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Die Geburt des Vereins – der Madrid Foot Ball Club

Das erste Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts führt uns zurück in die Steinzeit des spanischen Fußballs und seinen Vereinen. 1900 schuf Julián Palacios in Madrid das Grundgerüst eines Vereins, den man später nur noch als Real Madrid kennen sollte. Im Jahre 1902 wurde von Anhängern offiziell der Madrid Foot Ball Club gegründet.

Der am 6. März 1902 durch Juan Padrós Rubio geschaffene Vorstand setzte sich aus dem Präsidenten Enrique Varela, dem Vizepräsidenten Manuel Mendía sowie den Sekretären José de Gorostizaga, Tesorero und Antonio S. Neyra, Mario Giralt, Carlos Mertens, Álvaro Spottorno und Arturo Meléndez zusammen. Juan Padrós vollendete damit offiziell, was zwei Jahre zuvor durch Julián Palacios seinen Anfang nahm. Die Vereinsleitung beschloss außerdem das Aussehen der Mannschaftsbekleidung, die in Anlehnung an die berühmten Londoner Corinthians aus weißen Leibchen und Hosen, blauen Strümpfen und Kappen sowie violettem Querstreifen mit dem farbig aufgestickten Wappen von Madrid bestand.

Drei Tage später sah Madrid das erste Spiel zwischen zwei Mannschaften des Klubs. Ziel dieser Begegnung war, die besten Spieler für die erste Mannschaft zu finden und auch, um die ersten Zuschauer anzulocken. Die Spieler dieser ersten beiden Mannschaften waren bei den „Blauen“: Meléndez, J. Padrós, Spottorno, Gorostizaga, Mendía, Páramo, Neyra, A. Giralt, F. Palacios, Martens und Rodero, bei den „Roten“: J. Giralt, Meléndez, Molera, Salvador, Valcárcel, Spottorno, Stampher, J. Palacios, Varela, Celada und Bueno.

Die „Blauen“ gewannen mit 1:0, doch das Ergebnis war zweitrangig. Die Begegnung wurde am Sportplatz auf der Avenida de la Plaza de Toros ausgetragen.

Das Vereinslokal war im Hinterzimmer des „Al Capricho“, und dieses wiederum war das Eigentum der Gebrüder Padrós; von der Taverne „La Taurina“ ging man damals gemeinsam zum Sportplatz.

Am 22. März veröffentlichte der „Heraldo del Sport“ die Regeln zum richtigen Spielablauf des Fußballs, geschrieben von Mr. Arthur Johnson, einem Engländer, der der erste Trainer der Mannschaft werden sollte. Unter Johnson kam ein wenig Ordnung in die bis dahin raue und ungehobelte Welt des Fußballs.

Copa del Rey Alfonso XIII

Am 13. Mai 1902 fand das erste große nationale Derby zwischen Barcelona und Madrid statt. Die aus vielen Ausländern bestehende katalanische Mannschaft gewann mit 3:1. Als Trostpflaster siegte Madrid gegen Espanyol Barcelona mit 3:2 und sicherte sich die „Copa de la Gran Peña“, die erste Trophäe in der Sammlung des Klubs.

15. April 1902: Satzungsänderungen

Beim Stadthalter wurde ein Antrag mit den Satzungen des neuen Vereines eingereicht. Einige Tage vorher hatte die Vereinsleitung dem Bürgermeister einen Besuch abgestattet, um an einem Wettbewerb anlässlich der Krönungsfeierlichkeiten von König Alfonso XIII teilzunehmen, deren Höhepunkt die erste Copa del Rey werden sollte.

Ein Jahr später, am 8. April 1903, verlor Madrid das Finale der zweiten Copa gegen Athletic Bilbao mit 2:3. Nach dem Spiel bat der Kapitän von Madrid, J. Giralt, seinem Gegenüber von Athletic, Sr. Astorquiza, um eine Revanche am darauffolgenden Tag.

Ablösung im Vorstand

Madrid fusionierte mit Moderno, Amicale (dort spielten besonders viele Franzosen) und mit Moncloa, brauchte aber ganze zwei Jahre, um endlich die Trophäe zu erobern. Am 18. April 1905 schließlich gewann die Mannschaft seinen ersten spanischen Cup durch einen 1:0 Sieg gegen Athletic Bilbao. Torschütze war Prats nach Pass von Pedro Parages.

Am 23. Oktober desselben Jahres organisierte Carlos Padrós anlässlich des Spanienbesuches des französischen Präsidenten Loubet das erste internationale Spiel. Gegner war Gallia Sport de Paris, gespielt wurde im Hipódromo.

Am 10. April 1906 deklassierte Madrid Athletic Bilbao mit 4:1 und gewann dadurch die zweite Copa. Am Tag zuvor hatte man im Semifinale Recreativo Onubense, das vorwiegend aus englischen Spielern aus den Minen von Tharsis bestand, klar mit 3:0 besiegt.

Am 30. März 1907 setzte Madrid seinen Siegeszug fort und gewann die dritte Copa in Folge, diesmal durch einen 1:0 Sieg gegen Vizcaya dank eines wertvollen Tores von Prats.

Das Jahrzehnt wurde durch die vierte Copa in Folge beendet, diesmal durch ein 2:1 gegen Vigo am 13. April 1908. Im gleichen Jahr wurde Adolfo Meléndez zum neuen Präsidenten ernannt; Carlos Padrós wurde Ehrenpräsident auf Lebenszeit.

Die Geburtsstunde von „Real“ Madrid

Das zweite Jahrzehnt nach der Gründung von Real Madrid begann mit einer heftigen Krise, die den Anhängern und Spielern schwer zu schaffen machte. Nach mehr als einem halben erfolglosen Jahrzehnt kehrte die Mannschaft dann wieder auf die Siegerstraße zurück.

Nach Unstimmigkeiten mit dem Präsidenten Adolfo Meléndez kam es innerhalb des Vereins zu Unstimmigkeiten, die letztendlich aber geklärt werden konnten. Vergangen sind die ersten Eindrücke und Erlebnisse des neuen Sportes, man war nun bedacht, sich auf die sportlichen und gesellschaftlichen Stärken zu konzentrieren.

Madrid schickte sich an, auf dem Gelände von O’Donnell einen neuen Sportplatz zu errichten. Mit einer Länge von 115 Metern und einer Breite von 85 Metern war er der größte seiner Kategorie. Der Sportplatz wurde mit den eigenen Händen vieler Spieler und Funktionäre errichtet, unter ihnen Santiago Bernabéu, sein Bruder Marcelo, Pedro Parages, Chulilla und viele andere. Sie alle gruben das Gelände ab, hämmerten, schraubten, befestigten Sitze.

Das immer größer werdende Zuschauerinteresse machte es auch erforderlich, eine Barriere zwischen den Spielern und den Zuschauern zu schaffen. Nicht zuletzt Dank der Einnahmen aus Sammlungen unter den Mitgliedern sowie durch ein Darlehen, das Parages, Revuelto und Juan Padrós aufgenommen hatten, sowie durch beigesteuertes Material von Adrián Piera konnte man eine weiß gestrichene, robuste Abzäunung errichten, die nun Zuschauer vom Spielfeld trennen konnte. Diese Arbeiten markierten eine bahnbrechende Entwicklung für Veranstaltungen mit großem Publikumsandrang und waren eine der ersten großen finanziellen Ausgaben im Madrid dieser Zeit.

