Interview

Morata fordert: „Wir müssen mehr denn je eine Mannschaft sein“

Bei dem einen oder anderen Klub sorgen vier Unentschieden in Folge nicht für Schlagzeilen. Bei Real Madrid schon. Die spanischen Stars um Angreifer Álvaro Morata begleitet die Remis-Misere sogar bis zur Nationalmannschaft. Der 23-Jährige im Interview bei CADENA SER über den Negativ-Lauf, Zinédine Zidane, seinen Konkurrenzkampf mit Karim Benzema und den Transfersommer.

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Cristiano Ronaldo Álvaro Morata
Morata (r.) schoss in dieser Saison bislang zwei Tore – Foto: Curto de la Torre/AFP/Getty Images

ÁLVARO MORATA über…

…die zuletzt vier Unentschieden in Serie: „Wir haben einen schlechten Lauf. Ich hoffe, das ist bald zu Ende. Natürlich geht etwas vor sich. Wir müssen mehr denn je eine Mannschaft sein. Individuell hat Real Madrid sehr gute Spieler, aber wenn wir alle zusammen gespielt haben, wurde gesagt, dass wir das beste Team aller Zeiten seien. Man muss sich anschauen, was passiert. Ich weiß nicht, ob es an fehlender Intensität liegt. Aber besser nimmt man jetzt darauf Acht als zu einem späten Zeitpunkt.“

…die Verärgerung von Cheftrainer Zinédine Zidane: Wir alle ärgern uns – die einen eher, die anderen später. Es sind vielmehr Gespräche, in denen er dir das ins Gesicht sagt, was er denkt. Allen. Das ist für das gute Ambiente wichtig. Wir haben alles, um eine großartige Saison zu spielen. Sie hat gerade erst begonnen. Trotz dessen, was geschah, sind wir weiterhin Tabellenführer.“

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…den Konkurrenzkampf mit Karim Benzema und die These, Zidane sei beim Aufstellen der Spieler unfair: Darüber sollte er nachdenken. Der Trainer weiß, was er tut. Bei Real Madrid ist man am schwierigsten Ort, um Spielpraxis zu bekommen. Ich kämpfe weiter und bin selbstkritisch. Ich trainiere gut und stehe der Mannschaft immer zur Verfügung, ohne zu schmollen, sondern mit einer professionellen Einstellung. Es wird in der Saison Momente geben, in denen ich öfter spielen und treffen werde.“

Álvaro Morata Karim Benzema
Morata und Benzema konkurrieren um die „Neuner“-Position – Foto: Desiree Martin/AFP/Getty Images

…den Transfersommer: „Ich war im Urlaub und mich riefen jeden Tag mein Vater und Juanma López (Berater; d. Red.) an, um mir zu sagen, dass mich am Abend Vereine anrufen würden. Ich sprach mit anderen Trainern, da es andere Optionen gab und die waren gut für mich. Aber ich sprach auch mit Zidane und er sagte mir, dass ich wichtig sein und viele Spiele bestreiten würde. Dass er mich braucht. Es war meine Chance und es gäbe vielleicht keine weitere, wenn ich sie hätte verstreichen lassen. Madrid wollte mich am meisten haben und hier bin ich.“

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von
Filip Knopp

Begleitet den Mythos Real Madrid als Fan seit der Ära der „Galácticos“ und journalistisch bei REAL TOTAL seit Mitte 2011. Erfahrungen auch bei SPORT1 und SPOX, zudem Autor von »111 GRÜNDE, REAL MADRID ZU LIEBEN«.

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