
Die Ausgangslage
- Die Baustelle bei Real Madrid ist klar: die Defensive. Zwar beendeten die Blancos nach drei sieglosen Spielen in Folge gegen Olympiakos Piräus am Mittwoch endlich ihren Negativlauf, aber drei Gegentore hagelte es beim 4:3-Sieg trotzdem. Vor allem bei hohen Bällen in den Strafraum zeigte sich die Verteidigung erschreckend anfällig – alle drei Gegentreffer fielen per Kopf nach Flanken. Gegen Girona, den Gegner am 14. Spieltag in LaLiga (Sonntag, 21 Uhr im REAL TOTAL-Liveticker und bei DAZN), haben die Königlichen seit vier Spielen eine weiße Weste, doch das muss in der aktuellen Phase nicht viel heißen. Chefcoach Xabi Alonso, der seine Mannschaft tendenziell eher in Schutz nimmt und sich auf die positiven Aspekte fokussiert, merkte aber bei der Pressekonferenz an, dass dahingehend eine Entwicklung stattgefunden habe.
- Außerdem sei intern viel Positives passiert, nachdem es Gerüchte gegeben hatte, dass es zwischen dem 44-Jährigen und einigen Spielern Konflikte gegeben habe. „Ich habe immer gespürt, dass die Mannschaft sehr geeint ist, dass uns allen klar ist, was diese Saison das Ziel ist. Wenn wir im April, Mai die Chance auf alle Titel haben wollen, müssen wir im Alltag sehr eng zusammenarbeiten. In guten Zeiten stehen wir zusammen, in schlechten auch. Das passiert in allen Mannschaften. Wir haben eine gute Kommunikation. Trotz aller Geräusche von außen sind wir intern sehr gefestigt“, so Alonso. Seinen lange gefestigen ersten Tabellenplatz hat Real sich mit den zwei Patzern gegen Rayo Vallecano (0:0) und Elche (2:2) erstmal wieder verspielt und steht mit 32 Zählern auf Platz zwei hinter dem FC Barcelona. Die Blaugrana hat am Samstagnachmittag Alaves mit 3:1 besiegt und sich endgültig vor den Erzrivalen geschoben (34 Punkte). Ein Sieg bei Girona ist somit nicht einfach nur „wichtig“, sondern bringt den spanischen Rekordmeister für nächsten Tage wieder in Front.
Der Gegner
- Ausgerechnet gegen Real hat Girona-Coach Míchel Ángel Sánchez Muñoz das Ziel ausgerufen, sich von den Abstiegsplätzen zu befreien. „Es wird ein Spiel sein, in dem wir 200 % geben müssen. Wir wissen, dass es sehr schwer wird, aber zu Hause und vor unseren Fans brauchen wir dringend die Punkte.“ Die Katalanen erlebten einen Horrorstart mit sieben Spielen ohne Sieg in Folge, davon vier Niederlagen in den ersten fünf Begegnungen. Nach einem 2:1-Sieg gegen den FC Valencia folgten erneut drei Patzer, dann ein Sieg gegen Alavés und zuletzt ein Remis auswärts bei Betis Sevilla. Mit folglich nur elf Zählern stehen die Katalanen auf Platz 18. Mit ganzen 25 Gegentoren ist Girona aktuell die Schießbude der Liga und lässt nach UD Levante (229) die zweitmeisten Torschüsse zu (225), gibt aber selbst die zweitwenigsten (122) nach Real Oviedo (109) ab. Noch unrealistischer macht einen Sieg die Bilanz der beiden Kontrahenten: Zuletzt verlor man viermal in Folge zu null. Der letzte Punktgewinn, ein 4:2 zu Hause, resultiert aus der Saison 2022/23. Damals erzielte Taty Castellanos (inzwischen bei Lazio Rom) alle vier Treffer und nahm den Blancos endgültig die Hoffnung auf die Meisterschaft. Míchel muss gegen die Madrilenen zudem auf mindestens sieben Spieler verzichten: Juan Carlos, Donny van de Beek, David López, Vladyslav Krapyvtsov, Daley Blind, Thomas Lemar und Portu. Ein Einsatz für Stürmer Cristhian Stuani (drei Treffer) ist zudem fraglich. „Er hatte Beschwerden im Wadenmuskel und muss untersucht werden. Wir werden sehen. Diese Beschwerden bereiten uns Sorgen“, so die Prognose des Cheftrainers.