Sportliche Erfolge und Titel für Real

Nach mehreren Jahren mit mäßigen sportlichen Ergebnissen erreichte man das Finale der Copa. Das Spiel ging gegen Athletic de Bilbao mit 0:4 verloren.

Bereits zuvor gewann Madrid die Regionalmeisterschaft, ein Titel, den man seit 1913 nicht mehr gewonnen hatte.

Eine Umstrukturierung im Vorstand ermöglichte es Adolfo Meléndez zum Ehrenpräsidenten ernannt zu werden. Mittlerweile hatte sich in Madrid eine große Anzahl außergewöhnlicher Spieler geformt. Los Teus, Erice, Eulogio, Aranguren, Ricardo Álvarez, Antonio de Miguel, El Científico, Sansineca, die Gebrüder Petit, Castell, Bernabéu , Sotero Aranguren und viele mehr errungen die Meisterschaft durch zwei emotionelle Finalspiele gegen Arenas de Guecho, die am 15. Mai, dem Tag der Feier von San Isidro, dem Stadtpatron von Madrid, im Jahre 1917,ausgetragen wurden.

Der 29. Juni 1920 war ein historischer Tag für die Vereinsgeschichte. Im Klub traf ein Schreiben des Königs ein, in welchem die Genehmigung erteilt wurde, den Titel „Real“ im Vereinsnamen zu führen. Das war die Geburtsstunde von „Real Madrid“. Alfonso XIII wurde daraufhin zum Ehrenpräsidenten ernannt.

Das Jahrzehnt endete mit den ersten Auslandsspielen. Den Beginn machte eine Reise nach Portugal. Dann ging es weiter nach Italien, wo fünf Spiele ausgetragen wurden. Damit wurden die ersten internationalen Kontakte geknüpft.

Das erste Mal Tabellenführer

Dieses dritte Jahrzehnt war geprägt durch internationale Einsätze der Mannschaft. Dank der vorherigen Reisen durch Europa hatte man sich einen guten Ruf geschaffen, und so tourte man nun auch durch Amerika.

In nur einem Jahr wurde zweimal das Stadion gewechselt, und im letzten Jahr der Zwanziger traf der legendäre Ricardo Zamora in Madrid ein. Durch die immer größer werdende Zahl der Anhänger sah sich die Vereinsleitung unter Mithilfe des Kapitäns Santiago Bernabéu gezwungen, einen Sportplatz zu finden, der Platz für mehr Fans bot.

Und so wurde am 29. April 1923 der neue Sportplatz in der Ciudad Lineal, der Platz für 8.000 Menschen bot mit einem 2:0 Sieg gegen Irún eröffnet. Zweifacher Torschütze war übrigens José María Úbeda. Im gleichen Jahr errichtete Atletico das Stadion Metropolitano, wodurch sich Madrid eindeutig als Fußballhauptstadt Spaniens manifestierte. Aber bereits knapp ein Jahr danach, am 17. Mai 1924, wurde das Stadion Chamartin eröffnet. Es bot nun Platz für 15.000 Zuschauer und wurde von José María Castell errichtet, der sowohl Spieler Reals als auch ein begabter Architekt war. Gegner des Eröffnungsspieles war der englische Pokalsieger Newcastle, den man in einem mitreißenden Spiel mit 3:2 besiegen konnte.

Im August 1925 reiste man durch England, Dänemark und Frankreich. Trotz einiger Niederlagen war dies eine sehr lehrreiche Tournee. Die gewonnenen Eindrücke und Ideen wurden sofort nach der Rückkehr, in einem Spiel gegen Barcelona angewandt. Auch das Aussehen der Spielkleidung änderte sich von einem Tag auf den anderen nach englischem Vorbild. Die Hosen waren ab nun schwarz, und die Hemden wurden aus Seide gefertigt.

Der Bekanntheitsgrad von Real Madrid sprach sich schnell herum. Im Sommer 1927 brach man unter der Leitung von Santiago Bernabéu zu einer Tournee nach Amerika auf. Das Ergebnis: 16 Spiele, davon 9 gewonnen, 4 verloren und drei Unentschieden, mit einem Torverhältnis von 44:22. Das Wichtigste waren aber nicht die Ergebnisse, sondern die Tatsache, dass man auf dem neuen Kontinent mit voller Bewunderung über Real Madrid sprach.

Im Jahr 1928 präsentierte man im Spiel gegen Union Sporting die neuesten Zugänge: Cabo Morera López und Gaspar Rubio, welche bald die Herzen der Fans erobern sollten.

Der 10. Februar 1929 markierte einen Meilenstein im spanischen Fußball – die erste spanische Meisterschaft war geboren. Bestehend aus zehn Klubs (die sechs spanischen Meister, unter ihnen Real Madrid, die drei Vizemeister, sowie einem aus zehn weiteren Klubs ermittelten Sieger, Racing Santander), gewann Real sein erstes Spiel gegen Europa de Barcelona mit 5:0 und war damit der erste Tabellenführer der jungen Liga.

Im September des letzten Jahres dieses Jahrzehnts traf Ricardo Zamora in Madrid ein. Erworben für die damals astronomische Summe von 150.000 Peseten, sollte er zu einer Legende werden, deren Name bis heute unvergessen ist.

Zwei Meisterschaften und ein Bürgerkrieg

Alles deutete auf die Vorherrschaft Reals im spanischen Fußball hin.

Den Beginn machte der Gewinn der spanischen Meisterschaften 1931/32 und 1932/33, sowie die Cupsiege 1934 und 1936. Doch diese Erfolge wurden durch den spanischen Bürgerkrieg jäh gebremst…

Das Jahrzehnt begann nicht sehr verheißungsvoll. Der reibungslose Ablauf der Meisterschaft wurde durch einen Streik der Schiedsrichter gefährdet, die Meisterschaft konnte aber dann doch ausgetragen werden. Die ganze Saison hindurch, gab es ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Real Madrid und Athletic Bilbao, das erst in der letzten Runde entschieden wurde. Die Basken wurden in Santander geschlagen, während Real ein Unentschieden gegen Barcelona erreichte. Durch dieses Unentschieden wurde Real (übrigens bei nur 15 Gegentreffern) ungeschlagen Meister.

Zwei Meisterschaften in Folge

Mit herrlichem Fußball ließ Real bei seinen Gegnern kaum den Zweifel aufkommen, wer wieder Meister werden wollte, wenngleich man auch nur mit zwei Punkten Vorsprung vor Athletic Bilbao die zweite Meisterschaft in Folge gewann. Olivares wurde mit 16 Toren Torschützenkönig dieser Meisterschaft.

Beinahe wäre das Kunststück gelungen, dreimal in Folge Meister zu werden. Doch ein Punkt fehlte am Schluss, und die nächsten Meister hießen Athletic (1933/34 und 1935/36) sowie Betis (1934/35).

Am 6. Mai 1934 gewann Real nach 17 Jahren endlich auch wieder die Copa durch einen 2:1 Sieg gegen Valencia, durch Tore von Hilario und Lazcano.

Wir schreiben den 21. Juni 1936…

Das politische Klima in Spanien war schon längere Zeit instabil, die Menschen suchten Zuflucht in der heilen Welt des Sports.

