil es diskutiert wird, ich denke nicht, dass Alonsos Job in Gefahr ist. Über den November war ich mir auch nicht sicher. Das sah von der Motivation und vom Willen, das zu tun, was der Trainer will, einfach anders aus. Man hat sich intern aber zu 100% ausgesprochen, das sieht man einfach. Selbst Vini hat jetzt 2-3 Spiele wirklich Motivation gezeigt und wurde gestern auch belohnt. Alonso ist safe nicht fehlerlos und komplett schuldfrei, aber es macht gar keinen Sinn jetzt den Trainer zu kicken für (potenzielle) minimale Verbesserungen.

Was mir die letzten Monate aber verdeutlicht haben ist, dass wir zu hart mit Carlo waren, mit allen Problemen, die er so hatte. Dafür muss auch ich mich entschuldigen. Er hatte letztes Jahr einen noch schlechteren Kader, aber man darf auch nicht vergessen, dass selbst seine guten und erfolgreichen Jahre kein Augenschmaus für uns waren. Mit ihm hätten wir uns spielerisch nie weiterentwickelt und hätten immer auf individuelle Weltklasse hoffen müssen. Unter Alonso ist das Potenzial zumindest da. Es wird nur diese Saison im Leben nicht hinzukriegen sein. Es lief für uns phasenweise wirklich nicht schlecht, bis es wieder anfing mit den Verletzungen. Militao ist erneut ein unfassbarer Verlust. Unser mit Abstand bester IV seit Ramos und Varane und der einzige, der wirklich ausnahmslos Weltklasse ist. Lichtblick links ist Carreras, aber rechts schon wieder Carvajal UND Trent zu verlieren ist brutal, auch wenn Fede es gut macht. Carvajal fehlt mir vor allem auf dem Platz als Kapitän.

Ich bin wirklich enttäuscht darüber, dass wir nach dem Liga-Clasico so viel haben federn lassen. Auch mit diesem Kader wäre der Ligatitel wirklich drin gewesen. Ich will die Hoffnung da nicht aufgeben, aber es bräuchte ne wochenlange Schwächephase von Barca. Mit etwas Glück müssen sie in die CL-Playoffs und kriegen Probleme mit ihrem dünnen Kader, insofern, dass sie in der Liga 2-3 mal federn lassen in den nächsten Wochen. Ansonsten haben wir diesen Titel wohlmöglich bereits verspielt.

Mit der CL haben wir denke ich wenig zu tun dieses Jahr. Weiter als VF sehe ich uns irgendwie nicht, vielleicht mit Glück. Daher könnte es so ein Copa Jahr werden, wo man was mitnimmt zum feiern und dann motiviert ist für kommendes Jahr. Sofern man die Kaderbaustellen vernünftig angeht und Alonso vertraut.
 
Ich habe mal eine Nacht drüber geschlafen und ich muss sagen, XABI out!

Unabhängig davon, dass unser Kader scheiße zusammengestellt ist und wir viele gleiche Spielertypen haben, muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen, dass unsere "Profi-Fußballer" die einfachen Basics nicht beherrschen.

- Fehlpässe en masse
- Abwehrspieler bolzen die Bälle wie ne Altherren Mannschaft aus dem Stadion oder nach vorn
- keine Ballstafette von min. 4 Kontakten, direkt Ballverlust
- Abschlüsse auch sehr schwach
- Raumaufteilung schwach
- Absprachen untereinander schwach


Das sind einige Merkmale die mir aufgefallen sind und sich eigentlich wie ein roter Faden durch unsere Saison ziehen. Es gibt weitere negative Merkmale und man merkt wirklich, dass Xabi nicht einen positiven Effekt mitgebracht hat. Daher ist er meiner Meinung nach am Projekt Real Madrid gescheitert.
Zidane sollte zurück kommen und mit seiner Aura und seinem langweiligen, aber erfolgreichem, rumgegurke retten was zu retten ist.

Darüber hinaus sollte man sich ernsthafte Gedanken machen, welche Spieler man behält und welche man rasiert.

Von allen "ach so geilen Transfers" liefert nur Carreras.

Huijsen könnte man wirklich versuchen umzuschulen als 6er.
Es ist wahrscheinlich einfacher ihn für diese Position auszubilden und einen neuen IV kaufen, statt einen Spielgestalter zu finden, der auch kommen wird.
 
Ich habe mal eine Nacht drüber geschlafen und ich muss sagen, XABI out!

Unabhängig davon, dass unser Kader scheiße zusammengestellt ist und wir viele gleiche Spielertypen haben, muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen, dass unsere "Profi-Fußballer" die einfachen Basics nicht beherrschen.

- Fehlpässe en masse
- Abwehrspieler bolzen die Bälle wie ne Altherren Mannschaft aus dem Stadion oder nach vorn
- keine Ballstafette von min. 4 Kontakten, direkt Ballverlust
- Abschlüsse auch sehr schwach
- Raumaufteilung schwach
- Absprachen untereinander schwach


Das sind einige Merkmale die mir aufgefallen sind und sich eigentlich wie ein roter Faden durch unsere Saison ziehen. Es gibt weitere negative Merkmale und man merkt wirklich, dass Xabi nicht einen positiven Effekt mitgebracht hat. Daher ist er meiner Meinung nach am Projekt Real Madrid gescheitert.
Zidane sollte zurück kommen und mit seiner Aura und seinem langweiligen, aber erfolgreichem, rumgegurke retten was zu retten ist.

Darüber hinaus sollte man sich ernsthafte Gedanken machen, welche Spieler man behält und welche man rasiert.

Von allen "ach so geilen Transfers" liefert nur Carreras.

Huijsen könnte man wirklich versuchen umzuschulen als 6er.
Es ist wahrscheinlich einfacher ihn für diese Position auszubilden und einen neuen IV kaufen, statt einen Spielgestalter zu finden, der auch kommen wird.

Ich ergänze mal:
Der einzige Spieler, der vernünftig anläuft (also auch fachlich richtig mit Sinn und Verstand) ist Gonzalo Garcia !

Das ist doch verrückt !
 
Man kann es auch übertreiben. Vor zweieinhalb Monaten hätten wir die eigentlich noch 4 oder 5:1 aus dem Stadion schießen müssen.

