Krass, wie sich das vor einem halben Jahr noch gelesen hat wie der Startschuss in eine neue, längst überfällige Richtung und heute liest sich das wie ein "Das konnte mit den Egomanen in unserem Team ja gar nicht klappen"
Es fühlt sich gerade wirklich an wie ein Bruch zwischen mir und dem Verein, den ich eigentlich so liebe. Diese Kabine, dieser Vorstand - das ist alles so weit weg von meiner Vorstellung davon, was einen Fußballverein auszeichnen sollte. Unter Ancelotti heulen sie rum, dass zu lasch trainiert wird und es nicht genügend taktische Anweisungen gibt. Unter Xabi heulen sie rum, dass er zu viel Einsatz verlangt und es zu viele taktische Anweisungen gibt.
Als erstes muss diesem Biest der Kopf abgeschlagen werden und der trägt die Rückennummer 7 und leistet seit anderthalb Jahren nichts mehr, außer negativ aufzufallen wie kein anderer Spieler in den letzten 20 Jahren. An ihm muss einfach ein Exempel statuiert werden. Der kann von mir aus ablösefrei gehen, Hauptsache einer nimmt uns diesen schwarzen Peter, diesen Virus ab. Generell kann jeder Spieler, der meint, er sei als Champions-League-Sieger unverbesserlich und über jede Traineridee erhaben, den Verein verlassen und gucken, wie gut das woanders klappt.
Wir sind tatsächlich an dem Punkt, wo ich mit Yaeger von allen Leuten 100% einer Meinung bin, weit haben wir es gebracht.
Ich komme immer noch nicht darauf klar, was da gerade passiert (ist), und muss echt aufpassen, dass ich meiner Wut nicht zu sehr freien Lauf lasse, sonst werde ich berechtigterweise für immer gesperrt.
Aber was sind wir für ein lächerlicher, heuchlerischer und komplett realitätsferner Zirkusverein geworden? Die ganze Fussballwelt lacht über uns, zurecht. Und das Interview dieser Ernährungsberaterin letzthin spricht Bände. Leute, die eine Vision haben und versuchen, den Spielern und dem Team zu helfen, werden klein gehalten und gefeuert, wenn sie sich zu sehr aufspielen. Dafür ist der ganze Verein gefüllt mit unsichtbaren, korrupten und absolut unbrauchbaren Jasagern, die auch ja nichts ändern wollen. Chef der medizinischen Abteilung ist ein anderes Paradebeispiel, hätte bei seinem Track-Record längstens gehen müssen, aber ist halt ein Perez Buddy, entsprechend feuert man lieber die Ernährungsberaterin und behält den miserablen Status Quo.
Perez muss langsam echt auch aufpassen, dass er vor lauter neuem Stadion, Super League, Negreira und "wir sind der beste Verein der Welt" nicht langsam die Realität komplett aus den Augen verliert. Ich wähne mich langsam wirklich zurück im Jahr 2004, man hatte x grosse Namen im Kader, hielt sich für die absolut besten, Kritik wurde belächelt und abgeblockt, aber die Realität auf dem Rasen war vernichtend, so wie aktuell auch. Wir sind auf dem besten Weg, das 2te titellose Jahr in Folge zu haben, mit dem Kader, das kann nicht gut enden, egal für wen.
Man muss sich wirklich die Frage stellen, quo vadis? Ohne kompletten Reset sowohl ganz oben als auch beim Kader sehe ich ehrlich gesagt ziemlich schwarz langfristig. Diese Truppe ist einzeln betrachtet zweifelsohne unglaublich talentiert, aber sie passt offensichtlich auf dem Platz einfach nicht zusammen, und es gibt zu viele geschützte Egos, gedeckt von einem komplett realitätsfernen Verein. Und je länger denn je scheint der Klub in dieser Form wirklich untrainierbar. Zidane, mit dem wir ein CL Triple gewonnen haben, Carlo, dem, bei allen Problemen, die ich mit ihm hatte, erfolgreichsten Trainer allgemein und einem der besten, die wir je hatten und nun Xabi, weitherum als das grösste Trainertalent angesehen, haben diese Truppe während/post dem CL Gen Umbruch langfristig nicht wirklich in den Griff bekommen, mit 3 der besten Optionen, die wir hatten.
Wer oder was bleibt noch? Einige klammern sich nun an Klopp. Der ist aktuell nicht einmal mehr Trainer, ich glaube es, wenn ich es sehe. Und er ist sein sehr fordernder Typ, ob das mit Perez, insbesondere in seiner aktuellen Form, funktioniert, keine Ahnung. Pep wird hier niemals auftauchen und auch nicht mit Perez funktionieren. Arbeloa soll seine Chance bekommen, und hatte ein paar gute Ansätze, aber wenn diese verwöhnte Truppe nicht auf Carlo oder Xabi hört, warum sollte sie auf ihn hören? Ich wäre schon überrascht, wenn er bis in den Sommer überlebt.
Es lief weiss Gott nicht alles so wie erhofft/gewünscht mit Xabi, aber ihn nach keinem Jahr wegen so einer Scheiss unbedeutenden Supercopa und ohne klaren Plan B zu entlassen, ist wirklich selten dämlich. Wenn er von sich aus gehen wollte, die Meldungen diesbezüglich widersprechen sich ja ziemlich, ist es auch nochmal was anders, aber auch dann dämlich, dass es überhaupt so weit kommt. Und es hat ja ein paar Monate ganz gut funktioniert, bis zum Clasico und dem grossen Auftritt unseres brasilianischen Königs, der dann vom Verein gedeckt wurde. Danach lief alles nach und nach aus dem Ruder. Dass man es fertigbringt, das begehrteste und heisseste Trainertalent in ein paar Monaten zu verheizen und für ein paar arrogante und faule Egozentriker und einen komplett realitätsfernen Präsidenten zu opfern, ist wirklich ein Armutszeugnis sondergleichen.
Einige aus dem Team können mich langsam auch wirklich. An vorderster Front die brasilianische Hackfre... mit der 7. Ihm diese Nummer und so viel Macht zu geben, war wirklich ein Fehler, seither liefert er praktisch nur noch abseits des Platzes. Geh nach Arabien und gönn dir deine 40 Mio Gehalt im Jahr, ich werde dein Gehabe langsam aber sicher nicht mehr vermissen. Aber auch Instagram Jude und Mbappe liefern (bei letzterem bis auf Zahlen) auch nicht gerade viele Gründe für Sympathien, und noch einige weitere. Mann soll ja die eigenen Spieler nicht hassen oder schlechtreden, eigentlich, aber der verwöhnte Sauhaufen macht es einem gerade wirklich nicht einfach.
Schauen wir mal, wo diese Achterbahnfahrt noch hinführt. Vielleicht passiert ja wie 2016 mit Zidane nochmal ein Wunder. Aber ich hab so meine Zweifel mit dem Kader und dem Vorstand. Wenn es weiter bergab geht, sind wir wirklich 100% selber Schuld. Sorry Barca, aber wir müssen uns wohl mal kurz euer Motto leihen, zurzeit sind eindeutig wir "mes que un club".