Real Madrid und Barcelona standen sich im Finale der Copa in Valencia gegenüber. Das Spiel begann verheißungsvoll – Real führte zur Pause mit 2:0. Dann verkürzt Barcelona auf 1:2. Doch herrliche Paraden von Zamora verhinderten den sicheren Ausgleich und ermöglichten Real dadurch den Titelgewinn. Das war der Beginn der Legende von Zamora. Die Spieler dieses historischen Sieges waren Zamora; Ciriaco, Quincoces, P. Regueiro, Bonet; Souto; Eugenio, L. Regueiro, Sañudo, Lecue und Emilín.

Kurz danach begann der spanische Bürgerkrieg und mit ihm drei finstere Jahre für alle Beteiligten. Als dieser am 19. April 1939 endlich vorbei war, berief Pedro Parages eine Hauptversammlung ein, um den Verein wiederherzustellen. Durch den Krieg wurde das Stadion zerstört (es wurde als Gefangenenlager missbraucht), und viele Spieler und Mitglieder des Vereines waren verschwunden. Es war ein Beginn bei Null, der Pagares bevorstand.

Der Beginn der Ära des Santiago Bernabéu Yeste

Sportlich gesehen war dies die erfolgloseste Epoche in der Geschichte Real Madrids. Man war im Verein zerstritten, doch unter Santiago Bernabéu begann sich zu entwickeln, was in weiterer Folge Real Madrid zum erfolgreichsten Verein des 20. Jahrhunderts werden lassen sollte.

Real Madrid musste sich nach dem Bürgerkrieg und die dadurch erlittenen Verluste mit einer größeren Anzahl neuer Spieler verstärken. Im ersten Jahr dieses Jahrzehnts kamen Spieler wie Barinaga oder Olivares, die noch Geschichte schreiben sollten. Im Gegenteil dazu bestritt am 5. April 1941 Jacinto Quincoces, bekannt als bester Verteidiger der Welt, sein letztes Spiel für Real Madrid. Sportlich gesehen fand man Real Madrid nur in der Tabellenmitte positioniert. Man war nicht mehr als das fünfte Rad am Wagen.

Einzige Ausnahme war die Copa, die man in diesen Jahren zweimal gewinnen konnte.

Wenngleich es nicht viele sportliche Erfolge in dieser Zeit gab, so ist doch einer besonders hervorzuheben: am 13. Juni 1943, nach einem 0:3 in Las Corts, in der Copa gegen Barcelona, wurde derselbe Gegner, im Rückspiel, mit einem unglaublichen Ergebnis von 11:1 heimgeschickt. Ein Tag, den man nie vergessen wird!

Der Anfang eines besonderen Zeitalters

Der 15. September 1943 markiert einen bedeutungsvollen Tag für die Geschichte von Real Madrid. Santiago Bernabéu wird einstimmig zum Präsidenten gewählt. Unter seiner Leitung wird Real Madrid weltberühmt. Bereits kurz nach seiner Wahl begann er sein erstes großes Projekt – der Kauf von Bauland, um ein neues Stadion zu errichten. 12 Monate später erfolgte die Segnung der Gründe von Chamartin und der Beginn der Bauarbeiten. Quasi symbolisch legte Santiago Bernabéu selbst den Grundstein zum größten Stadion Spaniens.

Auf der anderen Seite legte Encinas im Sommer sein Amt nieder und der bis dahin amtierende Nationaltrainer, Jacinto Quincoces, übernahm das Amt von Encinas.

Am 13. Juni 1946, zehn Jahre nach dem großen Finale von Valencia, holte sich Real Madrid gegen den klaren Favoriten Valencia mit einem 3:1 Sieg die Copa.

Im selben Jahr unterschrieb Luis Molowny seinen Vertrag bei Real; und der unvergessene Mangas schrieb Geschichte. Zu Weihnachten dieses Jahres vollbrachte Real eine unvergessene Tat gegen San Lorenzo de Almagro, das gerade durch Europa reiste. Die Argentinier, mit Lorbeeren behaftet und mit sichtbarer Zuversicht angereist, wurden mit 4 Toren wieder heimgeschickt.

Zum Auftakt der folgenden Meisterschaftssaison trafen mit Narro, Muñoz, Pahiño, Gabriel Alonso und Macala wichtige Verstärkungen in Madrid ein.

Man gewann die erste Tournee dieser Saison, die Trophäe „Eva Duarte Perón“, die von der Frau des argentinischen Präsidenten gestiftet wurde.

Eröffnung des neuen Stadions Chamartín

Der 14. Dezember 1947 ist mit Goldlettern in der Geschichte des Vereines geschrieben. An diesem Tage wurde das Stadion Chamartín feierlich eröffnet.

Von der internationalen Presse wurde es als das größte und beste Stadion Europas gefeiert. Barinaga war es vorbehalten, das erste Tor in dieser Arena beim 3:1 Sieg gegen Os Belenenses zu erzielen.

Zu Beginn des Jahres 1948 kümmerte sich der Engländer Keeping, ehemaliger Spieler von Southampton und Fulham, um Real Madrid. Mit seinen innovativen Taktiken revolutionierte er das Spiel. Im Mai beschloss die Generalversammlung einstimmig, Santiago Bernabéu zum Ehrenpräsidenten zu ernennen.

Das Jahrzehnt endete mit dem Erscheinen des „Boletín Informativo del Real Madrid“ am 1. September 1950, der Stimme des Vereines für seine Anhänger.

Real Madrid dominiert ganz Europa

Wenn man die Vierziger Jahre, als das mit Abstand schwächste Jahrzehnt in der Geschichte Real Madrids bezeichnen muss, so war jenes der Fünfziger zweifellos das Glanzvollste.

Unter der Führung von Alfredo di Stefano katapultierte sich Real in die fußballerische Weltelite. Mit spektakulären Spielen und fünf Europapokalsiegen begeisterte die Mannschaft die Sportwelt.

Am 6. März 1952 feierte man in Madrid das 50-jährige Bestehen des Vereins mit vielen Veranstaltungen. Eine davon war ein internationales Turnier, in dem die bekannteste Mannschaft des amerikanischen Kontinents, Millonarios, Turniersieger wurde. In deren Reihen fiel besonders ein Spieler auf – Alfredo di Stéfano. Am 28. Juni desselben Jahres trat Madrid eine Reise nach Südamerika an, um dort zwei Spiele in Kolumbien zu absolvieren und in Venezuela an der „Pequeña Copa del Mundo“ teilzunehmen.

Die Verpflichtung von Alfredo Di Stéfano

Am 23. September 1953 gab Alfredo Di Stéfano, der größte Spieler in den Reihen von Real Madrid, sein Debüt in der ersten Mannschaft. Es gab zuvor zähe Verhandlungen, nicht zuletzt auch deshalb, da Barcelona ebenfalls ein Auge auf den Spieler geworfen hatte. Doch zu guter Letzt unterzeichnete er zur Freude aller Beteiligten für die Weißen.

Sieben Monate später war Real wieder spanischer Fußballmeister und Di Stéfano wurde mit 27 Toren Torschützenkönig.

Das Jahr 1955 begann mit einer ehrenvollen Auszeichnung – über einstimmigen Beschluss der Generalversammlung und des Vorstandes wurde das Stadion von Chamartin in „Estadio Santiago Bernabéu“ umbenannt.

