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„Zyklus beendet“: Kritik an Zidane wächst nach Pokal-Blamage

Zinédine Zidane wusste nie so recht, wie es ist, im Estadio Santiago Bernabéu auf Ablehnung zu stoßen. Spätestens jetzt, nach dem peinlichen Copa-del-Rey-Aus im Viertelfinale gegen CD Leganés, weiß er es. In Spanien rechnen aufgrund der bisherigen Katastrophen-Saison viele mit einem baldigen Ende seiner Ära.

Zinédine Zidane Real Madrid Vergrößern

„Ich bin sauer auf mich“, so Zidane nach dem Aus – Foto: Matthias Hangst/Bongarts/Getty Images

Coach erhält erstmals kräftigen Gegenwind

MADRID. Die Zeiten, in denen er von allen Seiten vergöttert wurde, sind vorbei. Zumindest vorerst. Hatte Zinédine Zidane im Estadio Santiago Bernabéu aufgrund seines Legenden-Daseins bei Real Madrid noch bis zuletzt Begeisterung ausgelöst, trifft er als Trainer an Ort und Stelle vermehrt nun auch auf Ablehnung. Erstmals seit 2001, als er als aktiver Spieler von Juventus Turin zu den Königlichen gekommen war.

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Da wäre zum einen der für Reals Ansprüche katastrophale 19-Punkte-Rückstand in der Primera División auf den FC Barcelona. Und zu allem Überfluss ist Zidanes Mannschaft jetzt auch noch kläglich in der Copa del Rey ausgeschieden. Im Viertelfinale. Gegen CD Leganés. Im Estadio Santiago Bernabéu. Mit einer 1:2-Niederlage nach einem 1:0-Erfolg im Hinspiel.

„El Chiringuito“: 76 Prozent glauben an Zidane-Ende

Nach den Erfolgen Meisterschaft, Champions League, Super Cup und Supercopa de España sind die Blancos kolossal eingebrochen. Ist der Zidane-Zyklus nach 48 Monaten am Ende? Ja, glaubt die überwiegende Mehrheit derer, die noch in der Nacht nach dem Pokal-Desaster auf Twitter an einer Umfrage der beliebten spanischen Fußball-Talkshow „El Chiringuito“ teilnahmen. 76 Prozent rechnen mit einem baldigen Aus von „Zizou“, die übrigen 24 nicht.

„Er soll zurücktreten“

Zum Vorwurf machen etliche Madridistas dem 45-jährigen Franzosen insbesondere, trotz des knappen Hinspielresultats Stammspieler wie Cristiano Ronaldo, Gareth Bale, Marcelo oder Toni Kroos geschont und gar nicht erst in den Kader berufen zu haben.

„Wofür lässt er sie Zuhause? Um sie in einer Liga einzusetzen, die wir im Oktober verloren haben“, lautete eine Klage nach der Pleite gegen Leganés. Eine andere: „Der Trainer ist das Problem. Wir brauchen einen Wechsel.“ Und: „Zidane soll zurücktreten. Er kann doch keine B-Mannschaft aufstellen. Was tut er da?“ Der Auftritt gegen Leganés sei „peinlich“ gewesen, sind sich die Bernabéu-Besucher einig. „Wir haben die Schnauze voll“, skandierten sie in einer spanischen Version vor der Kamera von „El Chiringuito“.

„Zizou“ machte gegenüber den Medien unterdessen keinen Hehl daraus, Fehler begangen zu haben – nicht jedoch in personeller Hinsicht. Die Schonungsmaßnahmen bereut er nicht.

Job in Gefahr? Zidane weiß: Langsam wird es eng

Mit der Copa del Rey hat Real die größte Chance auf eine Trophäe im Frühjahr fahrlässig verspielt. Der Liga-Titel ist futsch, die Champions League in der momentanen Verfassung kaum ein drittes Mal in Folge zu gewinnen. Schon im Achtelfinale gegen Paris Saint-Germain (14. Februar und 6. März) „geht es um meinen Job“, sagt Zidane. Oder womöglich schon an diesem Samstag, wenn die viertplatzierten Blancos beim FC Valencia, dem Tabellendritten, gastieren (16:15 Uhr, im REAL TOTAL-Liveticker und bei DAZN)?

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„Zyklus beendet“: Kritik an Zidane wächst nach Pokal-Blamage
Zinédine Zidane wusste nie so recht, wie es ist, im Estadio Santiago Bernabéu auf Ablehnung zu stoßen. Spätestens jetzt, nach dem peinlichen Copa-del-Rey-Aus im Viertelfinale gegen CD Leganés, weiß er es. In Spanien rechnen aufgrund der bisherigen Katastrophen-Saison viele mit einem baldigen Ende seiner Ära.
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25.01.2018, 08:33
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