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„Nicht so gemeint“: FC Bayern spielt Karls Real-Aussage herunter

Lennart Karls offen ausgesprochener Traum von einem Wechsel zu Real Madrid in der Zukunft schlägt im Umfeld des FC Bayern hohe Welle. Die Münchner sind darum bemüht, die Lage zu beruhigen. Es sei nicht so gemeint gewesen, zitieren die Bosse den 17-Jährigen.

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Lennart Karl FC Bayern München Real Madrid
Lennart Karl sieht sich in der Zukunft bei Real Madrid – Foto: Jasmin Walter/Getty Images

Real-Traum: Lennart Karl verärgert Bayern-Fans

SALZBURG. Es waren Worte, die so ehrlich waren, dass man sie im Prinzip überhaupt gar nicht falsch verstehen konnte. So sehr es so mancher auch hätte tun wollen. Der FC Bayern München sei ein „sehr, sehr großer Verein“ und es mache dort „sehr viel Spaß“, aber „irgendwann will ich auf jeden Fall mal zu Real Madrid. Das ist mein Traumverein“, gestand Lennart Karl am Sonntag bei einem Fanclub-Besuch ganz offen.

Eine Aussage, die im Bayern-Kosmos seitdem hohe Wellen schlägt, mit der er den Unmut vieler enttäuschter Fans aus dem eigenen Lager auf sich gezogen hat. Der Klub bemüht sich daher trotz der unmissverständlichen Zukunftsvorstellung des 17 Jahre alten Offensiv-Juwels nun darum, die Situation öffentlichkeitswirksam zu beruhigen und sie für den medial unerfahrenen Spieler auszubügeln.

„Er ist auf uns zugekommen“

Sportdirektor Christoph Freund bezog am Dienstag im Rahmen eines Testspiels bei RB Salzburg Stellung. „Er ist auf uns zugekommen und hat gesagt, dass es gar nicht so gemeint war. Er fühlt sich extrem wohl beim FC Bayern. Er genießt gerade diese Zeit. In seiner Kindheit hat er mal bei Real Madrid mittrainiert – das war sein Traumverein. Er wurde gefragt, wer neben dem FC Bayern sein Traumverein ist. Er ist 17 Jahre alt und sehr glücklich beim FC Bayern. Und wir sind sehr happy, dass er bei uns ist“, sagte er dem Sender SERVUS TV.

„Das ist der Lenny. So spielt er auch Fußball. Er trägt sein Herz auf der Zunge. Der scheißt sich nichts, sagt man bei uns – auch auf dem Platz. Er redet wie ein 17-jähriger Bursche. Ihm war es natürlich gleich bewusst, dass das unglücklich war. Er hat sich am nächsten Tag entschuldigt, wir haben darüber gesprochen“, so Freund.

„Ich habe etwas nicht so ganz Gutes gesagt“

Bayerns Sportvorstand Max Eberl sagte Medienvertretern unterdessen, er sei „völlig entspannt. Er kam dann einen Tag später zu uns und hat gesagt: ‚Ich glaube, ich habe da etwas nicht so ganz Gutes gesagt, was man fehlinterpretieren kann.‘ Für uns ist die Sache vom Tisch, es war auch nie ein Thema gewesen. Er fühlt sich sau wohl beim FC Bayern und weiß, was er hier hat, das hat er uns noch mal unterstrichen. Das ist das, was zählt. Er hat gemerkt, dass das vielleicht nicht so gut rüberkam, wie er es gedacht hat. Er hat wie ein 17-Jähriger frei von der Leber gesprochen. Wir haben damit kein Problem, wenn sich einer hinstellt und sagt, es gibt Bayern München, aber auch andere Vereine. Das ist heutzutage so. Ein 17-Jähriger darf auch mal einen Fehler machen“.

Und eben von einem Engagement bei den Königlichen träumen. Verfolgen wird er dieses Ziel trotz seiner zu ehrlichen Äußerung sicherlich weiterhin.

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von
Filip Knopp

Begleitet den Mythos Real Madrid als Fan seit der Ära der „Galácticos“ und journalistisch bei REAL TOTAL seit Mitte 2011. Erfahrungen auch bei SPORT1 und SPOX, zudem Autor von »111 GRÜNDE, REAL MADRID ZU LIEBEN«.

Kommentare
Ramos war aber damals schon in einem Alter wo es keine Rolle spielt ob er geht oder nicht. Bei Upa ist das anders.
Jein, es spielte insofern eine Rolle als dass er Spitzenverdiener war. Die Frage war also: ein letztes Mal mit Ramos verlängern oder jemand Neuen holen. Man konnte sich nicht einigen, (René) Ramos lies das Ultimatum verstreichen und Alaba kam in Folge dessen.
Die (Nicht-)Verlängerung hatte also schon essentielle Auswirkungen auf die Kaderplanung.
 
Jein, es spielte insofern eine Rolle als dass er Spitzenverdiener war. Die Frage war also: ein letztes Mal mit Ramos verlängern oder jemand Neuen holen. Man konnte sich nicht einigen, (René) Ramos lies das Ultimatum verstreichen und Alaba kam in Folge dessen.
Die (Nicht-)Verlängerung hatte also schon essentielle Auswirkungen auf die Kaderplanung.
Ja aber was war damals Ramos Marktwert? Vielleicht knapp 10 Mio? Upa ist 27 und 70 Mio wert.
 
Ja aber was war damals Ramos Marktwert? Vielleicht knapp 10 Mio? Upa ist 27 und 70 Mio wert.
Ich versteh grade nicht, worauf du hinaus willst.
Beiden Clubs ging/geht es darum schnell zu wissen, ob der Spieler verlängert, um rechtzeitig Ersatz klar machen zu können. Darum haben beide Clubs (angeblich) ein Ultimatum gestellt.

Upamecano hatte wahrscheinlich eher das Momentum auf seiner Seite und damit mehr Druckmittel als Ramos damals, falls du das meinst bin ich bei dir.
 
Du meinst hier bei uns? Wir versuchen eben nur über das zu berichten, wo etwas mehr dran ist (zB damals auch Davies oder Yoro), da ginge natürlich noch mehr (zB Salah nicht komplett unmöglich), aber primär wollen wir die Leserschaft hier nicht verrückt machen durch 10 Gerüchte pro Woche oder ein wöchentliches Paz-Update (ist auch ne Frage von Ressourcen).
Das verstehe ich, aber gefühlt lese ich hier überhaupt keine Infos zu potentiellen Transfers. Eigentlich erst wenn der Deal fast steht.
Man kann das ja nett wöchentlich zusammenfassen, bzw von den lustigen Gazetten zitieren und den Wahrheitsgehalt einschätzen. Mich würde Eure Einschätzung zu den seriösen, aber sogar auch zu den wilden Gerüchten jedenfalls interessieren.
 

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