Das einzige, das uns Barca voraus hat, ist ein eingespielteres Team und vielleicht noch hungrigere Spieler. Das ist aber auch keine Kunst, wenn man bedenkt, dass wir faktisch fast keine Vorbereitung hatten und immer wieder mit Verletzungen zu kämpfen haben.

Ja, Perez hätte handeln müssen, aber mal ehrlich: Er hat im Sommer die dringendsten Problem gelöst. Das waren IV, LV und perspektivisch auch RV.

Das unser namenhaft so gut besetztes Mittelfeld so abschmiert, war dann eher schwer vorauszusehen. Ich glaube ehrlich gesagt auch nicht, dass noch so viel Budget vorhanden war, um noch einen Topspieler fürs Mittelfeld holen zu können. Man hat ja auf RA mit Franco auch nochmal in die Zukunft investiert.

Eigentlich hätte man direkt nach dem Abgang von Toni Kroos handeln müssen. Allerdings vermute ich, dass in diesem Jahr das ganze Budget für Mbappés Handgeld draufgegangen ist.

Ich vermute, dass sich ein Transfer eines Mittelfeldspielers nur hätte realisieren lassen, wenn wir auch einen aus dem Mittelfeld verkauft hätten. Aber wen hätten wir vor zwei Jahren oder dieses Jahr aus dem Mittelfeld abgeben sollen? Richtig Kohle hätten da vermutlich nur Fede oder Tchouameni gebracht.
Es ist immer furchtbar gegen Barcelona zu verlieren, zumal wie im Copa Finale, gefühlt der Sieg im möglichen lag, deswegen bin ich in deinen Worten sehr bei Dir.

Für mich waren wir einen fitten Mbappe, einen gesunden Carvajal und zwei tauglichere IV vom Sieg entfernt. Dieses ständige improvisieren und IV permanent nach Verletzungen sofort zu 100% belasten zu müssen, hält auf eine Dauer von mittlerweile drei Jahren kein Team aus.

Selbst mit unserem Mittelfeld, dass in der Zusammensetzung scheinbar keinen dominanten Fußball vortragen kann, hätten wir mit einer eingespielten Defensive alle Tore verteidigen können. Barcelona fiel in den ersten 30-35 Min. quasi nichts ein, erst nachdem wir nachlässig und unkonzentriert wurden, kamen sie zu Chancen, dem Tor von Raphinha. Vorher hatten wir aber zwei gute Konter, von denen Kylian sehr wahrscheinlich einen verwertet. Halbzeit zwei war dann ausgeglichen, mit Chancen vorteilen für uns, so nahm ich es zumindest wahr.

Auch wenn es nicht zu Perez vordringt und hier oft genug besungen wurde, wir benötigen zwei neue und verlässliche IV und 2 neue Mittelfeldspieler, mit anderen Charakteristika wie Valverde und Co. Desweiteren soll der Verein ausgenommen des Mexikaners Mora, bitte seinen Fokus wieder auf Europas Spielfelder richten, wir haben jetzt erstmal genug sensible Südamerikaner zur Betreuung aufgenommen. :D
 
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Das klingt nach wenig, ist doch aber viel. Alonso galt bereits im Mai/Juni als sicher, kam mit Unmengen Vorschusslorbeeren und sollte nicht weniger tun als den Madridismo von Carlos Schlafwagenfußball erlösen. Dann lagen wir alle falsch und den Hype hätte es nie geben dürfen. Hinzu kamen Transfers für 167 Millionen EUR - wie viele ehemalige Realtrainer wurden direkt bei ihrer Ankunft mit so vielen Neuzugängen ausgestattet? Die dürfte man an einer Hand abzählen können. Zur Abwechslung gab es hier auch mal nicht den 523. neuen Neymar, sondern wie du richtig sagst, wurde vor allem in der Abwehr perspektivisch nachgebessert. "Faktisch fast keine Vorbereitung" war im Sommer ebenfalls kein Anlass zum Ärger - hatte man sich doch auf die lukrative Klub-WM gefreut und die Spiele als richtige Tests gesehen, statt wieder irgendeine Asientour zu machen, die am Ende vielleicht kräftezehrender, aber weniger aussagekräftig sei. Verletzungen sind nirgendwo planbar, können aber sogar auf einen Trainer zurückzuführen sein, denn der bringt in der Regel seine bevorzugtes Team mit und falls nicht, ist er immer noch derjenige, der die Intensität in den Trainings vorgibt und bei dem alle Daten über die Verfassung der Spieler zusammenfließen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Alonso bloß in den Trainingseinheiten sagt, was wie gemacht wird, und all das Drumherum, also Regeneration, Belastungssteuerung, Ernährung, Kontrolle etc. steuern nicht seine Leute, sondern z.B. "Team Pérez". Das gibts nicht, das muss Hand in Hand gehen.


Guter Punkt mit dem Budget - kann ich mir vorstellen. Definitiv hätte ein technisch beschlagener, kreativer Mittelfeldspieler uns zwischen all den Athleten, die zwar kämpfen und laufen, aber kaum einen Angriff einleiten oder das Tempo vorgeben können, gut getan. Vermutlich ist die Vereinsführung hier sogar weitsichtiger als wir alle und peilt so einen Transfer bereits für die nächste Sommerpause an - was vermutlich auch bedeuten würde, dass Alonso von Anfang an die jetzige als Übergangssaison bekommt, wo Hinfallen quasi erlaubt ist. Denkt Pérez so? Ich weiß es nicht. Auf der anderen Seite ist es auch schwer vorstellbar, nach einer titellosen Saison direkt noch eine titellose Saison inkauf zu nehmen, "bloß" weil der junge Trainer noch Zeit braucht. Dafür muss Alonso schon wirklich Pérez Lieblingsschwiegersohn oder sowas sein.

