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Casillas-Berater erhebt Vorwürfe: „Madrid drängte Iker zum Abgang“

Wurde beim Wechsel von Iker Casillas zum FC Porto nach dem Willen des Torhüters gehandelt? Ja, sagen Florentino Pérez und Rafael Benítez. Nein, sagt mit Santos Márquez einer der Berater von „San Iker“. „Madrid drängte ihn zum Abgang“, reklamierte er beim Radiosender der Sportzeitung MARCA.

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Iker Casillas
Zwei Jahre vor Vertragsablauf verließ Iker Casillas den spanischen Rekordmeister

„Casillas hat nie entschieden, Madrid zu verlassen“

MADRID. Der Fußball ist ein schnelllebiges Geschäft. „Ich bin mir sicher, dass ich bleiben werde. Natürlich. Ich habe bereits gesagt, dass ich meine Karriere hier beenden will. Dass ich nächste Saison nicht hier bin, kann ich mir nicht vorstellen“, sagte Iker Casillas Ende Mai, um Real Madrid sechs Wochen später für ein Engagement beim FC Porto dann doch den Rücken zu kehren. Ging der treue Keeper, den es samt der Zeit als Jugendspieler insgesamt 25 Jahre bei den Königlichen hielt, aber wirklich freiwillig?

Während diese Frage vonseiten des Klubs bereits ein ums andere Mal mit einem deutlichen „Ja“ beantwortet wurde, stemmte sich nun einer der Repräsentanten des 34-Jährigen gegen jene Behauptung und signalisierte, dass Casillas gerne auch weiterhin an der Concha Espina geblieben wäre. „Real Madrid hat ihn zum Abgang gedrängt“, so der Vorwurf von Santos Márquez an den Verein: „Casillas hat nie entschieden, Madrid zu verlassen. Er wurde dazu gedrängt. Sechs Jahre zuvor, als Raúl und Guti da waren, da war er bereits verurteilt.“ Auf ein Statement von Cheftrainer Rafael Benítez habe man zudem vergeblich gewartet: „Zu keinem Zeitpunkt habe ich gehört, dass er sagte, er würde auf Casillas zählen oder nicht.“

Berater: Verkündung absichtlich erst, als das Team abreiste

Der Berater ist ebenfalls der festen Überzeugung, dass die Verantwortlichen der Merengues den Abgang der Ikone mit Absicht erst wenige Stunden vor der Abreise des Team ins Trainingslager nach Melbourne offiziell kommuniziert wurde. „Es musste gewartet werden, dass die Mannschaft abreist, damit sie sich nicht von Iker verabschieden kann. Für mich ist die Sache klar“, meinte Márquez.

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von
Filip Knopp

Begleitet den Mythos Real Madrid als Fan seit der Ära der „Galácticos“ und journalistisch bei REAL TOTAL seit Mitte 2011. Erfahrungen auch bei SPORT1 und SPOX, zudem Autor von »111 GRÜNDE, REAL MADRID ZU LIEBEN«.

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