Wenn, dann nur
a) weil es eine Gefühlsentscheidung ist (aka "ich will im Leben als Trainer noch das ultimative Level spielen" bzw. aus Eitelkeit und fürs eigene Prestige (aber das sind beim Opel-Promoter wohl eher keine Beweggründe));
und b) er wirklich große Zusagen schon im Vorfeld des 1. Transferfensters erhält.
Aber sonst seh ich keinen Grund für Klopp, hier aufzuschlagen. Auch nicht für den Kader, denn diesen aggressiven Fußball wollen die meisten hier nicht spielen.
Da finde ich die Akte Tuchel schon näherliegender. Er ist m.E. vom Fußballstil her flexibler als Klopp, andererseits derselbe Fanatiker in Sachen Disziplin. Tuchel ist aber auch eher ausgeschlossen, solange Bellingham hier ist und den Obermacker markieren darf. (Ein Problem, das man schon zu BVB-Zeiten beoachten durfte.)
Weder bei Tuchel noch bei Klopp und ähnlichen Aspiranten (Conte, Simeone, Enrique...) würde die "Wohlfühloase Madrid" weiter bestehen können. Das betrifft die Spieler ("Wir fahren nach Ibiza") wie auch die tieferen Sportstrukturen ("der Chefarzt hat zwar keinen Plan von moderner Sportmedizin, aber er ist mein Freund, drum ist er hier"). Alles komplett unrealistisch mit Pérez, außer es brennt der titellose Baum wie 2010.
Arbeloa kann daher schon passen. Er ist, wie
@Espíritu de Juanito schon schrieb, ein anderer Typ wie Alonso. Nicht so professoral, sondern hemdsärmeliger. Das geht bei einigen "Kollegahs" im Kader sieher eher rein. Wenn er also den richtigen Ton trifft und gut in Sachen Improvisation ist, sind erfolgreiche Zeiten nicht ausgeschlossen.
Aber erwartet hier ernsthaft einer, dass Arbeloa Vini oder Mbappé (langfristig) bencht, weil sie kein aggressives Gegenpressing machen?

Ne... Vielleicht fällt ihm fürs Mittelfeld was ein oder er stellt, wie selbst gelernt unter Mourinho, auf ein spezielles asymmetrisches Konzept mit Konterfußball um: quasi ein 2-Mann-Solokontersturm mit maximal Bellingham als nachrückendem Spieler zentral, dahinter eine deutlich abgehängte Abteilung, die dafür defensiv besser steht...
Realistisch sind für mich so Trainer aus dem mittleren Bereich: keine totalen No-Names, aber auch keine, die durch eine überstarke Persönlichkeit aufgefallen wären. Die außerdem sehr pragmatisch ausgerichtet sind. Also Trainer wie Allegri oder Simone Inzaghi.
Wer des Spanischen mächtig ist, kann sich auch ein feines Interview mit Jose Antonio Camacho und seine Erfahrungen anhören. Er schildert da u.a. die Galáctico-Spieler und auch den Umgang von Pérez:
Interview mit Camacho -->Langfassung ist auch auf Youtube.