Madrid dominiert in Europa

Am 18. September 1955 trat Real Madrid erstmals im Europapokal auf, um diesen neun Monate später als Sieger zu beenden. Die französische Mannschaft von Stade de Reims (mit Kopa, Fontaine, Piantoni und Vincent) war Gegner in einem harten und emotionellen Endspiel, das mit 4:3 gewonnen wurde.

Das zweite Finale am 30. Mai 1957 hatte das Estadio Santiago Bernabéu als Schauplatz und sah einen Sieg gegen Fiorentina. In Brüssel wurde gegen Milan mit einem 3:2 der dritte Finalsieg gefeiert. Gegner im vierten Finale war wieder Stade Reims, und diesmal gab es einen 2:0 Sieg durch Tore von Di Stefano und Mateos. Der Höhepunkt erfolgte am 18. Mai 1960 durch ein unglaubliches 7:3 gegen Eintracht Frankfurt im besten Finale, an das man sich erinnern kann.

Bereits zwei Jahre zuvor, am 11. August 1958, erzielte man nach schwierigen Verhandlungen eine Einigung mit Ferenc Puskas. Er sollte zu einer enormen Verstärkung werden. Im selben Jahr verabschiedete man sich von Miguel Muñoz als Spieler.

Interkontinentaler Meister

Am 4. September 1960 krönte sich Real Madrid zum König der Fußballwelt. Im ersten Finale des Interkontinentalpokals überhaupt schoss man Peñarol Montevideo mit 5:1 aus dem Stadion, nachdem man im Hinspiel in Montevideo ein torloses Remis erreicht hatte. Vor 120.000 Zuschauern im Estadio Santiago Bernabéu, ließ man sich die Gelegenheit nicht entgehen, einen weiteren Pokal in die Vitrinen aufzunehmen. Die Torschützen dieses historischen Sieges waren Puskas (2), Di Stéfano, Herrera und Gento sowie Spencer mit dem Ehrentor der Gäste.

Die Generation „El Madrid ye-yé“

Nach den Triumphen der fünfziger Jahre kam für Real Madrid nun die Phase der Umgestaltung und Veränderungen. Unbestritten war die Vorherrschaft in Spanien mit 8 von 10 Meistertiteln, international konnte man aber „nur“ 1966 einen Titel einbringen. Die Konkurrenz schlief nicht mehr….

Real war die unumstrittene Nummer 1 in Spanien, es folgten Titel auf Titel, doch Abgänge mehrerer guter Spieler erforderten eine Umgestaltung innerhalb der Mannschaft. Miguel Muñoz benötigte frische Kräfte, und die suchte und fand er in jungen spanischen Spielern.

Am 12. März 1961 schrieb Real im Estadio Santiago Bernabéu Geschichte. An diesem Tag hatte Real von 30 gespielten Partien 24 gewonnen und sich damit bereits fünf Runden vor Schluss vorzeitig den Titel gesichert. Puskas war Torschützenkönig mit 27 Toren.

International gab es große Enttäuschungen. Ein ganz bitterer Tag war der 2. Mai 1962, als das Finale gegen Benfica unglücklich verloren wurde.

Den Schmerz über diese Niederlage konnte auch das 2:1 im Finale der Copa gegen Sevilla nur wenig lindern.

Am 18. Mai 1963 wurde die „Ciudad Deportiva“ eröffnet, das damals außerhalb der Stadt gelegene Gelände beherbergte neben diversen Fußballfeldern für Profis und Jugend auch Schwimmbäder, Tennisplätze, eine gedeckte Kunsteisbahn sowie diverse Klubgebäude.

Die Entführung von Alfredo Di Stéfano

Im Hochsommer des Jahres 1963 erschütterte die Nachricht von der Entführung Alfred Di Stéfanos die Welt. Real Madrid war wieder einmal in Caracas an einem Turnier, als Di Stefano von der FALN, einer regierungsfeindlichen Organisation, entführt wurde. Erst nach drei Tagen wurde er vor der spanischen Botschaft wieder freigelassen.

Eine weitere Saison verging, und wieder war Real Madrid Meister geworden. Diesmal mit vier Punkten Vorsprung auf den härtesten Verfolger, Barcelona. Es war der bereits fünfte Titel in Folge.

Die „Ye-yés“, Europapokalsieger

Am 11. März 1966 konnte wieder der Sieg im Europapokal eingefahren werden, diesmal durch einen Sieg gegen Partizan Belgrad. Das damals sehr junge Team, mit dem Spitznamen el Madrid ye-yé, bestand ausschließlich aus Spielern spanischer Herkunft; in ganz Eurpoa sprach man in diesen Tagen nur von zwei Begriffen – den Beatles und Real Madrid.

Im gleichen Jahr beendete Alfredo di Stéfano, der Real 1964 verließ und noch zwei Jahre für Espanyol Barcelona tätig war, seine aktive Laufbahn.

In den folgenden Jahren bestätigte Real nochmals eindrucksvoll seine Vorherrschaft: man gewann die Meisterschaften 1966-67, 1967-68 sowie 1968-69 und als Draufgabe noch die Copa des Jahres 1970 durch ein 3:1 im Camp Nou gegen Valencia.

Trauer in Madrid: Der Tod des Santiago Bernabéu Yeste

Dieses Jahrzehnt ist geprägt vom Tod von Santiago Bernabéu am 2. Juni 1978, jenes Mannes, der Real Madrid in die Weltspitze geführt hatte Traurige Gesichter am 21. Mai 1971. Real verlor das zweite Spiel im Finale des Pokalbewerbes gegen Chelsea mit 1:2 Paco Gento bestritt nach 18 Jahren sein letztes Spiel im Dress Reals.

Ein weiterer Titel gegen den ewigen Rivalen und Meisterschaftsfavoriten Barcelona wurde errungen. Zum Abschluss der Saison deklassierte man im Finale der Copa Barcelona mit 4:0.

Nach 25 Jahren ununterbrochenen Einsatzes als Spieler und Trainer legte Miguel Muñoz das Traineramt nun in die Hände von Luis Molowny. Im Frühjahr 1977 veranstaltete man viele Feierlichkeiten anlässlich des 75. Bestehens von Real Madrid.

Am 29 April unterzeichnete ein gewisser Ulrich Stielike aus Deutschland seinen Vertrag, so wie einige Tage später auch der geniale Juanito. Zwei Weltklassespieler, zwei Idole für den Verein.

Bernabéus Tod

Ein trauriger Tag für den Fußball auf der ganzen Welt! Santiago Bernabéu ist tot. Ein Mann, der in den letzten 35 Jahren sein Leben Real Madrid gewidmet hatte. Am 2.Juni 1978 während der Weltmeisterschaft in Argentinien starb Santiago Bernabéu Yeste in Madrid. Die FIFA erklärte daraufhin die drei darauffolgenden Tage zu Trauertagen, etwas, was die FIFA davor und danach nicht mehr getan hat. Es war ein Zeichen von Respekt gegenüber einem der größten Fußballpersönlichkeiten.

Der Tod Bernabéus entfachte eine nie zuvor gesehen Lawine von Trauer- und Beileidsbekundungen. Politiker, Sportler, Schauspieler, Musiker, egal aus welchem Stand, alle waren zutiefst betrübt diese große Persönlichkeit verloren zu haben.