Fakt ist leider: Die Hälfte der Saison ist jetzt vorüber und weder die Mannschaft noch einzelne Spieler haben unter Alonso einen nennenswerten Schritt nach vorn gemacht. Man zeigt sich phasenweise noch biederer als unter Ancelotti und ist ironischerweise abhängig von den Toren eines Mbappé, der große Anteile daran hat, dass das Mannschaftsgefüge nicht stimmt und nun irgendwo irgendwer entfernt werden sollte, damit es wieder flutscht. Anzeichen für eine Wende gibt es fast nicht, außer man nimmt jetzt "Diesmal haben wir uns nicht abschießen lassen und nur knapp gegen Barca verloren".
Ob Alonso jetzt schlecht ist und weg muss, der Milliardenkader mit 167 Millionen EUR Verstärkungen immer noch zu schlecht ist, oder Pérez überall da, wo es geht, interveniert (warum auch immer), will ich schon gar nicht mehr beurteilen. Es darf auch so einfach nicht passen und danach sieht es aus. Die wirklich guten Spiele sind schnell aufgezählt und bleiben zum heutigen Tag nur Ausnahmefälle.
Du bist mir da zu milde und auch in der Kausalkette zu kurzsichtig, was die Transferplanung von Pérez anlangt.
Die 167 Mio. EUR sind ja gerade deswegen auf einen Schlag gekommen, weil Pérez darauf verzichtet hat, in den 1,5 Jahren davor (Sommer- und Wintertransferfenster) die notwendigen Investitionen zu machen.
-->Bsp. 1: Schon bei Carvajals Kreuzbandriss im Oktober 2024 hätte in der Folge eine RV-Alternative organisiert werden müssen. Stattdessen spielte man mit dem umfunktionierten RA Vázquez, der völlig überfordert war. Erst im Sommer 2025 wurde hier reagiert. Und das auch noch ohne jede Beachtung des notwendigen Profils und der Kompatibilität zum Gesamtgefüge. Der Trent-Transfer ist ein klassischer Pérez: großer Name im Fußball und ablösefrei. Dass Trent ein völlig anderes Profil wie Carvajal hat und er sehr von einem pressingorientierten Fußballstil profitiert, wo er spielerisch viel Einfluss hat, oft in den Mittelfeldraum zentral oder außen aufschieben kann, und schließlich durch das Pressinggefüge auch defensiv von häufigen 1:1-Duellen entlastet ist, wurde ignoriert.
-->Bsp 2: IV: Im Oktober 2023 reißt sich Militao das erste Mal das Kreuzband. Im Dezember 2023 reißt sich Alaba das Kreuzband. Transferreaktion? Null, nada! Rüdiger wird kaputtgespielt (mit Folgewirkungen bis zum heutigen Tag), Asencio notgedrungen hochgestuft - letzterer steht in der Hackordnung zunächst aber noch hinter Tchouaméni und hinter Carvajal, die man zuerst als IV verheizt.
November 2024 zweiter Kreuzbandriss bei Militao. Reaktion im Winter? Null, nada!
-->Bsp 3: LV: Wir hatten Saisonen, da gabs im Kader nicht einmal einen 1:1-Ersatz für Mendy! Für Mendy!! Der Mendy, der (leider!) seit seinen frühen Profitagen immer mal wieder mit seiner physischen Verfassung kämpfte. Im Sommer 2023 erbarmte sich Pérez seiner und investierte sagenhafte 5 Mio. in Fran García, der bei Vallecano (!) zu den besseren Spielern gehörte.

Einem vergleichbaren Wahnsinn - oder genauer: Schwachsinn - begegnen wir dann bei der Nachbesetzung von Kroos und Modrić. Nämlich: null, nada! Es gab keinen. Zwei so spezielle Fußballer, die unser Hirn und unser Motor waren, sollten "intern" nachbesetzt werden. Durch völlig andere Spielertypen.

Last but not least: die Offensivtransfers. Man verpflichtet Mbappé, komplett an der Notwendigkeit vorbei. Man holt gleichzeitig (!!) Endrick. Wofür genau? Mbappé als 9er und Endrick als sein Ersatz? Dass die beiden total unterschiedlich sind hat man wo berücksichtigt? Und dass Mbappé eigentlich kein "echter" 9er ist und seine Lieblingsposition sich mit der des weltbesten LA, der bereits im Kader ist, überschneidet? Null, nada! Als Sahnehäubchen holt man 2025, weil man ja endlich wieder einen Linksfuß für den rechten Flügel braucht und man damit die 4-3-3-Option öffnen will, das Talent Mastantuono für 60+ Mio., der damit (anfangs) auch gleich gesetzt ist. Dass das 4-3-3 aber nicht einmal auf dem Papier zum restlichen Kader passt... wayne?!

Also: Die Transfers in Sachen IV, RV und LV im Sommer 2025 waren eine conditio sine qua non, ein absolutes MUSS. Über die konkreten Namen kann man dann sicher diskutieren, wobei wir uns wohl alle einig sind, dass lediglich Carreras sofort zu 100% einschlug (weil er vom Profil her einem Carvajal ähnelt und also ein ziemliches Komplettpaket darstellt). Huijsen ist gut, muss aber noch viel lernen und reifen. Trent hatte Verletzungspech, aber vor allem ist bei ihm fraglich, ob sein Profil den Anforderungen entspricht. 2 von 3 dieser "Muss-Transfers" waren also keine "ad-hoc-Granaten". Und der 4. Muss-Transfer, der Regista-Typ, blieb - entgegen des erklärten Trainerwunsches! - gänzlich aus.

Hier wird oft auf Alonso eingedroschen (der nicht fehlerfrei ist, geschenkt!), oder man pickt sich Vini raus, oder Rodrygo, oder sonst 2-3 Einzelspieler. Das ist für die Beurteilung eines einzelnen Spiels natürlich ok, auch für eine Hinrunde oder so; weil es nur natürlich ist, dass Formen schwanken. Aber für die Beurteilung des großen Bildes gehen Einzelkritiken fehl. Da muss man nicht auf das Individuum abstellen ("Mit Endricks statt Gonzalos Einwechslung hätten wir gewonnen"), sondern auf das Gesamtgefüge des Kaders, auf die Profilstruktur der Stammelf und das damit verbundene Spielsystem sowie die Spielanlage, dann auch auf die Backup-Möglichkeiten.
Dieses große Bild stimmt seit Jahren nicht mehr. Und das große Bild malt nie ein Einzelspieler, auch nicht ein Trainer. Das große Bild entsteht unter den Händen der Vereinsführung.
 
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Ich ergänze mal:
Der einzige Spieler, der vernünftig anläuft (also auch fachlich richtig mit Sinn und Verstand) ist Gonzalo Garcia !

