Reportage

Alonso nach verlorenem Finale: Jetzt geht das Zittern wieder los

Das 2:3 gegen den FC Barcelona im Supercopa-Finale bedeutet nicht einen erneut verlorenen Titel für Real Madrid, sondern auch eine verpasste Chance für Xabi Alonso: Mit einem Triumph über den Erzrivalen und dem ersten Titel wäre dem Coach der Königlichen, der schon seit November enorm unter Druck steht, ein echter Befreiungsschlag gelungen, nachdem es zumindest ergebnistechnisch zuletzt etwas besser lief. So stehen dem Basken unangenehme Wochen bevor, in denen jeder Patzer das Ende bedeuten könnte.

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Xabi Alonso Real Madrid
Alonso steht nach der Niederlage weiter enorm unter Druck – Foto: Florencia Tan Jun/Getty Images

Befreiungsschlag verpasst

Nach den Krisenwochen im November und teilweise auch Dezember, nach denen Xabi Alonso nur noch sogenannte „Endspiele“, in denen es um nicht mehr und nicht weniger als seinen Job ging, hatte, schien sich die Lage bei Real Madrid zuletzt zu entspannen. Mit vier Siegen in Folge im Gepäck reisten die Königlichen zur Supercopa de España nach Saudi-Arabien, wo dann im Halbfinale auch der Stadtrivale Atlético bezwungen wurde. Ein Finaltriumph über den FC Barcelona, gegen den die Königlichen nicht nur in der Vorsaison in allen drei heimischen Wettbewerben den Kürzeren zogen, sondern dem sie auch in der laufenden Spielzeit tabellarisch seit Wochen hinterherrennen, wäre für den zwischendurch enorm angeknockten Übungsleiter der vorläufige Befreiungsschlag und für seine Mannschaft ein Motivationsschub für den Rest der Saison gewesen.

Doch stattdessen steht man in der Hauptstadt nun wieder vor schwierigen Wochen, was in erster Linie für den Cheftrainer gilt. Wie schon nach dem gewonnenen Liga-Clásico im Oktober, als man mit fünf Punkten Vorsprung auf Barcelona an der Tabellenspitze stand, um diesen innerhalb weniger Wochen nicht nur zu verspielen, sondern inzwischen sogar einem Vier-Punkte-Rückstand hinterherzulaufen, verpasste es Alonsos Team erneut, eine gute Phase auszunutzen und das Momentum auf seine Seite zu ziehen. Dabei hatten das Team der Blancos, vor allem aber der Trainer selbst im Final-Clásico das Glück nicht wirklich auf ihrer Seite.

Kommentare
Lieber Edin
Wirklich kein Spitzenspiel dabei wo Alonso ein Ausrufezeichen setzen kann?!
Villarreal – mit nur einem Verlustpunkt direkt hinter uns – würde ich da nicht ganz unterschätzen. Mutige Einschätzung. ;)
 
Lieber Edin
Wirklich kein Spitzenspiel dabei wo Alonso ein Ausrufezeichen setzen kann?!
Villarreal – mit nur einem Verlustpunkt direkt hinter uns – würde ich da nicht ganz unterschätzen. Mutige Einschätzung. ;)
Natürlich ist es tabellarisch ein Spitzenspiel, aber nominell einfach ein normales Ligaspiel… niemand würde die Mannschaft und Alonso feiern, wenn sie dort gewinnen, es wird erwartet und vorausgesetzt;-)
 
Für mich viel enttäuschender als die Niederlage selbst, war das wir uns wieder klein gemacht haben gegen Barca. Wir agierten wie ein Alaves oder so und standen hinten drin und konnten nur Kontern.
Wo ist das Madrid von anfangs Saison, das gepresst hat und es schaffte Barca unser Spiel aufzuzwingen???
Hat Alonso nach dem Sieg gegen Barca gedacht: „so das wars, ab jetzt spielen wir wieder passiv!“ oder hatten die Spieler die Schnauze voll vom pressen trotz des Erfolgs daraus und zwingen Alsonso dazu, sie machen zu lassen was sie wollen?!
Ich verstehe es wirklich nicht was passiert ist..
 
Für mich viel enttäuschender als die Niederlage selbst, war das wir uns wieder klein gemacht haben gegen Barca. Wir agierten wie ein Alaves oder so und standen hinten drin und konnten nur Kontern.
Wo ist das Madrid von anfangs Saison, das gepresst hat und es schaffte Barca unser Spiel aufzuzwingen???
Hat Alonso nach dem Sieg gegen Barca gedacht: „so das wars, ab jetzt spielen wir wieder passiv!“ oder hatten die Spieler die Schnauze voll vom pressen trotz des Erfolgs daraus und zwingen Alsonso dazu, sie machen zu lassen was sie wollen?!
Ich verstehe es wirklich nicht was passiert ist..
Ich denke es ist eine Mischung aus der Stimmung im Team , den Spielern die spielen müssen und man kann doch nicht von Spielern erwarten die 10 mio plus verdienen das sie über mehrere Spiele hinweg so viel laufarbeit absolvieren müssen und dazu bei ihrem Standing auf den Trainer hören …..
Und ich finde immer noch auch wenn Mbappe viele Tore macht er hat das Klima im Team verändert und der Wille der Uns schöne Abende in der CL noch vor 2 Jahre beschert hat und Uns von anderen Teams unterschieden ( wie zb sich das Glück zu erarbeite ) ist abhanden gekommen
 
Für mich viel enttäuschender als die Niederlage selbst, war das wir uns wieder klein gemacht haben gegen Barca. Wir agierten wie ein Alaves oder so und standen hinten drin und konnten nur Kontern.
Wo ist das Madrid von anfangs Saison, das gepresst hat und es schaffte Barca unser Spiel aufzuzwingen???
Hat Alonso nach dem Sieg gegen Barca gedacht: „so das wars, ab jetzt spielen wir wieder passiv!“ oder hatten die Spieler die Schnauze voll vom pressen trotz des Erfolgs daraus und zwingen Alsonso dazu, sie machen zu lassen was sie wollen?!
Ich verstehe es wirklich nicht was passiert ist..

Bitte nicht vergessen, dass barcas halbe Mannschaft verletzt war.
dafür, war das Spiel sogar knapper als erwartet
 

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