Interview

Mastantuono verrät: Schon seit Real-Start mit Schmerzen gespielt

Einen schmerzfrei aufspielenden Franco Mastantuono gibt es bei Real Madrid bis dato offenbar noch gar nicht. Wie der Argentinier verrät, begleiten ihn die Schambeinprobleme bereits seit dem Sommer. Er ist aber zuversichtlich, in absehbarer Zeit zurückzukehren.

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Franco Mastantuono im Interview beim Radiosender SER – Screenshot: YouTube/@ElLarguero

Mit Beschwerden bei Real Madrid angekommen

MADRID. Anfang November ging es nicht mehr weiter. Franco Mastantuono ist bei Real Madrid wegen einer Schambeinentzündung seit etwas mehr als zwei Wochen außen vor, hätte sich jedoch schon weitaus eher abmelden können. Denn: Wie der 18 Jahre alte Argentinier in der Nacht zu Mittwoch in einem Interview in der Sendung „El Larguero“ des Radiosenders SER selbst verraten hat, plagten ihn die Probleme schon vor dem Beginn seiner Zeit als Königlicher. Zur Erinnerung: Er kam Mitte August, als er volljährig wurde.

„Das waren Schmerzen, die ich seit einer langen Zeit hatte. Es war der Moment, um zu pausieren und sich gut zu erholen, um bei 100 Prozent zu sein. Das verlangt dieser Klub. Es fing beim zweiten Spiel der Klub-WM bei River an und hat mir seitdem bis jetzt immer mehr Beschwerden bereitet, bis ich wegen der Schmerzen pausieren musste“, klärte der rechte Flügelspieler auf.

Inzwischen arbeitet Mastantuono wieder individuell auf dem Rasen. Überstürzen wird man bei ihm angesichts der nicht zu unterschätzenden Beschwerden sicherlich nichts, weshalb es mit der Rückkehr in den Spieltagskader noch etwas dauern dürfte. „Ich werde bald wieder spielen. Ich arbeite viel, um fit zu werden und wieder auf dem Platz zu stehen, was das Schönste ist“, berichtete er.

„Lamine ist heute besser“

Überzeugt hat der Linksfuß dort bislang nur bedingt. Mit bloß einem Tor und einer Vorlage in zwölf Einsätzen – neunmal von Anfang an – lässt sein offensiver Einfluss noch zu wünschen übrig, auch wenn Trainer Xabi Alonso große Stücke auf ihn hält und zu verstehen gab, mit Mastantuono bisher sehr zufrieden zu sein.

In der spanischen Hauptstadt erhoffen sich für die rechte Angriffsseite mittel- und langfristig unterdessen nicht wenige eine ähnlich hohe Qualität wie die, die Lamine Yamal beim FC Barcelona unter Beweis stellt. Was sagt die Nummer 30 dazu? „Ich mag die Vergleiche nicht. Aber es ist schön, Rivalen auf dem Level von Lamine zu haben. Das motiviert einen, um noch besser zu werden. Lamine ist heute besser. Er zeigt ein unglaubliches Niveau, aber ich bin gerade erst bei Real Madrid angekommen, befinde mich noch im Prozess der Eingewöhnung“, so Mastantuono, den Real für 63,2 Millionen Euro von River Plate loseiste.

„Limit auf keinen Fall erreicht“

„Für mich ist klar, dass ich meine beste Form noch nicht erreicht habe. Ich hatte eine sehr gute Phase bei River, die es mir ermöglichte, heute hier zu sein, aber ich weiß, dass ich mein Limit auf keinen Fall erreicht habe. Ich gebe mich nicht mit dem zufrieden, was ich bisher geleistet habe. Ich werde weiter arbeiten und mich verbessern, um ganz nach oben zu kommen. Mein Ziel ist es, mich für eine lange Zeit beim größten Verein der Welt ganz oben zu halten“, präsentiert er sich ambitioniert. Welchen Mastantuono der Madridismo wohl in der schmerzfreien Version zu sehen bekommt?

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von
Filip Knopp

Begleitet den Mythos Real Madrid als Fan seit der Ära der „Galácticos“ und journalistisch bei REAL TOTAL seit Mitte 2011. Erfahrungen auch bei SPORT1 und SPOX, zudem Autor von »111 GRÜNDE, REAL MADRID ZU LIEBEN«.

Kommentare
Vielleicht noch interessant für die, die kein Spanisch sprechen:
-wäre er kein Fußballer, wäre er vielleicht Musiker geworden. Er liebt die Rockmusik, besonders die Argentinier (Gustavo) Cerati und (Andrés) Calamaro.
-Mbappé vs. Julián Álvarez: beide sind für ihn die aktuellen Top-Stürmer der Welt; Kylian ein geborener Torjäger, bei Álvarez lobt er dessen enorm hohe Spielintelligenz und seine Aufopferungsbereitschaft für das Team.
-Neben dem erwartbaren Lob an das "gute Klima im Team" hat er fußballerisch besonders Bellingham genannt, der heraussteche aufgrund seiner Persönlichkeit, seiner Präsenz auf dem Feld und auch seiner Technik.
-Vinis Abgang im Clásico: Vini habe sich vor dem ganzen Team inkl. Xabi entschuldigt. Er habe seinen Fehler relativ schnell eingesehen.
 
Ich kann ihn verstehen, wer will schon als neuer Spieler sofort rum jammern und sagen das er Schmerzen hat und eigentlich nicht spielen sollte. Allerdings wäre es wirklich besser gewesen sich komplett auszukurieren anstatt mit Schmerzen da unten versuchen Bäume auszureisen. Nun ist erstmal jeder Real Fan etwas enttäuscht von seiner bisherigen Leistung, ich hoffe sehr das er dann bald befreiter aufspielen kann denn ich find den Jungen klasse. Hoffentlich beweist er uns allen seine Qualitäten, vor allem endlich mal Gefahr von der rechten Flügeseite und nicht immer alles über Vini.
 
Wenn er halbfit schon unsere beste Option auf der rechten Seite ist, darf man sich auf einen Mastantuono freuen, der 100% reinbeissen kann.

Ich bin ja trotzdem noch Team Fede auf RM aber nichtsdestotrotz wird uns der Argentinier bestimmt noch Freude machen. Seit ich Vinis kometenhafte Entwicklung miterleben konnte, bin ich da auch vorsichtiger geworden mit meiner Kritik.
 

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