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Offiziell: Karim Benzema verlässt Real Madrid nach 14 Jahren

Nach 14 Jahren ist plötzlich Schluss: Karim Benzema verlässt Real Madrid. Die Königlichen geben den Abgang des Kapitäns offiziell bekannt, es zieht ihn nach Saudi-Arabien zum Al-Ittihad Club. Einem Mega-Angebot kann er schlicht nicht widerstehen.

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Karim Benzema Real Madrid
Benzema war 2009 zu Real Madrid gekommen und geht 2023 – Foto: Angel Martinez/Getty Images

Karim Benzema von Real Madrid nach Saudi-Arabien

MADRID. Man war eigentlich fest davon ausgegangen, dass auch er einer derer ist, die ihren auslaufenden Vertrag verlängern, noch eine letzte Saison bleiben. Karim Benzema tut völlig unerwartet das Gegenteil: Abschied! Wie Real Madrid bekanntgegeben hat, beendet der 35 Jahre alte Franzose sein Kapitel bei den Königlichen nach 14 gemeinsamen Spielzeiten.

Die Legende wird am Dienstag, den 6. Juni in der Ciudad Real Madrid nochmals vom Verein verabschiedet. Los geht es im Beisein von unter anderem Präsident Florentino Pérez um 12 Uhr. Anschließend steht er womöglich nochmals in einer Pressekonferenz Rede und Antwort.

Benzema zieht es nach Saudi-Arabien zum Al-Ittihad Club. Dort soll er bis 2025 astronomische 200 Millionen Euro verdienen – steuerfrei. Ein Angebot, dem er nicht widerstehen konnte. Den Klub trifft dieser Verlust vollkommen plötzlich, einem derart verdienten Spieler wollte er jedoch keinerlei Steine in den Weg legen. „Karim Benzema hat sich das Recht erarbeitet, über seine Zukunft zu entscheiden“, heißt es in der Abschiedsmitteilung unter anderem. Pérez versuchte offenbar noch, die Nummer 9 zu einem Verbleib zu bewegen – letztlich vergebens. Benzemas Worte vom Donnerstag, wonach das Gerede im Internet nicht der Realität entsprechen würde, erwiesen sich ebenso als wertlos.

Angesichts des Tempos erinnert dieser Fall stark an die Personalie Casemiro aus dem August 2022. So wie bei dem Brasilianer, der zu Manchester United abgewandert war, lagen auch bei dem Star-Stürmer nur wenige Tage zwischen den ersten kursierenden Spekulationen um einen Abgang und der finalen Verkündung dessen.

Nachfolger von Karim Benzema: Harry Kane im Visier

Real soll auf eine zügige Entscheidung gedrängt haben. Einerseits, damit sich der Angreifer am Sonntag beim Saison-Abschluss im Estadio Santiago Bernabéu gegen den Athletic Club (18:30 Uhr, im REAL TOTAL-Liveticker und bei DAZN) noch standesgemäß von den Fans verabschieden kann. Zum anderen natürlich, um hinsichtlich der Suche nach einem potenten Nachfolger selbst so schnell wie möglich Klarheit zu haben, keine Zeit zu verlieren.

Letzteres jetzt wirklich tun zu müssen – damit hatte im Verein praktisch niemand gerechnet. Mit seinem Entschluss stößt Benzema den Verantwortlichen vor den Kopf. Mit Harry Kane sollen sie aber schon einen potentiellen Nachfolger im Visier haben, während Joselu offenbar als Ersatz für Mariano Diaz kommt. Carlo Ancelotti: Harry Kane ist ein großartiger Spieler, ein Spieler von Tottenham. Wir müssen den Spieler und Tottenham respektieren.“

Abschied vom Bernabéu am Sonntag

Eine Ära endet. Es geht der aktuelle Kapitän. Es geht der Mann, an dem es rund eine Dekade lang im Angriffszentrum für niemanden ein Vorbeikommen gab. Der Mann, dessen hohe Qualität als mitspielender Mittelstürmer so geschätzt wurde, die nun schwierig zu ersetzen sein wird. Sein alles überragendes Jahr war die Saison 2021/22 mit 44 Toren und 15 Vorlagen. Seine zehn Treffer in der damaligen K.o.-Phase der Champions League gegen Paris Saint-Germain (drei), den FC Chelsea (vier) und Manchester City (drei) haben ihm endgültig einen Legenden-Status beschert, bleiben für immer unvergessen. Die persönliche Krönung dessen: der Gewinn des Ballon d‘Or im Oktober 2022.

Auch nach dieser Verleihung hatte Benzema mal wieder bekräftigt, er wolle seine Karriere bei Real beenden. Dafür würde nicht einmal eine Rückkehr zu Jugendklub Olympique Lyon in Frage kommen. Jetzt kommt es doch anders – vielleicht auch, weil er in der sich dem Ende nähernden Spielzeit vergleichsweise abgebaut hat. Der Routinier wurde durch Verletzungen oder kleinere Probleme immer wieder ausgebremst, verpasste 15 Partien.

Karim Benzema: 647 Spiele, 353 Tore, 25 Titel

Seine Ausbeute ist mit 30 Erfolgserlebnissen und sechs Assists in 42 Einsätzen dennoch keine schlechte. Insgesamt steht Benzema im Trikot des weißen Balletts bei 647 Pflichtspielen, 353 Toren und 165 Vorlagen. Nach Cristiano Ronaldo (450) ist er der beste Schütze der Klubgeschichte – und zusammen mit Marcelo der Profi mit den meisten Titeln der Real-Historie (je 25). Die Fußstapfen, die Benzema hinterlässt, sind groß. Sehr groß.