Das ist doch verrückt !
Der Gute wurde unter Arbeloa ausgebildet, bin so froh diesen Jungen im Kader zu wissen. Er hat technische Schwächen, aber sein Einsatz, Anlaufverhalten, Verständnis des Spiels und sein agieren im Sechzehner ist einfach Klasse. Endlich wieder ein Spieler im Team, der den berühmten Riecher für Torchancen hat.
 
Der „Area-Manager“ für Spanien arbeitet hauptberuflich in einer Kita in Berlin und ist Barca-Fan. (Also das ist jetzt kein Fake)
Wie kommst du darauf?
Laut LinkedIn wohnt Ivan Turmo in Hamburg und arbeitet seit über 3 Jahren in Vollzeit bei Transfermarkt. Gleichzeitig hat er vor etwa 30 Jahren Journalismus in Spanien studiert und scheint durchgehend journalistische Anstellungen gehabt zu haben. Auf tm.de "outet" er sich als SD Huesca-Fan.
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Real Madrid und FC Barcelona scheinen stark repräsentiert bei den Angestellten, sehe aber keine großen Vorteile, würde auch keinen Bias ableiten.

Ich glaube tm.de vertritt tatsächlich die Medienmeinung - wie sonst kann jemand erklären, dass Yamal beim Ballon d'Or 2024 vor Toni Kroos und 2025 vor Raphinha gelandet ist. Medien haben den krassesten present bias und die Aufmerksamkeitsspanne einer Schmeißfliege. Wer mal ESPN schaut und sich da die täglichen Takes über Basketballer zu Gemüte führt, sieht, wie das im Endstadium aussieht.

Das bedeutet aber nicht, dass die Berichterstattung von tm.de nicht komplett abgebaut hat, die Kommentarspalten nicht nur noch aus Fanatikern, Extremisten und Ragebaitern besteht und die Marktwerte nicht von gelangweilten Usern nach Bauchgefühl durch Fanbrille und Sympathie-Pünktchen gewürfelt werden. Hinter tm.de steht mit Springer ein Weltkonzern, der Geld verdienen möchte - und diskutable Marktwerte bei Stars/Hype-Spielern sowie tendenziöse Artikel bringen in der heutigen Welt einfach mehr Geld ein. Ganz unabhängig davon, dass bei extremen, one-of-a-kind Starspielern der Marktwert wertlos ist - oder glaubt jemand wir würden Mbappé für 200 Mio. verkaufen?

Sportjournalismus im Jahre 2026 (und auch die Jahre davor schon, basically extrem seit Kurzvideos) ist vollkommener Dreck geworden und ich respektiere Real Total wirklich extrem dafür, wie unaufgeregt die Berichterstattung erfolgt. Ich hoffe, der Investor zieht nicht irgendwann den Stecker.
 
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Reporter: Alvaro, wie haben Sie Lamine Yamal gestoppt?

Álvaro Carreras: „Ich musste nicht viel tun, unser Trainer Alonso dribbelt im Training besser als er (lacht).“
Kommt aber nicht aus diesem Spiel, sondern vom Liga-Clásico, den wir gewannen.
Ich halte ja grundsätzlich nichts von solchen Aussagen, aber da hats absolut gepasst, weils ne direkte Antwort auf die Arroganz von Yamal im Vorfeld war.
 
[...] Dieses große Bild stimmt seit Jahren nicht mehr. Und das große Bild malt nie ein Einzelspieler, auch nicht ein Trainer. Das große Bild entsteht unter den Händen der Vereinsführung.
Völlig richtig, ebenso wie deine Betrachtungen davor, die ich aus Platzgründen mal bewusst ausklammere. Eben darum ist es mir mittlerweile einerlei, ob Alonso "weg muss" oder nicht - das kann man sich aus den aktuellen Gegebenheiten ableiten, wenn man will, aber ich mache das nicht mehr zu meinem Kern der Debatte.

Auf der anderen Seite halte ich es für ebenso nicht weitsichtig genug, Alonso "reinzuwaschen", indem man ihn bei solchen Analysen übergeht und die Verantwortung durchweg bei der Vereinsführung sucht. "Pérez kauft nach Namen und nicht nach Notwendigkeit" ist im Kern ebenso Einzelkritik, mit der das Gesamtbild nicht gemalt wird. Du sagst ja selbst, dass er nicht frei von Fehlern ist. Ich sage: Die ausgewürfelt wirkenden Startformationen seit Monaten, die oft nicht nachvollziehbaren Wechsel im Spiel, die nur zu Saisonbeginn kurz aufgeflammten Ansätze eines Konzepts, die fragwürdige Laufleistung/Fitness der Spieler, die offensichtlich fehlende Konsequenz im Umgang mit gewissen Spielern, der fehlende Mut in Partien wie der gestrigen - das alles würde weder verschwinden, wenn Pérez plötzlich nicht mehr da wäre, noch wenn der Kader erneut hier und da aufgehübscht würde. Vielleicht ist Alonso auch genau jetzt in diesem Chaosklub gelandet und muss immer wieder zittern, eben weil bereits das große Bild seit Jahren nicht mehr stimmt? Nur dass Minus und Minus in unserem Fall mal nicht Plus ergibt.

So gut wie jede Position ist doppelt besetzt, zusätzlich gibt es hungrige Nachwuchsspieler. Sowas wie "Vinicius und Mbappé passt nicht, dafür kann Alonso nichts, die Misere liegt an Pérez" greift für mich genau so zu kurz wie die andere Seite, die meint, Alonso muss sofort weg, weil gestern Alaba reinkam.
 
Ich hab die ganze Nacht nicht geschlafen und mein Kopf ist den ganzen Tag kaputt wegen dem Spiel. Und obwohl ich eine Pause wollte, freue ich mich wieder mal auf das nächste Spiel. So muss sich eine toxische Beziehung anfühlen.
 
Völlig richtig, ebenso wie deine Betrachtungen davor, die ich aus Platzgründen mal bewusst ausklammere. Eben darum ist es mir mittlerweile einerlei, ob Alonso "weg muss" oder nicht - das kann man sich aus den aktuellen Gegebenheiten ableiten, wenn man will, aber ich mache das nicht mehr zu meinem Kern der Debatte.