Auch die Leiter anderer Klubs, sogar des so verhassten FC Barcelona gaben Beileidsbekundungen aus. Egal ob Freund oder Feind, ein jeder war traurig, diese große Persönlichkeit verloren zu haben. Ihm zu Ehren wurde kurz nach seinem Tod das Stadion umbenannt. Sein Leichnam wurde nach seinen Geburtsort Almansa zurückgebracht.

Turnier Santiago Bernabéu – die Trofeo Bernabéu

Zu Ehren des verstorbenen Präsidenten Santiago Bernabéu wurde am 31. August 1979, ein Jahr nach Bernabéus Tod, ein Gedenkturnier ins Leben gerufen, das seitdem jährlich im August oder September ausgetragen wird. Die weltbesten und bekanntesten Mannschaften nehmen daran teil.

Der erste Turniersieger war Bayern München nach einem 2:0 Finalsieg gegen Ajax Amsterdam. Weitere Teilnehmer waren Real und Milan.

Das Jahrzehnt endete mit einem außergewöhnlichen Finale im Stadion Santiago Bernabéu. Real Madrid und Castilla bestritten das Finale der Copa del Rey.
Das Duell zwischen der ersten Mannschaft und seiner Filiale brachte einen klaren 6:1 Sieg der ersten Mannschaft. Das Ergebnis war zweitrangig – aber geboren wurde ein neuer Schlachtruf: ¡Castilla, Real Madrid!

„Quinta del Buitre“, UEFA Cup, Meisterserie

Die Achtziger sind als „Quinta del Buitre“, das Jahrzehnt des „Geiers“, in die Geschichte eingegangen. Stars um Michel Gonzalez, Manolo Sanchís und Rafael Martín Vazquez bildeten die neuen Helden. Anführer und Namensgeber dieser neuen Generation aber war Spaniens bester Fußballer, Emilio Butragueño, der wegen seiner Torgefährlichkeit nur kurz „El Buitre“, der Geier genannt wurde.

Zuvor hatte Real Madrid die einmalige Gelegenheit, seinen Namen erneut in die Liste Europas bester Mannschaften zu verewigen, vertan. Am 27. Mai 1981 unterlag man in Finale dem englischen Vertreter FC Liverpool.

Anlässlich der 1982 in Spanien stattfindenden Weltmeisterschaft wurde das Estadio Santiago Bernabéu umgebaut. Als Weltneuheit kamen dabei die elektronischen Videoanzeigetafeln zum Einsatz.

Die Geburtsstunde des „Geiers“ – „El Buitre“

Der 4. Dezember 1983 gilt als Geburtsstunde des „Geiers“. Alfredo di Stéfano war glücklicherweise wieder zum Verein zurückgekehrt und begann, nun auch Spieler von der Castilla mit einzubeziehen. Gegen Murcia gaben junge Spieler wie Martín Vázquez und Sanchís ihr Debüt, letzterer erzielte sogar den Siegestreffer. Zwei Monate danach bestritt ein weiterer junger Spieler gegen Cadiz sein erstes Spiel: Emilio Butragueño. Geholt als Torschützenkönig der zweiten Liga bestätigte er mit zwei Toren in diesem Spiel seine Vorschusslorbeeren eindrucksvoll. Ein neuer Mythos war geboren. 1984 folgte auch Michel in die erste Mannschaft.

Die großen Erfolge – der UEFA-Cup

Am 22. Mai 1985 errang Real Madrid seinen ersten UEFA-Pokalsieg. Die „Alten“ (Gallego, Juanito, Valdano und Santillana) harmonierten perfekt mit den Ideen der jungen Geier und siegten hochverdient. Es war gleichzeitig ein würdiges Abschiedsgeschenk für den ausscheidenden Präsidenten Luis de Carlos, der zwei Tage danach sein Amt in die Hände von Ramón Mendoza übergab.

Fünf Meistertitel in Folge

Es gab von Beginn an keinen Zweifel, wer die Meisterschaft der Saison 1985/86 gewinnen würde. Zu überlegen war Real Madrid. Ungeschlagen bis zur 11. Runde, konnte man bereits fünf Runden vor Schluss den Titel feiern. Dieses Jahr war überhaupt ein großes Jahr – man konnte auch den Sieg im UEFA-Pokal des Vorjahres wiederholen. Es war der Beginn von fünf nationalen Meistertiteln in Folge; in der Saison 1989/90 stellte man einen Rekord mit 107 erzielten Toren auf. Leider konnte man das sicher geglaubte Europapokalfinale nicht erreichen.
Nach Siegen gegen Mannschaften wie Napoli, Porto und Bayern schied Real Madrid am 20. April 1988 im Semifinale gegen den PSV Eindhoven, aufgrund der Auswärtstorregel, aus.

Der siebte und achte Europapokal

Zwei Begriffe prägten diese Epoche – „la Séptima“ und „la Octava“. Eine Zeit, in der Real Madrid in Europa triumphierte. Außerdem auch noch die Zeit des Interkontinentalpokales. Doch leider auch die Zeit der zwei vergebenen Meisterschaften in Teneriffa.

Mit zwei Keulenschlägen begann dieses Jahrzehnt, beide Male war Teneriffa der Stolperstein zum Meistertitel. Beide Male verlor man in der letzten Runde auf der Kanareninsel und damit auch die sicher geglaubte Meisterschaft.

Trauer herrschte in der Gemeinschaft, als am 2. April 1992 Juan Gómez „Juanito“ bei einem Autounfall ums Leben kam. Er war gerade, nachdem er im Santiago Bernabéu ein Spiel Reals gesehen hatte, auf dem Weg zurück nach Mérida.

Im Jahr 1993 konnten zwei weitere Titel errungen werden. Im Juni siegte man in der Copa de España im Finale gegen Saragossa mit 2:0, und zu Jahresende feierte man nach dem 1:1 gegen Barcelona im Nou Camp den Gewinn des Supercups. Das Hinspiel wurde in Madrid mit 3:1 gewonnen.

Valdano und Capello, zwei außergewöhnliche Trainer

Im Sommer 1994 trainierte Jorge Valdano die Mannschaft. Sein Ziel war es, den auf Teneriffa verlorenen Titel wieder zu erringen. Gemeinsam mit ihm kamen Spieler wie Fernando Redondo, Laudrup, Amavisca, Quique Flores und Cañizares.

Die ersten Früchte seiner Arbeit waren bald erkennbar, und im – von den Medien hervorgerufenen Spiel des Jahrhunderts – wurde fünf Monate nach seiner Amtsübernahme Barcelona 5:0 vernichtend geschlagen. Ein Barcelona, das kein Geringerer als Johan Cruyff trainierte. Dreifacher Torschütze war Iván Zamorano.

Im darauffolgenden Monat wurde Ramón Mendoza zum Präsidenten gewählt. Er siegte mit nur 698 Stimmen Vorsprung auf Florentino Pérez. Zum Abschluss dieser Saison gewann Real Madrid wieder den Titel.

Nach dem Rücktritt von Ramón Mendoza wurde am 20. November 1995 Lorenzo Sanz neuer Präsident; Fabio Capello wurde einige Monate später als Trainer engagiert, mit Seedorf, Suker, Mijatovic und Roberto Carlos trafen hochkarätige Spieler ein.

1997 verabschiedete sich mit dem Ehrenpräsidenten Raimundo Saporta eine der schillerndsten Persönlichkeiten der vergangenen 40 Jahren von dieser Welt und aus dem Leben Real Madrids.