Voraussichtliche Startelf: Gazzaniga – Arnau, Reis, Blin, Moreno – Witsel, Martín, Ounhi – Tsygankov, Gil, Vanat
Personelles und voraussichtliche Aufstellung
- Noch gegen Olympiakos Piräus fehlten Xabi Alonso ganze sieben Akteure, doch der Chefcoach kündigte bei der Pressekonferenz vor dem Spiel an, dass Antonio Rüdiger, Éder Militão und Franco Mastantuono es gegen Girona wieder rechtzeitig in den Kader schaffen. Thibaut Courtois, der vor dem fünften Spieltag in der Champions League wegen einer Magen-Darm-Infektion kurzfristig ausgefallen war, stand beim Abschlusstraining am Samstagvormittag wieder mit auf dem Platz. Eduardo Camavinga wurde gegen Olympiakos aufgrund einer Erkältung bereits in der Halbzeit ausgewechselt, trainierte aber wieder voll mit. Offen bleibt die Kadernominierung bei Raúl Asencio. Der Innenverteidiger hat Oberschenkelprobleme und erst am Spieltag wird sich entscheiden, ob es reicht. Noch außen vor: Dean Huijsen und David Alaba, die nach wie vor angeschlagen sind. Daniel Carvajal kuriert weiterhin seine Knieverletzung aus. Somit sollte Courtois nach seinem ersten Ausfall der Saison wieder ins Tor rücken. Trent Alexander-Arnold wird aufgrund der dünnen Auswahl in der Abwehr wohl auch sein drittes Spiel in Folge von Beginn an bestreiten, während Antonio Rüdiger erstmals wieder in die Innenverteidigung rückt, denn Éder Militão hatte bisher nur am Samstag voll mit dem Team trainiert. Jude Bellingham war schon am Mittwoch wegen einer Zerrung nur eingewechselt worden und könnte noch einmal geschont werden.
- Verletzt: Daniel Carvajal (Knie), David Alaba (angeschlagen), Dean Huijsen (angeschlagen)

Die Stimmen zum Spiel
Xabi Alonso (Cheftrainer): „Wir wissen, dass wir jetzt auch in der Liga das Gefühl eines Auswärtssiegs brauchen. Der Spielplan mit den vielen Auswärtsspielen in Folge ist merkwürdig. Wir brauchen morgen ein großartiges Spiel und einen guten Sieg, um dreifach zu punkten und an der Spitze zu bleiben. Das ist das Ziel. Die Mannschaft ist in einer guten Verfassung, wir gewinnen Spieler zurück.“
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Míchel (Cheftrainer): „Jeder weiß, wie Madrid spielt und welche Stärken es hat, und das sind viele. Es ist schwer, sie zu stoppen, denn ihre Spieler gehören zur Weltelite und sie haben den besten Spieler, den besten Torschützen und den besten Torwart. Sie machen in vielen Phasen des Spiels den Unterschied. Wir müssen dafür sorgen, dass sie nicht in Bestform sind und wir 90 Minuten lang 200 % in der Verteidigung und im Angriff geben. Wir müssen leiden und ein großartiges Spiel in der Verteidigung machen. Nur Atlético Madrid hat in allen Spielen, die sie gespielt haben, mehr Torschüsse abgegeben als sie. Sie kommen oft in den gegnerischen Strafraum und haben herausragende Spieler. Wir müssen sehr gut verteidigen, aber auch angreifen, um Madrid zu schaden. Mal sehen, ob wir dazu in der Lage sind. Wir werden weder unsere Mentalität noch unsere Spielweise ändern, denn es gibt viele Möglichkeiten, gegen Madrid zu spielen, und alle sind schwierig, damit sie nicht ihre beste Leistung zeigen.Wir brauchen die Punkte. Wir brauchen unsere Fans. Ich brauche eine großartige Atmosphäre, es ist sehr wichtig, dass alle das Gefühl haben, dass dieses Spiel kein Finale ist, aber wir müssen die Punkte holen.“
Statistiken und Besonderes
- GESAMTBILANZ: Die beiden Teams trafen wettbewerbsübergreifend bisher zwölfmal aufeinander. Dabei sprangen für die Königlichen acht Siege heraus. Einmal trennte man sich mit einem Remis und dreimal durften die Katalanen jubeln. Dabei erzielte Real 34 Tore und Girona 16.
- GELB-ALARM: Aurélien Tchouaméni hat sich in der bisherigen Saison bereits vier Gelbe Karten abgeholt. Kommt gegen Girona die fünfte dazu, wird der Franzose am kommenden Mittwoch gegen den Athletic Club aus Bilbao (19 Uhr) fehlen.
- SCHIEDSRICHTER: Der 14. Spieltag wird von einem alten Bekannten geleitet: Ricardo de Burgos Bengoetxea. Der 39-Jährige stand beim diesjährigen Final-Clásico der Copa del Rey im Fokus, als Real Madrid die vorausgehende Pressekonferenz aufgrund der Unzufriedenheit mit den Schiedsrichtern boykottierte. Anschließend weinte der Baske bei seiner Medienrunde und beklagte den Druck, der vor allem seitens der vereinseigenen Medien gegenüber den Unparteiischen ausgeübt wird. Bei der vor kurzem stattgefundenen Mitgliederversammlung hatte Real-Präsident Florentino Pérez noch einmal betont, dass man den Referee damals hätte suspendieren müssen. In der aktuellen Saison hat Bengoetxea bereits die Partie der Königlichen mit Real Oviedo (3:0) geleitet und insgesamt 21 Ligaspiele mit 14 Siegen für Real, vier Unentschieden und drei Niederlagen.
- WIEDERSEHEN: Vergangene Saison spielte Ex-Blanco Miguel Gutiérrez noch bei den Katalanen, doch wechselte im Sommer für 18 Millionen Euro Ablöse zur SSC Neapel. Aktuell befindet sich somit kein Ex-Blanco bei Girona.
Winamax-Prognose
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