
Die Ausgangslage
- Im Jahresendspurt gab es für Real Madrids Trainer Xabi Alonso fast nur Endspiele und auch vor ersten Spiel im neuen Kalenderjahr steht der baskische Coach enorm unter Druck: In einem der Spitzenspiele des 18. Spieltags empfängt der Rekordmeister am Sonntag (16:15 Uhr, im REAL TOTAL-Liveticker und bei DAZN) im Estadio Santiago Bernabéu Real Betis Balompié. Nachdem Tabellenführer Barcelona durch den Sieg beim Stadtrivalen Espanyol am Samstagabend (2:0) vorgelegt und den Vorsprung auf Verfolger Real auf ganze sieben Zähler ausgebaut hat, stehen die Blancos umso mehr unter Zugzwang – will man im Meisterschaftsrennen nicht abreißen lassen, muss gegen den Tabellensechsten aus Andalusien unbedingt ein Dreier her. Sonst könnte es für Alonso noch unangenehmer als ohnehin schon werden und ein anschließender Misserfolg im Halbfinale der Supercopa de España (8. Januar, 20 Uhr) könnte tatsächlich das Aus für den Übungsleiter bedeuten. Und gegen Betis tun sich die Merengues in den letzten Jahren enorm schwer, auch und gerade im heimischen Bernabéu. Denn von den letzten acht Duellen gegen die Andalusier in der Hauptstadt konnte Real nur zwei für sich entscheiden, zweimal siegte Betis und viermal trennte man sich unentschieden. Dazu ging das letzte Aufeinandertreffen der beiden Teams in Sevilla aus Real-Sicht bekanntlich verloren (1:2).
- Im Duell gegen die Béticos muss Reals Trainer ausgerechnet auf seinen besten Spieler verzichten, denn Kylian Mbappé wird mindestens für ein Spiel verletzungsbedingt ausfallen. Dadurch könnte sich eine Chance für Gonzalo García eröffnen, zumal mit Endrick die einzig übrige Mittelstürmer-Alternative kurz vor Weihnachten nach Lyon ausgeliehen wurde, um Spielpraxis zu sammeln. Nachdem der letztjährige Torschützenkönig der dritten spanischen Liga bei der FIFA Klub-WM im Sommer begeisterte und mit vier Treffern der beste Torjäger des Turniers in den USA wurde, um anschließend aus der Castilla direkt zum Profi aufzusteigen, ist er in der aktuellen Spielzeit noch torlos. Was auch an der sehr geringen Spielzeit liegt, die Gonzalo bis dato von Xabi Alonso bekommen hat – in LaLiga kommt der 21-Jährige gerade einmal auf 170 Einsatzminuten und durfte nur einmal von Beginn an ran. Kann er diesmal – wie schon bei der Klub-WM – erneut von einem Mbappé-Ausfall profitieren und endlich den ersten Saisontreffer markieren? Nicht nur für Gonzalos Coach wäre es eminent wichtig.
Der Gegner
- Nicht nur ist Betis mittlerweile ein Angstgegner für Real Madrid, sondern das Team von Trainer Manuel Pellegrini spielt erneut eine starke Saison – nach 17 Spieltagen überwinterten die Andalusier mit 28 Punkten auf Tabellenplatz sechs. Und das, obwohl der chilenische Coach fast die gesamte Spielzeit auf seinen Superstar Isco verzichten musste. Nachdem der ehemalige Blanco wegen eines Wadenbeinbruchs die ersten zwölf Spiele aussetzen musste, gab es nur ein 30-minütiges Comeback, denn anschließend verletzte sich Isco am Knöchel, an dem er inzwischen operiert wurde. Der 33-jährige Spanier wurde zunächst konservativ mit Injektionen behandelt, doch da dies keine Besserung brachte, entschied sich der Spieler, den Heilungsprozess zu beschleunigen und sich einem chirurgischen Eingriff zu unterziehen. Die genaue Ausfallzeit ist noch nicht bekannt. Doch wie schon in der Vorsaison springt ein anderer Star ein, wenn Isco nicht dabei ist – der Brasilianer Antony, den man im Sommer fest verpflichten konnte, ist der unumstrittene Leader im Betis-Offensivspiel. Mit acht Treffern ist der Mittelfelfspieler hinter Mittelstürmer Cucho Hernández (neun Tore) der beste Torjäger der Grün-Weißen, außerdem mit noch fünf Vorlagen der mit Abstand beste Scorer des vor allem auswärtsstarken Teams. Als einziges LaLiga-Team ist Betis in der Fremde nämlich noch ungeschlagen, allerdings konnte die Pellegrini-Truppe von den bisherigen acht Auswärtspartien auch nur zwei für sich entscheiden, sechsmal gab es nur Remis. Hoffnungsschimmer aus Real-Sicht: Die letzte LaLiga-Auswärtspleite gab es für Betis ausgerechnet in der spanischen Hauptstadt beim 1:4 bei Atlético am vorletzten Spieltag der Vorsaison.