Im August dieses Jahres wurde nach einem 4:1 im Rückspiel, der Gewinn des Supercups gegen Barcelona gefeiert.

1998 begann mit freudigen Nachrichten – die FIFA wählte Real Madrid zum besten Klub der Geschichte, mit Alfredo Di Stéfano und Ferenc Puskas standen zwei Madrilenen in den Reihen der besten 10 Spieler aller Zeiten, Di Stéfano war sogar an der ersten Stelle.

Amsterdam, die Siebte; Paris, die Achte

Ein Tag für die Geschichtsbücher – am 20. Mai 1988 errang Real Madrid seinen 7. Europapokal der Meister. Juventus wurde in Amsterdam durch das Goldtor von Mijatovic mit 1:0 besiegt.

Am 1. Dezember kam noch der Interkontinentalcup dazu. Es gab in Tokio ein 2:1 gegen Vasco de Gama, die Tore erzielten Roberto Carlos und Raul.

Zwei Jahre danach folgte Europapokal Nummer acht: Valencia hatte im Finale in Paris keine Chance und wurde mit 3:0 heimgeschickt. Es war das erste Mal, dass zwei Mannschaften eines Landes im Finale standen.

Am 16. Juli 2000 wurde mit Florentino Pérez ein neuer Präsident gewählt. Im November verlieh man an Alfredo Di Stéfano die Ehrenpräsidentschaft.

Mit einer unglaublichen Ehrung endete dieses Jahrzehnt – Florentino Pérez und Alfredo Di Stéfano erhielten von FIFA-Präsidenten Joseph Blatter die Auszeichnung, der beste Verein des 20. Jahrhunderts zu sein.

Von „Galaktischen“ und Ramón Calderón

Die Gegenwart bringt Real Madrid-Spieler wie Figo, Beckham, Zidane und Ronaldo und mit ihnen den Europapokalsieg Nummer 9. Weiter kommt es zu großen Änderungen in der Infrastruktur – und nicht zu vergessen ist die Errichtung und Einweihung der Ciudad de Valdebebas, das Sportzentrum schlechthin.

26. Mai 2001

Mit einem 5:0 im eigenen Stadion gegen Alaves krönte sich Real Madrid zum 22. Male zum spanischen Meister. Über 500.000 begeisterte Fans feierten in den Staßen Madrids diesen Titel.

Am 9. Juli streifte sich Zinedine Zidane erstmals das weiße Dress über. Ein stolzer Ehrenpräsident Alfredo Di Stéfano begrüßte den Franzosen in den Reihen der weltbesten Spieler. Ein weiterer Titel für die Sammlung wurde durch ein 4:1 nach Hin- und Rückspiel in der Supercopa de España gegen Saragossa eingefahren.

Zu guter Letzt wurde Luis Figo zum FIFA World Player 2001 gekürt, Raúl González belegte den dritten Platz hinter David Beckham.

6. März 2002

100 Jahre Real Madrid, Feiern überall! Leider verpasste die Mannschaft als Höhepunkt der Feiern den Gewinn der Copa del Rey. Im eigenen Stadion unterlag man Deportivo La Coruña mit 1:2.

Neunter Europapokal-Sieg – Zidane mit Traumtor

Neuerlich errang die Mannschaft den Europapokalsieg. Diesmal siegte man gegen Bayer Leverkusen mit 2:1 durch Tore von Raúl und Zidane. Gespielt wurde bereits zum zweiten Male im Hampden Park zu Glasgow.

Im August gewann Real Madrid den einzigen, noch fehlenden, großen Titel. In Monaco kam es im Rahmen des Europäischen Supercups zum Aufeinandertreffen mit Feyenoord Rotterdam. In einem Lehrspiel siegten die Weißen mit 3:1 durch Tore von Roberto Carlos (2) und Guti bei einem Gegentreffer von Van Hooijdonk. Nach den verlorenen Finalspielen von 1998 und 2000 gegen Chelsea und Galatasaray wanderte der Pokal nun endlich nach Madrid.

Am darauffolgenden Tag, dem 31. August 2002, traf Ronaldo bei Real ein. Neben Luis Figo 2000 und Zidane 2001 sollte damit ein weiterer Weltstar in den Reihen Reals spielen.

Weltpokalsieger

Im japanischen Yokohama gewann Real nach den Siegen gegen Penarol (1960) und gegen Vasco da Gama (1998) bereits zum dritten Mal den Weltpokal. Die paraguayische Mannschaft von Olimpia Asunción muss die Überlegenheit der Spanier eingestehen und das klare 2:0 anerkennen. Ein weiteres Juwel wird erworben: David Beckham. Der Kapitän der englischen Nationalmannschaft stößt im Juli des Jahres 2003 zu den Madrilenen. Bereits einige Tage später konnte Beckham den Gewinn der 7. Supercopa de España mitfeiern.

Ciudad Real Madrid

Am 12. Mai 2004 erfolgte die Grundsteinlegung für die zukünftige Ciudad del Real Madrid. In einem Festakt im Park von Valdebebas wurde der Öffentlichkeit unter Beisein der wichtigsten Personen aus Sport, Politik und Wirtschaft die erste Phase des Projektes, die „zona deportiva“, präsentiert.

Zwei Wochen danach stellte man José Antonio Camacho als neuen Trainer der nächsten beiden Spielzeiten vor.

Am 11. Juli 2004 wurde Florentino Pérez als Präsident wiedergewählt. 31.007 Mitglieder (das sind 47,56% aller Wahlberechtigten) gaben ihre Stimmen ab.

Am vorletzten Tag des Jahres stellte man mit Vanderlei Luxemburgo den neuen Trainer vor. Seine vier Schlagworte waren Disziplin, Gemeinschaft, Kampf und Professionalität.

Der 26. Juni 2006 gilt als einer der unvergesslichen Tage in der Geschichte von Real Madrid. Die Basketballer von Real Madrid werden Meister in der Liga ACB durch den Sieg im fünften Spiel der Finalserie gegen TAU mit 70:69. Eine Minute vor Spielschluss lagen die Mannen um Maljkovic noch 8 Punkte zurück….

Und vor 57.326 Zuschauern im Santiago Bernabeu kämpfte sich Real Madrid Castilla mit einem Sieg gegen Conquense nach dem Abstieg von 1997 aus der Segunda División B wieder zurück in die Segunda División.

Mit Sergio Ramos wird im August die Verpflichtung eines der talentiertesten jungen Spieler perfekt. Der aus Sevilla stammende Ramos unterzeichnete einen Vertrag für acht Saisons.

Überraschung bringt der Rücktritt von Präsident Florentino Pérez zu Beginn des Jahres 2006 nach fünfeinhalb Jahren Amtszeit. Unter seiner Präsidentschaft erreichte der Verein zwei Meistertitel, einen Europapokalsieg, einen Interkontinentalsieg, zwei Supercopas de España und einen Superpokalsieg in Europa.

Im Mai wurde das Estadio Alfredo Di Stéfano in der Ciudad Real Madrid mit einem Spiel zwischen Real Madrid und Stade de Reims eröffnet. Unter Vorsitz des Ehrenpräsidenten Di Stefano siegt Real mit 6:1.

