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Klopft Real an? Alonso-Aus hat in Klopp „nichts ausgelöst“

Jürgen Klopp wird immer wieder mit einem Engagement bei Real Madrid in Verbindung gebracht - auch nach der Entlassung von Xabi Alonso. Der Ex-Coach des FC Liverpool äußert sich zu der Entwicklung bei den Königlichen, die in ihm „nichts ausgelöst“ habe.

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Jürgen Klopp Real Madrid Xabi Alonso
Jürgen Klopp hat sich zu Xabi Alonso geäußert – Foto: ServusTV / Johannes Jank

Arbeloa nach Alonso – aber wie lange?

MADRID/SALZBURG. Álvaro Arbeloa ist die Antwort auf Xabi Alonso – aber für wie lange? Real Madrid hat den Trainer der zweiten Mannschaft als Reaktion auf das Aus des Basken zu den Profis befördert, ihn dabei öffentlich bisher nicht als Interimslösung bezeichnet. Die Königlichen werden vermutlich zumindest die Saison mit dem einstigen Rechtsverteidiger zu Ende bringen wollen, je nach Titelausbeute fällt dann im Sommer eine Entscheidung, wie es weitergeht.

Bei der Führungsriege um Präsident Florentino Pérez soll ein externer Trainer besonders hoch im Kurs stehen: Jürgen Klopp. Der Name des langjährigen Teammanagers des FC Liverpool fiel in den vergangenen Jahren immer wieder in der spanischen Hauptstadt, so auch jetzt wieder. Nach seinem Abschied von den Reds im Sommer 2024 fungiert der 58-Jährige seit Januar 2025 beim Red-Bull-Konzern als Global Head of Soccer.

Bis dato hieß es stets, Klopp würde keine Anstalten machen, diesen Job zügig wieder aufzugeben. Aber auch, wenn Real anklopfen und es mit einer Zusammenarbeit ernst meinen sollte? Der gebürtige Stuttgarter, der nach eigener Aussage kein Trainer mehr sein will, macht ganz aktuell zumindest nicht den Anschein, heiß auf den Posten im Estadio Santiago Bernabéu zu sein.

Klopp: „Ansprüche bei Real riesengroß“

In einem Interview mit dem Sender SERVUS TV in Salzburg reagierte er wie folgt auf die Alonso-Entlassung: „Das hat mit mir gar nichts zu tun und hat in mir auch nichts ausgelöst. Ich war wirklich überrascht. Der Trainermarkt wird durchgemischt und es ist nicht schlimm, das Ganze mal aus der Beobachterrolle mitzubekommen und nicht darüber nachzudenken, was das für einen selber bedeuten könnte, weil man da, wo man ist, am richtigen Ort ist.“

Es sei „ein Zeichen, dass dort nicht alles zu 100 Prozent richtig ist, wenn Xabi Alonso, der über zwei Jahre in Leverkusen gezeigt hat, was für ein herausragendes Trainertalent er ist, ein halbes Jahr später bei Real Madrid gehen muss. Das zeigt verschiedene Dinge: Zum einen haben wir in der heutigen Zeit irgendwie keine Zeit mehr und zum anderen sind die Ansprüche bei Real natürlich riesengroß. Man hat die Gerüchte schon eine Weile gehört. Wenn du nach einer Legende und einem unglaublich guten Trainer wie Carlo Ancelotti, der eine ganz bestimmte Art hatte seine Fußballmannschaften zu trainieren, dorthin kommst und versuchst, neue Regeln einzubauen, hat sich das jetzt als zu schwierig dargestellt. Tut mir wirklich leid für ihn, denn ich halte ihn für einen großartigen Trainer“.

Würde Klopp überhaupt zu Real Madrid passen?

Ein solcher ist zweifellos auch Klopp. Allerdings würde sich mit ihm sicherlich ebenso die Frage stellen, ob er mit seinen Vorstellungen überhaupt zu den Madrilenen passt. In Liverpool wurde ihm von Oktober 2015 viel Zeit eingeräumt, die Profi-Abteilung nach seinen Ideen umzugestalten, das Team nach seinen Präferenzen zusammenzustellen. Das, woran Alonso gescheitert ist.

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von
Filip Knopp

Begleitet den Mythos Real Madrid als Fan seit der Ära der „Galácticos“ und journalistisch bei REAL TOTAL seit Mitte 2011. Erfahrungen auch bei SPORT1 und SPOX, zudem Autor von »111 GRÜNDE, REAL MADRID ZU LIEBEN«.

Kommentare
Mal ehrlich wer will sich das noch antun, der undankbarste Job im Weltfussball.
Unsere verwöhnten Diven haben zuviel Macht und vom Präsidium gibt es null Rückhalt.
Zidane, Mourinho z.b
Darauf wird es wohl hinauslaufen auf lange Sicht.
 
Jürgen Klopp ab 2026/27 wäre einfach perfekt. Xabi hatte leider schon lange die Kabine verloren, es war die richtige Entscheidung ihn zu entlassen. Real Madrid war noch zu gross für ihn. Zidane übernimmt die französische Nationalmannschaft und come on, Mourinho ist schon lange ausgebrannt als weltklasse Trainer. Vielleicht mit Portugal EM und WM, aber im Clubfussball reisst der nichts mehr. Man muss Kloppo dann einfach auch machen lassen, der weiss genau, wie man einen Umbruch erfolgreich durchführt.
 
Solange die ganzen korrupten Leute im Verein noch da sind spielt es absolut keine Rolle wer Trainermarionette bei Real ist! Wer was anderes sagt hat absolut keine Ahnung!
 
Ich glaube fest daran, dass diese ganze Geschichte nicht hauptsächlich an Xabi lag. Wenn aus meiner Sicht, ein so geradliniger Charakter wie Xabi bei Real so früh zum Scheitern kommt, sagt es mehr über den Verein und die Situation in der Mannschaft aus. Man kann eben nur eine Verbesserung in sportlicher und sozialer Hinsicht erzielen, wenn man ihm mehr freie Hand gelassen hätte. Eines darf man am Ende aber auch nicht vergessen, der Umbruch ist allgegenwärtig und man benötigt dafür eben etwas mehr Zeit. Mit allem was dazugehört, neue Spielertypen, neue Systeme, taktische Veränderung usw. Wer glaubt, dass man trotz dieser Gemengelage zwei drei Titel in der Saison holt, ist naiv und hat wie der Verein selbst, keine Geduld. Ich stehe da völlig auf Xabis Seite, denn man kann nun mal nicht alles durchgehen lassen. Das lernt man bereits im Kindesalter im Fußball, Zusammenhalt ist alles. Zurück zu den alten aber überzeugenden Werten, dann kommt auch der Erfolg zurück.
 
So viele hochrangige Personen bezeichnen Alonso als einen sehr talentierter Trainer, aber bei uns versauert er nach 7 Monaten.. Ayayay so schade. Bei Klopp wird es mit diesen Klubstrukturen ganz sicher auch nichts in den nächsten Jahren...
 

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