Auf der anderen Seite halte ich es für ebenso nicht weitsichtig genug, Alonso "reinzuwaschen", indem man ihn bei solchen Analysen übergeht und die Verantwortung durchweg bei der Vereinsführung sucht. "Pérez kauft nach Namen und nicht nach Notwendigkeit" ist im Kern ebenso Einzelkritik, mit der das Gesamtbild nicht gemalt wird. Du sagst ja selbst, dass er nicht frei von Fehlern ist. Ich sage: Die ausgewürfelt wirkenden Startformationen seit Monaten, die oft nicht nachvollziehbaren Wechsel im Spiel, die nur zu Saisonbeginn kurz aufgeflammten Ansätze eines Konzepts, die fragwürdige Laufleistung/Fitness der Spieler, die offensichtlich fehlende Konsequenz im Umgang mit gewissen Spielern, der fehlende Mut in Partien wie der gestrigen - das alles würde weder verschwinden, wenn Pérez plötzlich nicht mehr da wäre, noch wenn der Kader erneut hier und da aufgehübscht würde. Vielleicht ist Alonso auch genau jetzt in diesem Chaosklub gelandet und muss immer wieder zittern, eben weil bereits das große Bild seit Jahren nicht mehr stimmt? Nur dass Minus und Minus in unserem Fall mal nicht Plus ergibt.

So gut wie jede Position ist doppelt besetzt, zusätzlich gibt es hungrige Nachwuchsspieler. Sowas wie "Vinicius und Mbappé passt nicht, dafür kann Alonso nichts, die Misere liegt an Pérez" greift für mich genau so zu kurz wie die andere Seite, die meint, Alonso muss sofort weg, weil gestern Alaba reinkam.
Einverstanden.
Ich seh halt jetzt schon den dritten Trainer in Folge mehr oder weniger an den selben Problemen scheitern. Da ist dann für mich die Schuldursache und -verteilung bei 80:20 und nicht 50:50 oder gar zulasten des jeweiligen Trainers.
Man kann als Fan auch nicht ernsthaft dominanten, systemisch organisierten Fußball einfordern und erwarten, wenn der Kader so zusammengebaut ist (wie aktuell). Die Stammoffensivkräfte Mbappé und Vini sind pressinguntauglich, die zweite Garde um Rodrygo, Gonzalo und Mastantuono könnte das Pressing spielen; die Mittelfeldkräfte Bellingham, Valverde und Camavinga sind pressingtauglich, Güler und Tchouaméni nicht; gleichzeitig kann keiner (!) im Mittelfeld dominanten Ballbesitzfußball spielen; für die Defensivkräfte gilt selbiges.

Wie man es auch dreht und wendet: es geht in der Realität nicht auf, wenn dein rechter Außendecker ein Pressingspieler ist, die IV und der DM aber lieber tief und gegen den Mann verteidigen, die Stürmer auf Bälle in den Lauf warten und sonst eher joggen, der zentrale MF-Verbindungsspieler am liebsten kreuz und quer über den Platz jagt. Da kannst du nur das machen, was Ancelotti und seit 3-4 Wochen auch Alonso macht: alles am kleinsten gemeinsamen Nenner ausrichten und auf Einzelleistungen hoffen.
In einem solchen Ansatz kann natürlich ein "Aura-Trainer" a la Zidane oder Klopp schon für ein Momentum sorgen. Aber sowas ist nicht planbar, nicht zwingend und/oder kann auch ganz schnell verpuffen und blanke Leere hinterlassen (sichtbar gewesen am Ende von Zidane II).
Ein solides System und ein darauf abgestimmtes Transferverhalten gibt dir (der Mannschaft wie auch den einzelnen Spielern) dagegen Konstanz, Planbarkeit und (Selbst-)Sicherheit. Das ist der Grund, warum bei ManCity, Barca oder Bayern regelmäßig auch junge Spieler reinkommen und "auf wundersame Weise" überzeugende Leistungen bieten (können). Weils eben kein Wunder ist, sondern sie vom gesamten Netz getragen werden. Bei uns gibt es seit längerem kein solches Netz (bzw. gab es eines ab der Ära Mourinho, wurde dann verfeinert unter Ancelotti I, aber nach Zidane I zunehmend abgebaut).
 
Du bist mir da zu milde und auch in der Kausalkette zu kurzsichtig, was die Transferplanung von Pérez anlangt.
Die 167 Mio. EUR sind ja gerade deswegen auf einen Schlag gekommen, weil Pérez darauf verzichtet hat, in den 1,5 Jahren davor (Sommer- und Wintertransferfenster) die notwendigen Investitionen zu machen.
-->Bsp. 1: Schon bei Carvajals Kreuzbandriss im Oktober 2024 hätte in der Folge eine RV-Alternative organisiert werden müssen. Stattdessen spielte man mit dem umfunktionierten RA Vázquez, der völlig überfordert war. Erst im Sommer 2025 wurde hier reagiert. Und das auch noch ohne jede Beachtung des notwendigen Profils und der Kompatibilität zum Gesamtgefüge. Der Trent-Transfer ist ein klassischer Pérez: großer Name im Fußball und ablösefrei. Dass Trent ein völlig anderes Profil wie Carvajal hat und er sehr von einem pressingorientierten Fußballstil profitiert, wo er spielerisch viel Einfluss hat, oft in den Mittelfeldraum zentral oder außen aufschieben kann, und schließlich durch das Pressinggefüge auch defensiv von häufigen 1:1-Duellen entlastet ist, wurde ignoriert.
-->Bsp 2: IV: Im Oktober 2023 reißt sich Militao das erste Mal das Kreuzband. Im Dezember 2023 reißt sich Alaba das Kreuzband. Transferreaktion? Null, nada! Rüdiger wird kaputtgespielt (mit Folgewirkungen bis zum heutigen Tag), Asencio notgedrungen hochgestuft - letzterer steht in der Hackordnung zunächst aber noch hinter Tchouaméni und hinter Carvajal, die man zuerst als IV verheizt.
November 2024 zweiter Kreuzbandriss bei Militao. Reaktion im Winter? Null, nada!
-->Bsp 3: LV: Wir hatten Saisonen, da gabs im Kader nicht einmal einen 1:1-Ersatz für Mendy! Für Mendy!! Der Mendy, der (leider!) seit seinen frühen Profitagen immer mal wieder mit seiner physischen Verfassung kämpfte. Im Sommer 2023 erbarmte sich Pérez seiner und investierte sagenhafte 5 Mio. in Fran García, der bei Vallecano (!) zu den besseren Spielern gehörte.