Voraussichtliche Startelf: Álvaro Valles – Ortíz, Bartra, Natan, Rodríguez – Deossa, Roca, Fornals, Ruibal, Antony – Cucho Hernández
Personelles und voraussichtliche Aufstellung
- Ohne Hiobsbotschaften geht es für Xabi Alonso einfach nicht mehr: Neben den verletzten Kylian Mbappé (Knie), Éder Militão (Muskelriss), Trent Alexander-Arnold (Oberschenkel) sowie dem verreisten Brahim Díaz (Afrika-Cup) fehlte auch Dean Huijsen beim Abschlusstraining am Samstagmittag – angeschlagen arbeitete der Innenverteidiger nur im Innenbereich. Dafür konnte Daniel Carvajal erneut mitmachen. Der 33-jährige Kapitän könnte nach seiner Arthroskopie theoretisch schon zu seinem Kader-Comeback kommen, auch wenn ein Einsatz noch eher unwahrscheinlich ist – das Ziel ist eher das Supercopa-Halbfinale am Donnerstag. So wird Federico Valverde vermutlich erneut auf der rechten Abwehrseite aushelfen müssen, denn Raúl Asencio wird wegen Huijsens Fehlen im Abwehrzentrum benötigt werden. Und vorne könnte Gonzalo García mal wieder zu einer Startelf-Gelegenheit kommen.
- Verletzt: Kylian Mbappé (Knie), Éder Militão (Muskelriss), Trent Alexander-Arnold (Oberschenkel), Dean Huijsen (angeschlagen)
- Verreist: Brahim Díaz (Afrika-Cup)
Startelf-Prognose: Courtois – Valverde, Asencio, Rüdiger, Carreras – Tchouaméni, Camavinga, Bellingham – Rodrygo, Gonzalo, Vinícius Júnior
Statistiken und Besonderes
- GESAMTBILANZ: Real Madrid und Real Betis standen sich bislang in 122 Pflichtspielen gegenüber. Dabei spricht die Bilanz für die Madrilenen, die 66 Mal als Sieger hervorgingen. 27 Mal siegten die Andalusier, 29 Duelle endeten remis. Torbilanz: 249:124 aus Sicht der Blancos. Vorsicht: Von den letzten fünf Duellen konnte Real nur eines gewinnen, dreimal gab es ein Remis und das letzte Gastspiel in Sevilla ging verloren.
- PELLEGRINIS RÜCKKEHR: Der 70-jährige Chilene hat eine besondere Beziehung zu Real Madrid, denn im Jahr 2009 wechselte er von Villarreal zu den Königlichen, wo er eine Saison als Cheftrainer aktiv war. Trotz damaligen Punkterekords (96) musste er allerdings am Ende der Saison 2009/10 ohne Titel gehen und für José Mourinho Platz machen. Seit 2020 trainiert der älteste Trainer in LaLiga die Béticos und hat mit der Copa del Rey 2022 für den ersten Titel seit vielen Jahren gesorgt.
- GELB-ALARM: Aurélien Tchouaméni ist mit vier gelben Karten vorbelastet und würde bei einer weiteren Verwarnung im nächsten LaLiga-Spiel gegen Levante (17. Januar) fehlen.
- SCHIEDSRICHTER: Mit Alejandro Hernández Hernández wurde vom Technischen Ausschuss der Schiedsrichter einem der erfahrensten spanischen Schiedsrichter, der seine 14. Saison in der Primera División absolviert, die Leitung der Partie anvertraut. Der von den Kanaren stammende 43-Jährige wird häufig für die wichtigsten Begegnungen eingesetzt, so wurde er bereits fünf Mal als Schiedsrichter für den Clásico zwischen Real Madrid und Barcelona ausgewählt, unter anderem in der vergangenen Saison.
- WIEDERSEHEN: Für Isco Alcorcón wird es erneut eine verhinderte Rückkehr ins Bernabéu, denn der ehemalige Blanco, der über neun Jahre für Real Madrid spielte, wird wegen seiner Knöchel-OP erneut in Madrid ausfallen – bereits bei den letzten zwei Betis-Gastspielen in der Hauptstadt fehlte der Mittelfeldspieler verletzungsbedingt. Für zwei Spieler dürfte es dennoch ein besonderes Spiel werden. Nicht nur für Reals Dani Ceballos, der von 2011 bis 2017 Grün-Weiß trug, sondern auch für Ex-Canterano Diego Llorente, der im Sommer 2024 nach Sevilla gewechselt ist.
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