Makedonija
El equipo · männlich- Registriert
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Überrascht dich das wirklich? Grundqualität + Vertrauen + funktionierendes Systen kann wahre Wunder bewirken.Endrick Masterclass bei Lyon
1 Tor, 8 Zweikämpfe gewonnen, meiste Dribblings, bester Spieler bisher und sehr aktiv, guck gerade Lyon, echt super Spieler
Da gehe ich größtenteils mit. Ich habe das so noch nicht betrachtet, dass Alonso u.U. versucht, durch Pragmatismus seinen Job irgendwie zu sichern, anstatt im Streben nach Schönheit zu sterben. Er hat die Defizite des Kaders erkannt und muss irgendwie zusehen, situativ gut abzuschneiden und kiene Klatschen, die ihn den Job kosten können, zu kassieren. So gesehen, war das heute zu wenig, um zu gewinnen, aber zu viel, um entlassen zu werden. Auch am Donnerstag lief er keine Gefahr ein Debakel zu erleiden. Wenn das die Strategie ist und das alle mittragen und Perez mitspielt, dann Respekt.Zum Spiel:
In der 1. Halbzeit war Barca klar dominant. Wir hatten spielerisch nichts entgegenzusetzen, unser Mittelfeld hat auch ein völlig anderes Profil. Aber das 5-3-2 mit dem hängend agierenden Gonzalo und dem Freigeist Vini hat 30 Minuten lang sehr gut funktioniert. Man blieb kompakt, war immer nah an den Gegenspielern, es gab fast keine Lücken für Barca. Besonders Gonzalo muss man hier wieder nennen, der extrem viele Defensivmeter gemacht hat und damit das Zentrum eng machte. Erst mit zunehmender Müdigkeit kamen die für uns leider typisch gewordenen Eigenfehler (furchtbare Ballverluste und Fehlpässe von Valverde, Bellingham (hat seinen Bock immerhin selbst gerettet) und Huijsen). Und weil man diese Eigenfehler seit geraumer Zeit so häufig sieht, muss ich ganz klar sagen, dass das ein Zeichen fehlender individueller Qualität ist. Einer dieser Fehler führte dann auch zum 1:0. Immerhin hielt man trotz Rückstand den Kopf oben und dank einer Vini-Masterclass kam man mit dem 1:1 gleich wieder zurück. Dann quasi selbes Spiel nochmal in der Nachspielzeit: erst ein Fehlpass und eine Schläfrigkeit von uns zum 2:1 durch Lewa und dann voller Wille beim Schlussansturm mit dem 2:2.
Die 2. Halbzeit war dann offener. Wir waren nicht mehr so unter Dauerdruck, konnten uns v.a. über Vini oft recht gut befreien. Leider gelang uns in der Phase, wo wir vom Ballbesitz her relativ ausgeglichen waren, kein Tor. Schlussendlich haben die Wechsel das Spiel entschieden: Valverde musste auf eigenen Wunsch hin raus, das war für uns ne Katastrophe. Da versteh ich nicht, warum sich Alonso für Güler entschied und nicht für Ceballos, der wenigstens sowas wie Ballbesitz und Sicherheit ausgestrahlt hätte. Güler war defensiv völlig orientierungslos und plötzlich ging über die linke Seite von Barca einiges mehr, auch im Zentrum enstand ab da mehr Raum, weil Güler von der Geschwindigkeit her nicht hinterher kam.
Bei dem Wechsel kann man Alonso also nur 50% der "nachfolgenden Problemverursachung" ankreiden, da Valverde signalisiert hatte, dass es nicht mehr geht.
Bei einem weiteren Wechsel, wo es meiner Wahrnehmung nach keinen Bedarf seitens des Spielers am Platz gab, liegt hingegen das Verschulden zu 100% bei Alonso. Warum er Vini rausnahm, der heute ein - für seine Verhältnisse - Bombenspiel hinlegte, kapier ich absolut nicht. Wenn, dann hätte man Rodrygo austauschen sollen und für ihn mit Mastantuono frische Beine bringen (wobei man da wieder sah, dass Mastantuono ein Spieler für die nahe Zukunft und nicht für die unmittelbare Gegenwart ist). Auch die Herausnahme des taktisch extrem wichtigen Gonzalo hat uns enorm geschadet.
Schlussendlich hat man mit Brechstangenfußball und dank der roten Karte für De Jong doch noch Chancen bekommen, um mindestens ein Elferschießen zu erzwingen. Doch man vergab kläglich (insb. die Chance von Carreras tut richtig weh).
Erkenntnisse:
1) Diesen Vini bekommt man nur ohne Mbappé.
2) Der Kader ist nicht gut zusammengestellt.
3) Taktisch hat Alonso das Maximale rausgeholt und erkannt, dass er mit diesem Kader nur über Kompaktheit und Konterfußball zum Erfolg kommt. Pressing- oder dominanter Ballbesitzfußball a la Barcelona/ManCity ist mit diesen Jungs nicht drin.
4) Wir brauchen keinen neuen Trainer, sondern einen neuen Präsidenten. Dadurch erst wird möglich, was wir außerdem brauchen: einen Sportdirektor, ein neues Scouting-Team und eine neue medizinische Abteilung inkl. Fitness- und Ernährungsagenda.

Überhaupt hat er heute gekämpft bis zum Schluss (in einer der letzten Aktionen vor der Auswechslung ist er ja noch bis in den eigenen Strafraum zurückgerannt und hat getackelt), hat Koundé und v.a. den vielgelobten Cubarsí in ärgste Nöte gebracht. Das ist der Vini, den jeder sehen will!
Huijsen, Carreras, Mastantuono waren damals noch nicht da, gerade heuer gegen Yamal sah man wieviel ein defensiv starker LV wie Carreras helfen kann.