Einem vergleichbaren Wahnsinn - oder genauer: Schwachsinn - begegnen wir dann bei der Nachbesetzung von Kroos und Modrić. Nämlich: null, nada! Es gab keinen. Zwei so spezielle Fußballer, die unser Hirn und unser Motor waren, sollten "intern" nachbesetzt werden. Durch völlig andere Spielertypen.

Last but not least: die Offensivtransfers. Man verpflichtet Mbappé, komplett an der Notwendigkeit vorbei. Man holt gleichzeitig (!!) Endrick. Wofür genau? Mbappé als 9er und Endrick als sein Ersatz? Dass die beiden total unterschiedlich sind hat man wo berücksichtigt? Und dass Mbappé eigentlich kein "echter" 9er ist und seine Lieblingsposition sich mit der des weltbesten LA, der bereits im Kader ist, überschneidet? Null, nada! Als Sahnehäubchen holt man 2025, weil man ja endlich wieder einen Linksfuß für den rechten Flügel braucht und man damit die 4-3-3-Option öffnen will, das Talent Mastantuono für 60+ Mio., der damit (anfangs) auch gleich gesetzt ist. Dass das 4-3-3 aber nicht einmal auf dem Papier zum restlichen Kader passt... wayne?!

Also: Die Transfers in Sachen IV, RV und LV im Sommer 2025 waren eine conditio sine qua non, ein absolutes MUSS. Über die konkreten Namen kann man dann sicher diskutieren, wobei wir uns wohl alle einig sind, dass lediglich Carreras sofort zu 100% einschlug (weil er vom Profil her einem Carvajal ähnelt und also ein ziemliches Komplettpaket darstellt). Huijsen ist gut, muss aber noch viel lernen und reifen. Trent hatte Verletzungspech, aber vor allem ist bei ihm fraglich, ob sein Profil den Anforderungen entspricht. 2 von 3 dieser "Muss-Transfers" waren also keine "ad-hoc-Granaten". Und der 4. Muss-Transfer, der Regista-Typ, blieb - entgegen des erklärten Trainerwunsches! - gänzlich aus.

Hier wird oft auf Alonso eingedroschen (der nicht fehlerfrei ist, geschenkt!), oder man pickt sich Vini raus, oder Rodrygo, oder sonst 2-3 Einzelspieler. Das ist für die Beurteilung eines einzelnen Spiels natürlich ok, auch für eine Hinrunde oder so; weil es nur natürlich ist, dass Formen schwanken. Aber für die Beurteilung des großen Bildes gehen Einzelkritiken fehl. Da muss man nicht auf das Individuum abstellen ("Mit Endricks statt Gonzalos Einwechslung hätten wir gewonnen"), sondern auf das Gesamtgefüge des Kaders, auf die Profilstruktur der Stammelf und das damit verbundene Spielsystem sowie die Spielanlage, dann auch auf die Backup-Möglichkeiten.
Dieses große Bild stimmt seit Jahren nicht mehr. Und das große Bild malt nie ein Einzelspieler, auch nicht ein Trainer. Das große Bild entsteht unter den Händen der Vereinsführung.
WORD!

Die Kaderplanung erinnert mich immer wie mehr an die "Galactico" Tage. Einfach Namen einkaufen aber nicht auf die Notwendigkeit im Kader schauen. Die zwei "jungen" aus der Jugend (Garcia und Acensio) haben es nur in den Kader geschafft, weil die Stammspieler verletzt waren. Ohne eine Verletzung von Mbappe oder der IV hätten wir die Spieler gar nie im Kader gehabt.

Was mich an gestern am meisten Aufregt: Ist das das Real, dass wir sehen wollen? Defensiv? Ängstlich? Sorry aber Jude, Fede, Tschoua wo wart Ihr gestern? Pedri, De Jong, Lopez usw. haben uns gekocht. Klar kam dem FC Barcelona auch nicht gerade viel in den Sinn und mit einem Mbappe wären die Konter deutlich gefährlicher geworden. Aber ist es unser Spiel sich mit Mann und Maus zu verstecken? Es wurde hier ganz klar wie es @Tom_U gesagt hat verpasst die Lücken im Kader zu stopfen. Mittelfeldspieler haben wir genug, aber der Einzige der wohl annähernd das Profil von Luka/Toni hat ist Ceballos, und auf den wird 0 gesetzt. Entweder muss man mit einem anderen Spielstyl spielen oder man muss sich die nötigen Puzzleteile kaufen. Ich liebe unsere Spieler, ich liebe Cama, Tschoua, Arda, Fede usw. Aber dass uns halt ein Spielertyp X (wie es Kroos/Modric war) fehlt, hat man gestern erneut gesehen. Wir waren eine Zeit lang meilenweit vor Barca, auf Augenhöhe mit den absoluten Spitzenteams, nun sind wir die, die gefühlt wieder einen Umbruch durchmachen müssen damit wir ansatzweise noch an einem Bayern, Arsenal, Barca und PSG den Anschluss wahren können...

Und zu guter Letzt: Ein Trainerwechsel wo sich die Stars wieder wohlfühlen und machen können was Sie wollen funktionierte nur, weil man wahre Leader wie Toni, Luka, Case, Ramos, CR7 usw. hatte. In der momentanen Mannschaft fehlt uns genau das, und ein Trainerwechsel würde auf gut deutsch einen Scheiss bringen...
 
Einverstanden.
Ich seh halt jetzt schon den dritten Trainer in Folge mehr oder weniger an den selben Problemen scheitern. Da ist dann für mich die Schuldursache und -verteilung bei 80:20 und nicht 50:50 oder gar zulasten des jeweiligen Trainers.
Man kann als Fan auch nicht ernsthaft dominanten, systemisch organisierten Fußball einfordern und erwarten, wenn der Kader so zusammengebaut ist (wie aktuell). Die Stammoffensivkräfte Mbappé und Vini sind pressinguntauglich, die zweite Garde um Rodrygo, Gonzalo und Mastantuono könnte das Pressing spielen; die Mittelfeldkräfte Bellingham, Valverde und Camavinga sind pressingtauglich, Güler und Tchouaméni nicht; gleichzeitig kann keiner (!) im Mittelfeld dominanten Ballbesitzfußball spielen; für die Defensivkräfte gilt selbiges.