Die Präsidentschaft von Ramón Calderón

Am 2. Juli 2006 wird Ramón Calderón zum neuen Präsidenten gewählt. Er siegte mit 8.344 Stimmen, während Juan Palacios Zweiter mit 8.098 Stimmen wurde. Die Wahl war wegen der Annullierung der 10.500 per Briefwahl abgegebenen Stimmen äußerst umstritten. Die Rolle des Sportdirektors übernahm der Montenegriner und ehemalige Spieler Predrag Mijatovic.

Wie versprochen, erfolgen bald danach wertvolle Neuverpflichtungen: Emerson, Diarra, Cannavaro, van Nistelroy und Reyes. Spieler, die für den Gewinn des Meistertitels wichtig waren. Van Nistelroy wurde außerdem mit 24 Toren Torschützenkönig.

Madrid trauert um Ferenc Puskas Biro, der am 17. November 2006 nach langer und schwerer Krankheit gestorben war. Puskas, geboren in Budapest am 2. April 1927, spielte zwischen 1958 und 1967 für Real Madrid. Er gewann dabei fünfmal die Meisterschaft und dreimal den Europapokal.

Einige Tage später erhielt Real Madrid von FIFA-Präsident Blatter das Goldene und brillantene Ehrenzeichen verliehen, welches Ehrenpräsident Di Stéfano stolz entgegen nahm.

Die Basketballer errangen im April 2007 den ersten Titel des Vereines in diesem Jahr, den ULEB-Pokal, im Finale gegen Lietuvos Rytas.

In den letzten Frühlingstagen brach Ramón Calderón nach Brüssel auf, um eine weitere Tür nach Europa zu öffnen und dem Europäischen Parlament die Gründung der „Asociación de Amigos del Real Madrid“, der Vereinigung der Freunde Real Madrids, bekannt zu geben. Der Sinn und Zweck dieser Vereinigung ist einfach erklärt – das Bekenntnis der gemeinsamen Leidenschaft zu Real Madrid

In diesen Tagen wurde auch eine Ausstellung über Real Madrid und seine Stellung in Europa und der ganzen Welt eröffnet. Wenig später erhielt Präsident Calderón von Präsident José Manuel Durao Barroso seitens der Europäischen Union das Ehrenzeichen in Gold und Brillanten überreicht.

17. Juni 2007: Meistertitel

Mit einem epischen Sieg im letzten Liga-Spiel gegen Mallorca (3:1), konnte man den Spanischen Meistertitel erringen und knüpfte an die Auszeichnung „Bester Klub des 20. Jahrhunderts“ an.

Und eine Woche später vollbrachten die Basketballer das Kunststück, zum 30. Male den Meistertitel zu erringen und sich Meister der Liga ACB zu nennen.

Zweite Meisterschaften in Folge

Die Saison 2007/08 begann man mit einem neuen Projekt unter der Leitung vom Deutschen Bernd Schuster. Ebenso wurden zahlreiche Spieler, wie Heinze, Robben, Sneijder, Drenthe, Saviola und Metzelder verpflichtet, um den Meistertitel aus dem Vorjahr zu bestätigen. Von Beginn an zeigte das Schuster-Team, wer den Titel unbedingt gewinnen will. Bereits am zweiten Spieltag konnte man Villarreal auswärts mit 0:5 deklassieren. Ein klarer Fingerzeig für die restliche Saison.

Real Madrid stellte in dieser Saison zahlreiche Rekorde ein. Man war die Mannschaft mit den meist erzielten Toren (84) und das defensiv stärkste Team mit nur 36 kassierten Treffern. Ebenso schaffte man es mit sagenhaften 85 Punkten, einen Punkterekord in der Liga aufzustellen. Ganz besonders frappierend war allerdings der Abstand den man auf den Erzrivalen aus Barcelona herstellen konnte: ganze 18 Punkte Differenz konnte man herausspielen.

Der achte Spanische Supercup-Gewinn

Nachdem man die Meisterschaft zweimal hintereinander gewann, konnte Madrid im Sommer 2008 den Spanischen Supercup gegen den FC Valencia holen. Wiederum zeigte der Titel vor allem die mentale Stärke des Teams auf. Das Hinspiel im Mestalla-Stadion gewannen die „Valencianos“ mit 3:2. Für Real traf Van Nistelrooy doppelt. Somit musste die Entscheidung im Santiago Bernabéu fallen. Es sollte wie so oft ein Spektakel werden. Madrid gewann das Spiel mit 4:2. Dabei schossen die „Blancos“ drei ihrer Tore mit nur neun Mann auf dem Feld!

Durchwachsene Saison mündet in Vizemeisterschaft und Präsidentschaftswahlen

So gut die Saison auch anfing, Madrid durchlebte eine durchwachsene Spielzeit mit mehr Schatten als Licht. Die erste Reaktion war die Beurlaubung von Bernd Schuster. Der Ex-Coach vom FC Sevilla Juande Ramos übernahm ab dem 9.12.2009 für die letzten 6 Monate das Ruder und es sollte eine erfolgreiche Zeit anbrechen. In den 27 Partien unter Ramos konnte Madrid 16 Siege einfahren. Dennoch schied man in der Champions League enttäuschend gegen den FC Liverpool aus und konnte auch in der Meisterschaft dem überragenden FC Barcelona keine Paroli bieten.

Pérez‘ Rückkehr läutet zweite Ära der „Galaktischen“ ein und „La Décima“

Am 16. Januar folgte dann der Wechsel auf dem Führungsstuhl. Nach Manipulations-Beschuldigungen und unter dem Druck der Öffentlichkeit bzw. seines eigenen Vorstandes, nahm Präsident Ramón Calderón seinen Hut und Vicente Boluda Fos übernahm kommissarisch die Geschicke des Vereins.

1. Juni 2009: Florentino Pérez kehrt zurück

Nach dem institutionellen Chaos und einer ohne Titel beendeten Saison, standen die Wahlen zur Präsidentschaft im Fokus des Geschehens. Dabei kandidierte Florentino Pérez, der bereits von 2000 bis 2006 dieses Amt ausübte. Bereits im Vorfeld kristallisierte sich Pérez als Top-Favorit heraus, sodass es kaum überraschend war, dass seine Gegner ihre Kandidatur zurückzogen. Ohne den „Prozess der Urne“ kehrte Pérez am 1. Juni 2009 als Präsident der Königlichen zurück. Mit dem Motto „Vuelve la Ilusión“ (dt.: „Die Hoffnung kehrt zurück“), schaffte es Pérez die Massen hinter sich zu bringen und ihnen neuen Hoffnung zu geben. Dabei versprach er den Aufbau eines spektakulären Teams, welches die Fans zum Träumen bringen soll. Kurz nach Amtsantritt stellte er sein offizielles Team vor, in dem auch alte Bekannte zu finden waren.