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von
Filip Knopp

Begleitet den Mythos Real Madrid als Fan seit der Ära der „Galácticos“ und journalistisch bei REAL TOTAL seit Mitte 2011. Erfahrungen auch bei SPORT1 und SPOX, zudem Autor von »111 GRÜNDE, REAL MADRID ZU LIEBEN«.

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Eine Weile hat es gedauert, aber mittlerweile hat sich auch Jude Bellingham auf den Sozialen Netzwerken von Xabi Alonso verabschiedet als Trainer. Nachdem Spieler wie Kylian Mbappé und Arda Güler am Montagabend zuerst dran waren, fehlten noch einige, darunter auch Vinícius Júnior, Franco Mastantuono und eben auch Bellingham. Aber während Vinícius ohnehin nicht als größter Alonso-Befürworter galt, hieß es eigentlich lange, Bellingham habe sich über den neuen Wind in Madrid, die neuen Infos und Aufgaben gefreut, war dafür auf der anderen Seite unter Carlo Ancelotti nicht mehr zufrieden. Aber auch hier gibt es widersprüchliche Meldungen, so hat unter anderem Mario […]


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Tja, wenn ihr nicht wollt, dass die Leute das schreiben und auch noch glauben, dann müsst ihr die Welt vom Gegenteil überzeugen und beweisen, dass es eben nicht so ist. Denn ansonsten sehr ihr aus wie eine charakterlose Truppe voller Divas die weder unter dem Gentleman der alten Schule - Ancelotti - noch unter dem modernen Laptoptrainer - Alonso - funktioniert hat.
Das Vertrauen der Fans müsst ihr und der gesamte Verein euch jedenfalls erstmal wieder verdienen. Und dann hat die Öffentlichkeit vielleicht auch wieder ein besseres Bild von euch und auch dem Verein.
 
Sehr stark!
 
mbappe muss weg
 
Sehr stark? Bekommt keine 5 geraden Sätze des Danks für Xabi raus! Wer intressiert bitte diese jb5 schwachsinns ap. Die Leute schauen Insta und X.
Hab gesehen mittlerweile immerhin was kleines auf insta.
Trotzdem, spielt endlich mit Herzen für Madrid und äussert euch auch mal öffentlich respektvoll vor dem Trainer und besonders auch endlich nach Niederlagen an die Fans!
Ich habe keinen Respekt mehr für die halbe Mannschaft und schon garnicht mehr für den Vortstand.
 
Zuletzt bearbeitet:
Man bekommt fast das Gefühl, dass da was dran ist. Vinicius hat die CL gewonnen und auch Bellingham.
Nur seit Mbappé sind wir (Supercup ausgenommen) titel und erfolgslos. Doch dann merkt man, dass wir diese Saison eigentlich auf gutem Weg waren bis Bellingham zurückkam und Vini im Clasicos ausgerastet ist. Und bei den Erfolgen von Vini und Bellingham waren noch charakterstarke Leader in der Mannschaft. Die fehlen jetzt an allen Ecken und Enden.
 
Man bekommt fast das Gefühl, dass da was dran ist. Vinicius hat die CL gewonnen und auch Bellingham.
Nur seit Mbappé sind wir (Supercup ausgenommen) titel und erfolgslos. Doch dann merkt man, dass wir diese Saison eigentlich auf gutem Weg waren bis Bellingham zurückkam und Vini im Clasicos ausgerastet ist. Und bei den Erfolgen von Vini und Bellingham waren noch charakterstarke Leader in der Mannschaft. Die fehlen jetzt an allen Ecken und Enden.
mbappe ist das trojanische pferd und al khelaifi ist odysseus (oder so :D). seit er da ist ging alles den bach runter und psg gewann CL und club WM.
 
Subjektiv, wer von den drei Möchtegern-Galacticos der unsympathischste Spieler ist.
Für mich ganz klar Vini. Mit Abstand.

Noch schwerer zu sagen, wer am schwersten trainierbar ist.
Ich vermute Mbappe.
Hauptsächlich aufgrund dessen, dass schon andere Top-Trainer an ihm gescheitert sind.

Und Jude …
geht mir mit seinem Gehabe auch auf die Nerven. Aber bei ihm habe ich als Fan vor dem Fernseher zumindest den Eindruck, er spielt dort, wo er aufgestellt wird und haut sich überall rein. Er scheint mir ein sehr ehrgeiziger Spieler zu sein – und ich hoffe er weiß, dass auch er noch viel zu lernen hat. Das lässt sich vom Fernseher aus nicht beurteilen.
 
mbappe ist das trojanische pferd und al khelaifi ist odysseus (oder so :D). seit er da ist ging alles den bach runter und psg gewann CL und club WM.
Weiß, dass es nicht ganz ernst gemeint ist, aber Mbappé stand auch mit PSG und Neymar im CL Finale. Nur mit Messi hat's nicht geklappt... :D Und seit er da ist, ist er unser bester Spieler. Und auch wenn er charakterlich bestimmt nicht einfach ist, tritt er bei uns in der Regel tadellos auf. Modríc wurde auch schon zum größten Flop gewählt, Ende der Geschichte ist bekannt, deshalb sollte man nie zu früh urteilen.
Klar ist aber auch: Wenn Mbappé nicht als Störenfried in die Geschichte eingehen möchte, dann muss er ab nächster Saison besser mal anfangen, fett Titel abzuräumen, bevor es zu spät wird. Verstehe aber auch nicht warum Mbappé gegen Alonso gewesen sein sollte, weil er nicht pressen will?
 

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