Wie man es auch dreht und wendet: es geht in der Realität nicht auf, wenn dein rechter Außendecker ein Pressingspieler ist, die IV und der DM aber lieber tief und gegen den Mann verteidigen, die Stürmer auf Bälle in den Lauf warten und sonst eher joggen, der zentrale MF-Verbindungsspieler am liebsten kreuz und quer über den Platz jagt. Da kannst du nur das machen, was Ancelotti und seit 3-4 Wochen auch Alonso macht: alles am kleinsten gemeinsamen Nenner ausrichten und auf Einzelleistungen hoffen.
In einem solchen Ansatz kann natürlich ein "Aura-Trainer" a la Zidane oder Klopp schon für ein Momentum sorgen. Aber sowas ist nicht planbar, nicht zwingend und/oder kann auch ganz schnell verpuffen und blanke Leere hinterlassen (sichtbar gewesen am Ende von Zidane II).
Ein solides System und ein darauf abgestimmtes Transferverhalten gibt dir (der Mannschaft wie auch den einzelnen Spielern) dagegen Konstanz, Planbarkeit und (Selbst-)Sicherheit. Das ist der Grund, warum bei ManCity, Barca oder Bayern regelmäßig auch junge Spieler reinkommen und "auf wundersame Weise" überzeugende Leistungen bieten (können). Weils eben kein Wunder ist, sondern sie vom gesamten Netz getragen werden. Bei uns gibt es seit längerem kein solches Netz (bzw. gab es eines ab der Ära Mourinho, wurde dann verfeinert unter Ancelotti I, aber nach Zidane I zunehmend abgebaut).

Danke - super Post. Genau so ist es.
 
Ich hab die ganze Nacht nicht geschlafen und mein Kopf ist den ganzen Tag kaputt wegen dem Spiel. Und obwohl ich eine Pause wollte, freue ich mich wieder mal auf das nächste Spiel. So muss sich eine toxische Beziehung anfühlen.

Ich fühle mich atm so, als hätte ich die Trennung akzeptiert.

Weiß nicht, wie lange ich hier noch Motivation habe.
 
Wie kommst du darauf?
Laut LinkedIn wohnt Ivan Turmo in Hamburg und arbeitet seit über 3 Jahren in Vollzeit bei Transfermarkt. Gleichzeitig hat er vor etwa 30 Jahren Journalismus in Spanien studiert und scheint durchgehend journalistische Anstellungen gehabt zu haben. Auf tm.de "outet" er sich als SD Huesca-Fan.
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Real Madrid und FC Barcelona scheinen stark repräsentiert bei den Angestellten, sehe aber keine großen Vorteile, würde auch keinen Bias ableiten.

Ich glaube tm.de vertritt tatsächlich die Medienmeinung - wie sonst kann jemand erklären, dass Yamal beim Ballon d'Or 2024 vor Toni Kroos und 2025 vor Raphinha gelandet ist. Medien haben den krassesten present bias und die Aufmerksamkeitsspanne einer Schmeißfliege. Wer mal ESPN schaut und sich da die täglichen Takes über Basketballer zu Gemüte führt, sieht, wie das im Endstadium aussieht.

Das bedeutet aber nicht, dass die Berichterstattung von tm.de nicht komplett abgebaut hat, die Kommentarspalten nicht nur noch aus Fanatikern, Extremisten und Ragebaitern besteht und die Marktwerte nicht von gelangweilten Usern nach Bauchgefühl durch Fanbrille und Sympathie-Pünktchen gewürfelt werden. Hinter tm.de steht mit Springer ein Weltkonzern, der Geld verdienen möchte - und diskutable Marktwerte bei Stars/Hype-Spielern sowie tendenziöse Artikel bringen in der heutigen Welt einfach mehr Geld ein. Ganz unabhängig davon, dass bei extremen, one-of-a-kind Starspielern der Marktwert wertlos ist - oder glaubt jemand wir würden Mbappé für 200 Mio. verkaufen?

Sportjournalismus im Jahre 2026 (und auch die Jahre davor schon, basically extrem seit Kurzvideos) ist vollkommener Dreck geworden und ich respektiere Real Total wirklich extrem dafür, wie unaufgeregt die Berichterstattung erfolgt. Ich hoffe, der Investor zieht nicht irgendwann den Stecker.

Meine Info ist schon etwas her - vielleicht haben sie es geändert.

Der Kerl war auch Deutscher.
 
Weil es diskutiert wird, ich denke nicht, dass Alonsos Job in Gefahr ist. Über den November war ich mir auch nicht sicher. Das sah von der Motivation und vom Willen, das zu tun, was der Trainer will, einfach anders aus. Man hat sich intern aber zu 100% ausgesprochen, das sieht man einfach. Selbst Vini hat jetzt 2-3 Spiele wirklich Motivation gezeigt und wurde gestern auch belohnt. Alonso ist safe nicht fehlerlos und komplett schuldfrei, aber es macht gar keinen Sinn jetzt den Trainer zu kicken für (potenzielle) minimale Verbesserungen.

Was mir die letzten Monate aber verdeutlicht haben ist, dass wir zu hart mit Carlo waren, mit allen Problemen, die er so hatte. Dafür muss auch ich mich entschuldigen. Er hatte letztes Jahr einen noch schlechteren Kader, aber man darf auch nicht vergessen, dass selbst seine guten und erfolgreichen Jahre kein Augenschmaus für uns waren. Mit ihm hätten wir uns spielerisch nie weiterentwickelt und hätten immer auf individuelle Weltklasse hoffen müssen. Unter Alonso ist das Potenzial zumindest da. Es wird nur diese Saison im Leben nicht hinzukriegen sein. Es lief für uns phasenweise wirklich nicht schlecht, bis es wieder anfing mit den Verletzungen. Militao ist erneut ein unfassbarer Verlust. Unser mit Abstand bester IV seit Ramos und Varane und der einzige, der wirklich ausnahmslos Weltklasse ist. Lichtblick links ist Carreras, aber rechts schon wieder Carvajal UND Trent zu verlieren ist brutal, auch wenn Fede es gut macht. Carvajal fehlt mir vor allem auf dem Platz als Kapitän.