So wurde Jorge Valdano, der in der vorherigen Zeit jegliches Amt im Verein durchlief, zum Generaldirektor berufen. Auch Zinédine Zidane kehrte zurück! Der einstige „Galaktische“ wurde Berater des Präsidenten. Bereits kurze Zeit nach dem Amtsantritt konnte Pérez ein Teil seines Versprechens einlösen. Der erste Neuzugang war kein geringerer als Ricardo Kaká, Weltfußballer von 2007! Kurz darauf erfolgte der teuerste Transfer aller Zeiten, es kam Cristiano Ronaldo von Manchester United für sage und schreibe 94 Millionen Euro, woraufhin auch noch Karim Benzema für 35 Millionen Euro aus Lyon verpflichtet wurde. Trotz zahlreicher Verstärkungen, sogar für die Defensive (Ezequiel Garay, Rául Albiol, Álvaro Arbeloa, Xabi Alonso) und des neuen chilenischen Trainers Manuel Pellegrini blamierte man sich in der Copa del Rey gegen den Drittligisten aus Alcorcón und selbst die Rekordpunktzahl von 96 Punkten reichte nicht, um Barcelona den Titel streitig zu machen. Cristiano Rolando und Gonzalo Higuaín stellten mit 26 und 27 geschossenen Toren die beste Offensive der Liga und Platz zwei und drei der Torschützenliste dar. Am Ende des Jahres kündigte Real Madrid auch wieder Pellegrini, da man wiederholt im Achtelfinale gegen Lyon ausschied. Nachfolger bei den Merengues wurde dann der zweifache Champions-League-Sieger José Mourinho. Eine neue Ära brach an…

22. Mai 2010: José Mourinho wird neuer Trainer

Trainer José Mourinho verkündete unmittelbar nach dem gewonnenen Champions-League-Finale mit Inter Mailand (2:0 gegen Bayern München) vor laufenden TV-Kameras seinen Wechsel zu Real Madrid. „Herr Mourinho, war das heute ihr letztes Spiel mit Inter?“ Der portugiesische Trainer antwortete: „Ja.“„Wechseln sie zu Real Madrid?“ Mourinho wiederum: „Ja.“

Mit Mourinho wehte ein neuer und frischer Wind entlang des Bernabéu. Keine Abermillionen für Superstars, sondern wenig Geld für gute und entwicklungsfähige Talente – so lautete die neue Philosophie bei den Blancos. Sami Khedira, Mesut Özil und Ángel Di María waren nur einige Neuzugänge des Sommers 2011, die sich später als echte Verstärkungen erwiesen.

21. April 2011: Real holt die Copa del Rey gegen Barcelona

Die Meisterschaft war bereits nicht mehr zu holen und abgehakt, doch im Pokal noch alles drin. Das Finale, das als das wohl beste in die Historie einging, gewannen die Madrilenen durch den Treffer von Cristiano Ronaldo in der ersten Hälfte der Verlängerung mit 1:0. Real Madrid sicherte sich das erste Mal seit 18 Jahren den spanischen Königspokal.

6. März 2012: 110 Jahre

Real Madrid feiert sein 110-jähriges Bestehen.

2. Mai 2012: Gewinn der 32. Meisterschaft

Dank eines klaren 3:0-Erfolges bei Athletic Bilbao sichern sich die Merengues zwei Spieltage vor Saisonende die 32. Meisterschaft in der Klubgeschichte und konnten dabei die noch nie erreichte Marke von 100 Punkten knacken. Ebenso stellten sie mit 121 geschossenen Toren eine weitere historische Bestmarke auf. Das weiße Ballett baute seinen Rang als Rekordmeister aus.

Juni 2013: Auf José Mourinho folgt Carlo Ancelotti

Nachdem es José Mourinho gelang, die Merengues in der Königsklasse wieder salonfähig zu machen und dreimal in Folge ins Halbfinale einzog, dazu die Meisterschaft und den Königspokal gewann, sollte die Saison 2012/13 seine letzte in Madrid werden. Lediglich der Gewinn des spanischen Supercups sprang nach einem Jahr voller Höhen, Tiefen und nicht zuletzt internen Machtkämpfen heraus. Die Folge: Der Portugiese folgte dem Ruf nach England und heuerte beim FC Chelsea an. Nachfolger sollte der von Florentino Pérez so geschätzte Italiener Carlo Ancelotti werden. Trotz der Abgänge von Leistungsträgern wie Gonzalo Higuaín und Mesut Özil verpflichtete man unter anderem für 91 Millionen Euro Gareth Bale und demonstrierte die finanzielle Power.

16. April 2014: Erneuter Pokal-Sieg dank Turbo-Bale

Und wieder stand das Team im Pokalfinale, wieder bekam man es mit dem FC Barcelona zu tun und wieder hieß der Sieger am Ende Real Madrid! Dank eines Traum-Solos von Neuzugang Bale, der in der 85. Minute seinem Gegenspieler Marc Bartra unaufhaltsam auf dem linken Flügel davon sprintete, durfte sich Madrids Trainer über seinen ersten Streich freuen, doch der größte Erfolg sollte noch bevorstehen…

24. Mai 2014: Der Traum von „la Décima“ ist REALität!

Nach drei verlorenen Halbfinals in den Vorjahren pflügte Madrid in dieser Spielzeit durch die Königsklasse und rasierte dabei gleich drei deutsche Vertreter. So zog im Achtelfinale der FC Schalke 04 genauso den Kürzeren wie im Viertelfinale Borussia Dortmund und im Halbfinale der FC Bayern München, den man nach einem 1:0-Sieg im Hinspiel im Rückspiel sensationell mit 4:0 aus dem Wettbewerb beförderte. Eine Nacht für die Ewigkeit! Der Weg war nunmehr frei, aber ein unglaublich starkes Atlético Madrid bat zum spanischen Duell. Nachdem Iker Casillas in der 36. Minute per Lapsus die Führung herschenkte, ist der Ausdruck „Hochspannung“ noch zu gering, um auszudrücken, was der Madridismo rund um den Globus erlitt, je näher es dem Schlusspfiff entgegen ging. Erst Sergio Ramos rammte den Ball in der 93. Minute nach einer Ecke von Luka Modric in der buchstäblich letzten Aktion der Partie per Kopf in die Maschen und versetzte die Fans in Ekstase. Als Gareth Bale in der 110. Minute ebenso per Kopf nach super Einzelleistung von Ángel Di María zur 2:1-Führung einnetzte, gab es kein Halten mehr. Marcelo und Cristiano Ronaldo hießen die weiteren Torschützen und die Mega-Party konnte steigen. „La Décima“, die Obsession der Blancos, war gewonnen. Madrid befand sich im Ausnahmezustand.

Das erfolgreichste Kalenderjahr der glorreichen Geschichte

Vom „Beginn eines neuen Zyklus“ sprach Coach Carlo Ancelotti. Nach einem turbulenten Transfer-Sommer, in dem sich mit Ángel Di María und Xabi Alonso gleich zwei Leistungsträger gen Manchester United respektive Bayern München verabschiedeten, zweifelten daran jedoch nicht wenige, denn praktisch mit den Abgängen verlor das weiße Ballett das Supercopa-Finale gegen Atlético, in der Liga gleich zwei Partien am Stück gegen Real Sociedad und erneut Atlético, woraufhin aber unglaubliche 22 Pflichtspiele in Folge gewonnen wurden! Neuer Vereinsrekord, nachdem der bisherige bei 16 Siegen in Serie lag. Zweifel beseitigt – vor allem, da bis zum Jahresende bereits zwei weitere Titel gewonnen wurden. Auf den schon im August gegen den FC Sevilla gewonnenen UEFA Super Cup folgte Ende Dezember die Klub-Weltmeisterschaft. Nicht nur in Europa die Nummer eins, sondern auch in aller Welt. Real Madrid ist wieder dort angekommen, wo Real Madrid aufgrund seiner glanzvollen Historie hingehört: auf den Gipfel.

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