Ich sag's immer wieder, auch wenns viele nicht wahrhaben wollen:
die Ära der Galacticos war nie vorbei.
Perez führt diesen Verein seit jeher so. Spieler werden nach Namen und Hype verpflichtet, ohne sportlichem Konzept. Die Stars sind jünger geworden aber das macht das Konzept nicht durchdachter. Im Gegenteil, durch ihre Jugendlichkeit heben sie noch schneller ab, sie mussten sich nie irgendwo durchsetzen … hier werden Talente behandelt wie gestandene Weltklassespieler. Große Ausnahme waren die 3 Mourinho-Jahre, wo man so verzweifelt war, dass man Mourinho alle Macht gab. Und es hat sich – sportlich – ausgezahlt. Leider hat man daraus nichts gelernt. Es gab eine klare fußballerische Idee, eine Hierarchie in der Mannschaft und echten Wettbewerb im Team.
Was uns jetzt über Jahre viele Titel gebracht hat, war die Kombination aus der Vorarbeit Mourinho (der einzige, unter dem andere Regeln galten, weil er größer war als die Stars) und Man-Management Carlo/Zizou auf dem Peak gewisser Führungsspieler. Mbappe + der Abgang von Kroos/Modric waren der Sargnagel für Ancelotti.
Meine kleine Hoffnung war, dass Xabi mit so viel natürlicher Autorität/Aura und Macht im Rücken kommt, dass er Dinge bewegen kann. Offensichtlich hat ihm beides gefehlt, wobei ich Vertrauen & Rückendeckung von oben für noch viel wichtiger halte. Hat er auch Fehler gemacht? Auf jeden Fall, das machen alle. Aber wenn du als Trainer merkst, du bist auf verlorenem Posten, bist du chancenlos.
Ruben Amorim dachte, er wurde es Manager geholt - aber United sah ihn nur als Coach. Dasselbe Problem haben wir in Madrid. Wir brauchen für einen Manager, keinen Trainer. Zumindest so lange ein sportlich nachhaltiges Konzept + ein Sportdirektor, der das durchzieht, fehlen.
Meine Erwartungen sind jetzt am Nullpunkt. Wenn Xabi der falsche ist für den Job, ist es Arbeloa genauso. Der nächste Systemtrainer aber mit noch viel weniger Erfahrung. Ich finde es unfassbar schade, dass man hier nun mit hoher Wahrscheinlichkeit gleich den nächsten talentierten Trainer verheizt. Wer glaubt, es wird jetzt alles plötzlich besser laufen, ist entweder ein Träumer oder ein Narr.
Es bleibt nichts mehr zu sagen außer: ¡Florentino, Dimision!