Ich bin wirklich enttäuscht darüber, dass wir nach dem Liga-Clasico so viel haben federn lassen. Auch mit diesem Kader wäre der Ligatitel wirklich drin gewesen. Ich will die Hoffnung da nicht aufgeben, aber es bräuchte ne wochenlange Schwächephase von Barca. Mit etwas Glück müssen sie in die CL-Playoffs und kriegen Probleme mit ihrem dünnen Kader, insofern, dass sie in der Liga 2-3 mal federn lassen in den nächsten Wochen. Ansonsten haben wir diesen Titel wohlmöglich bereits verspielt.

Mit der CL haben wir denke ich wenig zu tun dieses Jahr. Weiter als VF sehe ich uns irgendwie nicht, vielleicht mit Glück. Daher könnte es so ein Copa Jahr werden, wo man was mitnimmt zum feiern und dann motiviert ist für kommendes Jahr. Sofern man die Kaderbaustellen vernünftig angeht und Alonso vertraut.
Ich sehe das im Grundsatz sehr ähnlich wie du. Ich glaube auch nicht, dass Alonsos Job jetzt sofort in Gefahr ist. Gleichzeitig bin ich ehrlich gesagt ziemlich überzeugt, dass er früher oder später trotzdem gehen wird, leider. Und nicht, weil er der falsche Trainer wäre.

Mit diesem Mittelfeld, dieser Verteidigung und vor allem mit diesen Charakteren kann er den Fussball, für den er steht, nicht umsetzen. Das ist für mich der Punkt. Alonso steht für einen ganz anderen Fussball, und so wie es aktuell aussieht, sind viele Spieler dazu entweder nicht fähig oder nicht bereit, sich diesem klar unterzuordnen.

Mir geht es dabei übrigens gar nicht primär um Alonso als Person. Von mir aus könnte dort auch irgendein anderer Kasper stehen, der wirklich etwas von attraktivem Fussball versteht. Mir geht es darum, dass ich einfach einmal sehen möchte, dass man in Madrid konsequent schönen, dominanten, spanischen Fussball spielt. Nicht nur pragmatisch, nicht nur auf individuelle Weltklasse hoffen, sondern ein klares System, das man auf dem Platz erkennt. So, dass auch ein Aussenstehender sagen kann: "Wow! In Madrid spielt man wirklich geilen Fussball."

Mit Alonso hatte ich zum ersten Mal seit Langem zumindest einen kleinen Funken Hoffnung. Ich war nie blauäugig und habe nicht ernsthaft geglaubt, dass das sofort Realität wird, aber die Idee war da. Dass man sich spielerisch endlich weiterentwickeln könnte. Dass man wegkommt von diesem ewigen „es wird sich schon irgendwie lösen“.

Was ich aber immer stärker spüre, ist, dass dieser Verein - so wie er seit langem aufgestellt ist - nie wirklich hinter einem Trainer stehen wird. Die Spieler haben zu viele Freiheiten. Und solange das so ist, wird man kein funktionierendes, organisches System aufbauen können. Egal wie gut der Trainer ist.

Deshalb glaube ich auch, dass viele Fans Alonso falsch einschätzen. Viele der heutigen Fans sind in der CR7-Ära dazugekommen. Das waren überragende Mannschaften, keine Frage, aber der Fussball war die meiste Zeit pragmatisch. Es gab Phasen, in denen wir richtig geil gespielt haben, ja, aber über Jahre hinweg war es vor allem Effizienz, pragmatisch und individuelle Qualität. Wer damit sozialisiert wurde oder keine Ahnung damit aufgewachsen ist, hat oft ein ganz anderes Verständnis davon, was wirklich guter Fussball ist und versteht deshalb mMn auch nicht, was Alonso eigentlich vor hat oder wozu er fähig wäre, wenn man ihn wirklich machen lassen würde.

Am Ende bleibt für mich genau das, was Guardiola vor Kurzem sinngemäss gesagt hat: Wenn du dem Trainer die Macht gibst, hat er sie. Wenn du sie den Spielern gibst, haben sie sie. Es ist eine bewusste Entscheidung des Vereins. Und bei uns wissen wir alle, wie diese Entscheidung traditionell ausfällt.

Sei es drum. Für mich ist inzwischen ziemlich klar geworden was Sache ist.
 
Ich habe mal eine Nacht drüber geschlafen und ich muss sagen, XABI out!

Unabhängig davon, dass unser Kader scheiße zusammengestellt ist und wir viele gleiche Spielertypen haben, muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen, dass unsere "Profi-Fußballer" die einfachen Basics nicht beherrschen.

- Fehlpässe en masse
- Abwehrspieler bolzen die Bälle wie ne Altherren Mannschaft aus dem Stadion oder nach vorn
- keine Ballstafette von min. 4 Kontakten, direkt Ballverlust
- Abschlüsse auch sehr schwach
- Raumaufteilung schwach
- Absprachen untereinander schwach


Das sind einige Merkmale die mir aufgefallen sind und sich eigentlich wie ein roter Faden durch unsere Saison ziehen. Es gibt weitere negative Merkmale und man merkt wirklich, dass Xabi nicht einen positiven Effekt mitgebracht hat. Daher ist er meiner Meinung nach am Projekt Real Madrid gescheitert.
Zidane sollte zurück kommen und mit seiner Aura und seinem langweiligen, aber erfolgreichem, rumgegurke retten was zu retten ist.

Darüber hinaus sollte man sich ernsthafte Gedanken machen, welche Spieler man behält und welche man rasiert.

Von allen "ach so geilen Transfers" liefert nur Carreras.

Huijsen könnte man wirklich versuchen umzuschulen als 6er.
Es ist wahrscheinlich einfacher ihn für diese Position auszubilden und einen neuen IV kaufen, statt einen Spielgestalter zu finden, der auch kommen wird.
ich geb dir 100% recht bei den punkten, aber ich bezweifle dass es ohne Xabi besser wird. Ich glaube mit diesen Spielern wird das auch mit klopp, conte und co schwierig.
 
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