
Startelf
Thibaut Courtois
Wieder einmal konnte sich Real auf den wohl immer noch weltbesten Torhüter verlassen. Vor allem in der ersten Hälfte rettete Belgier mehrfach in höchster Not, vor allem mit der überragenden Reaktion nach Sørloths Kopfball. Insgesamt hatte Courtois fünf Paraden, machte keinen einzigen Fehler und war beim Gegentor machtlos. REAL TOTAL-Note: 1,5.
Federico Valverde
Inzwischen muss man konstatieren, dass der gelernte Mittelfeldspieler einen überragenden, einen Weltklasse-Rechtsverteidiger abgibt. Valverde gewann alle acht Direktduelle, hatte acht gelungene Defensivaktionen, zudem noch sieben Balleroberungen und einen Key-Pass. Ach ja, nebenbei erzielte er ein Welt-Tor zur frühen Führung und bereitete den zweiten Treffer vor. Besser geht es nicht. REAL TOTAL-Note: 1.
Raúl Asencio (bis zur 69. Minute)
Rein statistisch machte der ehemalige Canterano eine gute Partie, hatte 15 gelungene Abwehraktionen, gewann vier von sechs Zweikämpfen, doch die beiden verlorenen Direktduelle hatten es in sich. Erst ließ er kurz vor Ende des ersten Durchgangs Sørloth frei zum Kopfball kommen, den dieser noch über den Kasten setzte. In der 58. entwischte der Norweger Asencio abermals – mit leichtem Schubser –, doch diesmal traf er. Daher ist die Gesamtnote eher unterdurchschnittlich. REAL TOTAL-Note: 3,5.
Antonio Rüdiger (bis zur 69. Minute)
Der Krieger ist zurück! Ein heroischer Auftritt des alles andere als fitten Innenverteidigers, der – solange ihn die Füße trugen – alles gegeben und kaum etwas falsch gemacht hat. Der Deutsche hatte am Ende 16 (!) gelungene Defensivaktionen, schmiss sich in jeden Ball und klärte ein ums andere Mal, wenn es hinten brenzlig wurde. Hoffentlich wird es zum Finale reichen, denn gegen Barcelona wäre dieser Rüdiger eigentlich unabdingbar. REAL TOTAL-Note: 2.
Álvaro Carreras
Ein guter, teilweise sehr guter Auftritt des Neuzugangs, der in der ersten Hälfte auch offensiv ein paar Akzente setzen konnte, sich nach der Pause allerdings ausschließlich auf die Abwehraufgaben konzentrierte. Und das tat er mehr als solide, kam auf zwölf erfolgreiche Defensivaktionen, foulte aber auch Giuliano zwei Male. In den letzten gut 20 Minuten musste der Canterano im Abwehrzentrum aushelfen und tat dies ebenfalls grundsolide. REAL TOTAL-Note: 2,5.
Aurélien Tchouaméni
Auch im neuen Jahr macht der Franzose dort weiter, wo er 2025 aufgehört hatte – er ist der mit Abstand stabilste Spieler im königlichen Mittelfeld. Tchouaméni war vor allem defensiv ein richtiges Bollwerk, eroberte vier Bälle, kam zudem auf weitere zehn gelungene Aktionen in der Rückwärtsbewegung. Aber auch am Ball enorm sicher (Passquote 92 Prozent), vor allem in der eigenen Hälfte (Quote 98 Prozent). Und als Rüdiger und Asencio in der 69. Minute aus dem Spiel mussten, glänzte der Mittelfeldspieler auch als Innenverteidiger, köpfte einiges weg. REAL TOTAL-Note: 2.
Eduardo Camavinga (bis zur 87. Minute)
Am Ball enorm sicher und fast fehlerfrei, nur zwei von Camavingas 47 Zuspielen kamen nicht an, dazu defensiv mit einigen guten Aktionen. Aber auch mit vier sehr, sehr gefährlichen Ballverlusten, die alle ins Auge hätten gehen können. Zweimal war der Franzose viel zu leichtfüßig in Zweikämpfe gegangen, ließ sich dann viel zu einfach fallen, was den Gesamteneindruck doch um einiges schmälert. REAL TOTAL-Note: 3.
Jude Bellingham
Im ersten Durchgang der mit aktivste Blanco, kurbelte der Brite ein ums andere Mal Angriffe und Umschaltsituationen an, schmiss sich außerdem wie gewohnt schonungslos in jeden Zweikampf. Nach der Pause war er nicht mehr so präsent, baute zum Schluss auch merklich körperlich ab, machte mit einem Key-Pass und einer herausgespielten Großchance insgesamt eine gute Partie. REAL TOTAL-Note: 2,5.
Rodrygo Goes (bis zur 87. Minute)
Nach diesem Auftritt kommt man nicht mehr um die Feststellung herum, dass der Brasilianer endgültig wieder da ist. Schon in der ersten Halbzeit war Rodrygo der agilste und auffälligste Offensivakteur der Blancos, machte bei der Chance zum 2:0 alles herausragend – bis auf den etwas schwachen Abschluss, den Oblak problemlos parieren konnte. In der 52. Minute machte der Flügelstürmer es dann allerdings besser und ließ Atléticos Schlussmann keine Chance. Doch auch vom Tor abgesehen versprühte Rodrygo die lange verloren geglaubte Spielfreude und Dynamik. In dieser Form aus der Startelf nicht wegzudenken. REAL TOTAL-Note: 2.
Vinícius Júnior (bis zur 81. Minute)
Während es bei seinem Landsmann immer besser läuft, tritt Vinícius nicht nur auf der Stelle, sondern es wird seit Wochen von Spiel zu Spiel schlechter. Kurzum – ihm gelang im Derby wenig bis nichts. Nur einige durchaus gute Defensivaktionen im ersten Durchgang machen die Gesamtnote einigermaßen erträglich. Das unnötige Scharmützel mit Atleti-Coach Simeone direkt nach der Auswechslung und die anschließende gelbe Karte zeigen schließlich, dass es um Vinis mentale Verfassung aktuell alles andere als gut bestellt ist – auch angesichts nun 16 Partien ohne eigenen Treffer. REAL TOTAL-Note: 4.
Gonzalo García
Nach der Gala gegen Betis war es diesmal nicht das Spiel des Mittelstürmers, was aber nicht am mangelnden Einsatz lag. Im Gegenteil, Gonzalo ging viele und weite Wege, beteiligte sich fleißig an der Defensivarbeit, doch nach vorne ging kaum etwas (so machte er in Durchgang zwei einen guten Konter mit einem Fehlpass zunichte), was der eher defensiveren Spielweise Reals über weite Strecken geschuldet war. Wird sich im Finale gegen Barcelona aber voraussichtlich erneut beweisen können. REAL TOTAL-Note: 3,5.
- Seite 1 Einleitung
- Seite 2 Noten: Einwechselspieler und Trainer



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